Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Hertha BSC Berlin trennt sich von Trainer Favre

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Hertha BSC  

Hertha BSC trennt sich von Trainer Favre

28.09.2009, 20:12 Uhr | dpa

Von Hertha BSC gefeuert: Trainer Favre. (Foto: imago)Von Hertha BSC gefeuert: Trainer Favre. (Foto: imago) Vor vier Monaten fast Meister, nun gefeuert: Nach 27-monatiger Amtszeit und sechs Bundesliga-Pleiten nacheinander ist für Lucien Favre bei Hertha BSC Schluss. Am Tag nach der 1:5-Abfuhr in Hoffenheim und einer Krisensitzung trennte sich der Tabellenletzte der Bundesliga von seinem zuletzt glücklosen Schweizer Trainer, der erstmals entlassen wurde.

"Es ist nichts, was mir leicht gefallen ist. Ich musste eine Entscheidung für Hertha BSC treffen, und das habe ich gemacht", sagte Herthas Sport-Geschäftsführer Michael Preetz.

Video Hertha entlässt Lucien Favre
Scherbenhaufen Hertha Spieler lachen Favre aus
Sonntagsspiele Ibisevic feiert grandioses Tor-Comeback
Zum Durchklicken Die Elf des 7. Spieltags

Die Suche nach einem Trainer hat begonnen

Hertha wird im schweren Europa-League-Spiel am Donnerstag bei Sporting Lissabon von U-23-Coach Karsten Heine betreut, der schon zum dritten Mal nach 1991 und 2007 als Interimscoach einspringt. Assistent ist der langjährige Hertha-Torhüter Christian Fiedler. Ob Heine auch am Sonntag gegen Bundesliga-Spitzenreiter Hamburger SV noch auf der Bank sitzen wird, ließ Preetz offen. Derzeit werde ein Anforderungsprofil für den Nachfolger erstellt.

"Überzeugt, dass der Schritt notwendig ist"

Favre ist nach Jörn Andersen (Mainz 05), Dieter Hecking (Hannover 96) und Marcel Koller (VfL Bochum) schon der vierte Trainer, der in dieser Saison vorzeitig seinen Hut nehmen musste. "Die Analyse nach zuletzt insgesamt neun Gegentoren hat mich zu der Überzeugung gebracht, dass dieser Schritt notwendig ist. Es hat sich alles verkehrt, was in der letzten Saison geklappt hat", fügte Preetz hinzu, der erst im Sommer die Nachfolge des langjährigen Managers Dieter Hoeneß antrat.

"Nicht vorgestellt, dass es so happig wird"

Hoeneß hatte sich auch nach Meinungsverschiedenheiten mit Favre vorzeitig verabschiedet. Nun folgte der Schweizer, der noch einen Vertrag bis 2011 und das Vertrauen von Preetz besaß, aber sich mit abgewanderten Leistungsträgern wie Torjäger Marko Pantelic und dem Neu-Hoffenheimer Josip Simunic rieb. Die Abgänge wurden auch aus finanziellen Zwängen heraus nicht adäquat ersetzt. "Wir haben vor der Saison gesagt und gewusst, dass es schwierig werden kann. Dass es so happig wird zu Beginn, haben wir uns nicht vorgestellt", gestand Preetz. Erste Aufgabe sei es, so schnell wie möglich die bedrohlichen Regionen zu verlassen.

Co-Trainer keilt gegen die Hertha-Spieler

Nach dem Vormittagstraining lächelte und winkte Favre, als wäre es schon sein Abschied. Nach dem schlechtesten Saisonstart seit der Abstiegs-Saison 1990/91 wirkte der 51-Jährige ebenso ratlos wie seine kopflos agierende Mannschaft. Einen Kommentar nach der Übungseinheit lehnte er ab, dafür kritisierte sein ebenfalls freigestellter Co-Trainer Harald Gämperle die Profis in einer Wutrede heftig. "Sie haben den Trainer, den Verein und die Fans im Stich gelassen. Sie haben noch nie zuvor bei einem solch guten Trainer trainiert", sagte er erregt. Preetz sprach von einem "Ausbruch der Enttäuschung".

Auch das noch: Sorgen um Friedrich

Tatsächlich taumelt der Hauptstadt-Klub seit Wochen von einer Blamage zur nächsten. Nach der Abreibung in Hoffenheim hatten sich Mannschaft und sportliche Leitung fast eine Dreiviertelstunde lang in der Kabine verschanzt. 17 Gegentore in sieben Liga-Spielen, das DFB-Pokal-Aus, eine sportliche Bankrott-Erklärung und Abstiegsängste zwangen die Hertha zum Handeln. Die Fans sehen im Internet Preetz und Clubchef Werner Gegenbauer als Mitschuldige - und eine Besserung scheint nicht in Sicht. Zur ohnehin langen Verletztenliste kommen neue Sorgen um Kapitän Arne Friedrich, der in Hoffenheim einen Bluterguss erlitt und womöglich in Lissabon fehlen wird.

"Jeder steht unter Druck"

Routinier Pal Dardai kündigte vor dem Favre-Ende an, dass sich die Spieler an diesem Dienstag zusammensetzen wollen, "um uns aus dem Loch auszugraben". Die Schuld für den Absturz nach der knapp verpassten Meisterschaft der Vorsaison liege nicht nur beim Trainer oder einzelnen Spielern. "Jeder steht unter Druck", betonte der Ungar. Nationalspieler wie Friedrich würden womöglich nicht mehr für ihre Auswahl nominiert, wenn sie weiter so spielten. Angesichts des frühen Saison-Zeitpunktes mochte Dardai aber nicht von der schlimmsten Lage sprechen, die er seit 1997 bei Hertha BSC erlebt habe. 2004 waren die Hauptstädter nach dem Rückrunden-Auftakt mit nur 13 Punkten Schlusslicht, knapp zwei Monate zuvor hatte Coach Huub Stevens gehen müssen.

Aktuell Die Bundesliga-Tabelle
Aktuell Die Torjägerliste der Bundesliga
Aktuell Alle Statistiken rund um die Bundesliga

"Für alle, die Fußball wirklich lieben" LIGA total!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal