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KSC: Oliver Kahn auf Mitgliederversammlung ausgebuht

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Karlsruher SC  

Oliver Kahn beim KSC ausgebuht

01.10.2009, 10:55 Uhr | t-online.de, sid

Oliver Kahn spricht auf der Jahreshauptversammlung des KSC. (Foto: dpa)Oliver Kahn spricht auf der Jahreshauptversammlung des KSC. (Foto: dpa) So hatte Oliver Kahn sich die Sache sicher nicht vorgestellt. Der Ex-Nationaltorwart wurde auf der turbulenten Hauptversammlung des Karlsruher SC ausgebuht, als er sich zum Tagesordnungspunkt zehn "Wahl des Präsidiums" zu Wort meldete.

Die Niederlage seines Vaters Rolf bei der Wahl zum Klubchef konnte der ehemalige Welttorhüter nicht abwenden.

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Metzger siegt im ersten Wahlgang

Nach einer turbulenten, teilweise chaotischen, fünf Stunden dauernden und am Ende abgebrochenen Mitgliederversammlung durfte sich Paul Metzger als neuer Präsident des Zweitligisten feiern lassen. "Schade, mein Vater hatte ein gutes Konzept. Ich wollte ihm unter die Arme greifen", sagte Oliver Kahn nach der Schlappe seines Vaters gegen den Oberbürgermeister der Karlsruher Nachbarstadt Bretten. Metzger erhielt 748 der 1424 gültigen Stimmen und erreichte bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit.

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Metzger: "Gemeinsam sind wir stark"

Auf den Karlsruher Ex-Bürgermeister Siegfried König entfielen 381 Stimmen. Rolf Kahn konnte lediglich 295 Mitglieder von sich überzeugen. Er hatte versucht, mit einer emotionalen Rede die Mitglieder auf seine Seite zu ziehen. Er wolle für den KSC durchs Feuer gehen. Metzger setzte hingegen auf Ausgleich. "Gemeinsam sind wir stark - wir die Familie des KSC."

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Teilweise ins Mikrofon geschrien

Die Niederlage Kahns deutete sich schon bei der kurzen Rede seines Sohnes in der Europahalle an. Der frühere Nationaltorwart wurde von einem Großteil der 1534 Klubangehörigen ausgepfiffen und schrie teilweise in das Mikrofon, um die Unmutsbekundungen zu übertönen. "Bei solchen Versammlungen kochen die Emotionen eben oft hoch", sagte der Ex-Profi des KSC nach Ende der Sitzung.

Wahl der Vizepräsidenten verschoben

In den Stunden zuvor bot der KSC das Bild eines zerrütteten Vereins. Zunächst rührten die Klubchef-Anwärter die Werbetrommel in eigener Sache und sparten dabei nicht mit Seitenhieben auf die Konkurrenten. Bei der anschließenden Aussprache zerfleischten sich die Lager der drei Kandidaten gegenseitig. Ein Mitglied stellte sogar den Antrag, die Medien auszuschließen, um dem KSC die befürchtete Presseschelte zu ersparen. Aufgrund der langen Debatte musste die Versammlung vor der Wahl der Vizepräsidenten gegen 1.00 Uhr abgebrochen werden. Da die Abstimmung voraussichtlich bis 4.00 Uhr gedauert hätte, wäre eine Anfechtung der Versammlung und ihrer Ergebnisse möglich gewesen.

Abstieg spart jede Menge Geld

Harmonie herrschte lediglich zu Beginn des Mitgliedertreffens. Der scheidende Präsident Hubert H. Raase, der sich nach sieben Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl gestellt hatte, wurde mit Standing Ovations verabschiedet. Zuvor hatte Raase ein letztes Mal die Bilanz vorgelegt. Demnach hat der KSC trotz des Abstiegs aus der Bundesliga im abgelaufen Geschäftsjahr (1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009) einen Gewinn in Höhe von 1,94 Millionen Euro gemacht.

Verlust droht

"Die positive Abweichung zum Planergebnis ergibt sich hauptsächlich aus ersparten Punktprämien aufgrund des nicht erreichten Klassenerhaltes und Sonderzahlungen", sagte der Unternehmer. Hätte der Abstieg vermieden werden können, wäre das Ergebnis laut Raase ausgeglichen ausgefallen. Der Klub verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von 308.000 Euro. Dem stehen Verbindlichkeiten von 269.000 Euro bei Banken gegenüber. Allerdings planen die Badener für die laufende Saison einen Verlust von 2,0 Millionen Euro.

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Kölmel will Geld sehen

Diese Zahlen sind aber nur die halbe Wahrheit. Denn über dem KSC schwebt nach wie vor das Damoklesschwert Kölmel-Vertrag. Der im Jahr 2000 aufgrund der drohende Pleite des Klubs abgeschlossene Kontrakt mit Rechtehändler Michael Kölmel sieht vor, dass dessen Firma MK-Medien im Gegenzug für ihre damalige Finanzhilfe eine prozentuale Beteiligung an den TV-Einnahmen des Vereins erhält. Die bisherige Klubführung erkannte diesen Vertrag allerdings nicht an und befindet sich deshalb im Rechtsstreit mit Kölmel.

Außergerichtliche Einigung gescheitert

Nach Angaben von Raase habe der Klub dem Rechtehändler 17 Millionen Euro angeboten, um den Vertrag sowie den Streit darum außergerichtlich zu beenden. Laut Raase habe Kölmel dies abgelehnt. Um im Fall einer juristischen Niederlage abgesichert zu sein, hat der KSC Rücklagen in Höhe von 10,35 Millionen Euro gebildet

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