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VfB Stuttgart - Werder Bremen: Pizarro und Hunt machen alles klar

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VfB Stuttgart - Werder Bremen  

Pizarro und Hunt schießen Werder nach oben

04.10.2009, 19:20 Uhr | dpa

Bremens Torschütze Claudio Pizarro. (Foto: ddp) Werder Bremen hat dem VfB Stuttgart sein Jubiläum verdorben. Die schwachen Schwaben verloren ihr 1500. Spiel in der Bundesliga verdient mit 0:2 (0:1). Claudio Pizarro brachte Bremen bereits in der 3. Minute mit seinem fünften Saisontor auf die Siegerstraße, Aaron Hunt (51.) machte schon früh alles klar.

Durch das zwölfte Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage schaffte die auswärts weiter ungeschlagene Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf vor 42.000 Zuschauern in der ausverkauften Baustelle Mercedes-Benz Arena den Sprung auf Platz vier, der VfB hängt im unteren Tabellendrittel auf Rang 13 fest und läuft weiter seinen eigenen Ansprüchen hinterher.

Zum Durchklicken Die Elf des 8. Spieltags

Bremen deutlich frischer

Gegen Werder hatte der VfB die vergangenen drei Bundesliga-Heimspiele beim 4:1, 6:3 und 4:1 glanzvoll gewonnen, doch nach dem frühen Rückstand brachte die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel fast nichts mehr zustande und offenbarte eklatante Schwächen. Bremen, das nach dem 3:1 in der Europa League gegen Athletic Bilbao zwei Tage weniger Vorbereitung als Stuttgart hatte, wirkte deutlich frischer und gewann hochverdient.

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Babbel setzt erneut auf Rotation

Mit einer erneut stark veränderten Aufstellung ging der VfB in die Partie. Nationalverteidiger Serdar Tasci fehlte mit Knieproblemen, für Timo Gebhart spielte zum ersten Mal von Beginn an der Österreicher Clemens Walch. In den Sturm rotierte Babbel neben Cacau Julian Schieber, der beim 3:0 in Frankfurt zwei Treffer erzielt hatte. Bremen, das auf ein verletztes Quintett verzichten musste, spielte mit der gleichen Anfangs-Elf wie gegen Bilbao.

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Beim VfB kehrt die Verunsicherung zurück

Nach einer Schweigeminute für den gestorbenen ehemaligen VfB-Manager Rolf Rüssmann setzte sich das neu formierte Stuttgarter Sturmduo gleich gut in Szene: Keine Minute war gespielt, als Cacau nach Schieber-Zuspiel Wiese prüfte. Doch die kalte Dusche folgte prompt: Marko Marin flankte an den langen Pfosten, Pizarro verwertete per Kopf aus kurzer Distanz. Bei den Gastgebern war die Verunsicherung der vergangenen Wochen sofort wieder da, Bremen konnte mit besonnenem Spiel die Lücken in der VfB-Defensive nutzen. Per Mertesacker mit einem Kopfball (11.), Özil allein vor Lehmann (21.) und Torsten Frings (23.) hatten gute Chancen, die Führung auszubauen. Auf der Gegenseite hatte der VfB durch Schieber die Möglichkeit zum Ausgleich (34.), agierte aber wieder einmal zu umständlich.

Lehmann verhindert Schlimmeres

Mit der Hereinnahme von Christian Träsch für den überforderten Rechtsverteidiger Stefano Celozzi noch vor der Pause wollte Babbel seiner Defensive etwas mehr Sicherheit verleihen. "Jeder Fehlpass trägt zur Verunsicherung bei", urteilte VfB-Manager Horst Heldt bereits in der Halbzeit am "Sky"-Mikrofon. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß Özils von der Seitenlinie düpierte Hunt die VfB-Abwehr und schoss problemlos zum 2:0 ein. VfB-Schlussmann Lehmann verhinderte mit Paraden gegen Marin und Pizarro (56./57.) eine höhere Niederlage.

Bremen reicht der Schongang

Auch die Einwechslung vom Brasilianer Elson und Millionen-Einkauf Pawel Pogrebnjak nach einer Stunde verlieh dem VfB-Spiel kaum Impulse. Sami Khedira (76.) vergab die erste Mini-Chance der Gastgeber in der zweiten Halbzeit, Cacau (82.) scheiterte ebenfalls. Bremen schaltete einen Gang zurück und ließ bei den Kontern die letzten Konsequenz vermissen. Doch auch das reichte gegen schwache Schwaben.

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