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Formel-1-Kolumne: So wird Sebastian Vettel noch Weltmeister

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GP von Japan - Formel-1-Kolumne  

So wird Vettel noch Weltmeister

05.10.2009, 07:32 Uhr | sid

Von Elmar Brümmer

Ob Vettel am Ende auch noch über den WM-Titel jubeln kann? (Foto: imago)Ob Vettel am Ende auch noch über den WM-Titel jubeln kann? (Foto: imago) "Diese Weltmeisterschaft", sagt der Beinahe-Champion Jenson Button, "ist wie eine Achterbahn." Das passt zur Rennstrecke von Suzuka, auf der Sebastian Vettel im ersten Wagen saß und mit seinem dritten Saisonsieg dafür gesorgt hat, dass das Titelrennen der Formel 1 mindestens um einen weiteren Grand Prix verlängert wird, vielleicht sogar bis zum Saisonfinale am 1. November in Abu Dhabi.

Den ersten Matchball bravourös mit rasender Geschwindigkeit abgewehrt - die Briten müssen den deutschen Spielverderber mehr denn je fürchten. Eine Betrachtung des WM-Geschehens unter vier Gesichtspunkten.

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Rein Rechnerisch

Um neun Punkte hat Sebastian Vettel in Japan den Rückstand auf Button verkürzt, ein Ehrenpünktchen gelang seinem Widersacher. Das sieht aus wie ein großer Schritt, ist noch aber nur ein Schrittchen. Zwischen dem Spitzenreiter (85 Punkte) und dem Deutschen (69) liegt noch Rubens Barrichello (69). Die 16 Zähler Rückstand bei maximal 20 noch zu gewinnenden ist nicht viel besser als 25 bei 30 vor Suzuka. Dem Heppenheimer nutzt ein Gleichstand ohnehin nichts, da er maximal auf fünf Siege kommen kann, Button aber sechs auf dem Konto hat. Jenson Button kann bei Barrichellos Heimspiel in Sao Paulo in zwei Wochen auf jeden Fall Weltmeister werden, wenn er mindestens Dritter wird. Platz vier und fünf reichen ihm, wenn Barrichello nicht gewinnt. Vettel wird jetzt die eigenen Fehler und die seines Teams im Laufe der Saison verfluchen, die ihm 39 Punkte raubten.

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Rein technisch

Der Red-Bull-Rennwagen ist in Top-Form, während der Brawn-Mercedes sich äußerst launisch gibt. Diesmal mochte er die schnellen Kurven auf dem Hochgeschwindigkeitskurs nicht, die Vettel hingegen so gut lagen, dass er sich ärgerte, dass der 14. WM-Lauf schon nach 53 Runden zu Ende war: "Ich hätte ewig so weiterfahren können." Der Absturz der Brawnies hat mit den Reifen zu tun, die üblicherweise bei warmen Temperaturen besser greifen - nur diesmal nicht. Vettels Handicap sind die ungeliebten Renault-Motoren. Er hat nur noch zwei für die letzten beiden Rennen zur Verfügung, und beide haben jeweils schon zwei Grand Prixs auf dem Buckel. Wird der Einsatz eines neunten Motors nötig, würde ihn das zehn Startplätze kosten.

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Rein taktisch

Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen dienen Vettel als bestes Beispiel, "dass jetzt noch alles möglich ist." Vor zwei Jahren verzockte der Brite noch einen Vorsprung von 17 Punkten in den letzten beiden Rennen. Seinen Badminton-Kumpel Räikkönen braucht Vettel erst gar nicht fragen, wie er das Kunststück damals geschafft hat: "Kimi denkt nicht viel nach. Der gibt einfach nur Gas", sagt Vettel, "genau das muss ich jetzt auch tun." Auf die anderen, sagt er, braucht er gar nicht gucken: "Wir müssen unser eigenes Ding machen." Button hingegen fährt weiter auf Nummer sicher, er kann als einziger des Trios auf Zeit spielen: "Je dichter wir ans Ende kommen, desto lockerer wird es für mich und desto mehr haben die, die mich jagen den Druck. Ich fühle mich auch am nächsten Wochenende nicht unter Druck. Nein! Ich freu mich auf Brasilien!" Ob die Schlafwagen-Taktik aufgeht, darüber können die jeweiligen Teamkameraden entscheiden, je nachdem, wer wem Punkte wegnimmt. Während Ross Brawn seinen beiden Piloten freie Fahrt signalisiert hat, ist bei Red Bull klar, wie Mark Webbers Rolle definiert ist: Als Vettel-Adjudant.

Rein gefühlsmäßig

Sebastian Vettel ist auf den Punkt topfit, das ist eine Schumachersche Tugend, kombiniert mit dem eiskalten Vollstreckertums eines Kimi Räikkönen. Teamchef Christian Horner lobt den Start-Ziel-Husarenritt von Suzuka: "Das war reine Ekstase!" Der 22-Jährige gefällt sich in der Angreiferrolle, der erste Sieg seit einem Vierteljahr gibt ihm neues Selbstvertrauen. Zu verlieren hat er nichts, der dritte WM-Platz in seinem zweiten kompletten Formel-1-Jahr ist ihm beinahe schon sicher. An seinen Gesichtszügen auf dem Podium konnte man prima studieren, wie sehr er in dieser Top-Saison schon gereift ist, sozusagen im Renn-Tempo. Jenson Button (29) steht vor einer späten Krönung seiner Karriere. Er ist zum zähen Arbeiter geworden, und hat den Mehrwert als Teamleader erkannt. Mit Brawn streitet er schon vor dem Gewinn des Titels um eine Gehaltserhöhung für 2010 – Vettel hat sie sich schon längst gesichert. Auch das stärkt den Glauben an sich selbst.

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