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Russland: Deutsche Sportler als Importschlager

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Immer mehr deutsche Sportler in Russland

08.10.2009, 11:40 Uhr | t-online.de

Von Sebastian Schlichting

Malik Fathi sucht sein sportliches Glück jetzt in Moskau. (Foto: imago)Malik Fathi sucht sein sportliches Glück jetzt in Moskau. (Foto: imago) Der Weg ist längst keine Einbahnstraße mehr. Waren früher russische Sportler ein Exportschlager in Richtung Westen, zieht es nun immer mehr Profis nach Russland. Auch aus Deutschland. In vielen Sportarten. Denn in Russland wird mittlerweile nicht nur sehr gutes Geld gezahlt, sondern auch die Infrastruktur der Klubs ist vorzüglich.

Hinter den Vereinen stehen große Unternehmen, etwa Gazprom bei Zenit St. Petersburg oder Lukoil bei Spartak Moskau. Sie sollen bis zu 70 Millionen Euro jährlich investieren. Aber das sind nur zwei Beispiele. Im ganzen Land pumpen Firmen hohe Summen in den Sport.

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Fathi seit 2008 in Russland

Als erster deutscher Fußball-Profi ist Malik Fathi im März 2008 nach Russland gegangen, er unterschrieb einen Vierjahresvertrag bei Spartak. Vier Millionen Euro war der Verteidiger von Hertha BSC den Russen wert. Ein gutes Geschäft für Hertha, eine für die Moskauer im Vergleich zu anderen Zugängen allerdings nicht einmal besonders hohe Ablösesumme. Fathi, der 1,8 Millionen Euro pro Jahr verdienen soll, ist Teil eines internationalen Ensembles, in dem unter anderen Torwart Stipe Pletikosa (Kroatien), Mittelfeldspieler Alex (Brasilien) und der aus der Bundesliga bekannte Verteidiger Martin Stranzl (Österreich) dabei sind.

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"Moskau ist die gigantischste und teuerste Stadt"

Sein Intermezzo in Russland beendet hat Jürgen Röber. Der frühere Bundesliga-Trainer hatte ab August 2008 Saturn Ramenskoje gecoacht. Was er dort als Trainingszentrum vorfand, wirkte wie ein Fünfsternehotel: Sporthalle, 40-Meter-Schwimmbad, Reha-Zentrum, Internat, Luxusappartements, Zahnarzt-Praxis. Rückblickend bezeichnet Röber seine Zeit vor den Toren Moskaus als Abenteuer. "Moskau ist die gigantischste und teuerste Stadt, die ich je erlebt habe, nirgendwo ist der Verkehr schlimmer – bis zum Stadion brauchte ich anderthalb Stunden“, sagte der Trainer unlängst in einem Interview mit der Berliner "Fußball-Woche“.

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Röber nur zehn Monate in Ramenskoje

Woran er sich auch erstmal gewöhnen musste, war die Tatsache, dass die Leute bei Auswärtsspielen in Tschetschenien mit Kalaschnikows durch die Straßen liefen. Das Abenteuer Russland war für Röber nach zehn Monaten vorbei. Nach einem schlechten Saisonstart musste er im Mai 2009 gehen.

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Deutsche Sportler als Exportschlager

Aber nicht nur im Fußball war und ist ein Arbeitsplatz in Russland zu einer angesagten Adresse geworden. Der Volleyball-Nationalspieler Jochen Schöps etwa, der seit 2007 bei Iskra Odinzowo unter Vertrag steht, soll umgerechnet 400.000 Euro pro Jahr bekommen. Eine für deutsche Verhältnisse in Sachen Volleyball astronomische Summe. Deutlich weniger, aber für einen Wasserballer im Vergleich immer noch enorm viel, erhält Thomas Schertwitis bei Sintez Kasan. Am längsten im Land ist Skisprung-Trainer Wolfgang Steiert, der seit 2004 das russische Nationalteam betreut. 

Müller war der Pionier

Ein Gastspiel gaben auch andere deutsche Profisportler. Basketballer Ademola Okulaja ebenso wie Volleyballer Christian Pampel und Eishockeyspieler Jan Benda. Okulaja hat einmal festgestellt, dass bei Chimki Moskau "alles erste Sahne“ war: "Viel besser als alles, was ich vorher gewohnt war.“ Pionier war jedoch ein anderer: Basketballer Frank Müller wagte 1992 als erster Westeuropäer den Schritt. Für umgerechnet 100 Euro pro Monat spielte er bei Spartak St. Petersburg. Vom Luxus heutiger Tage war kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion noch nichts zu spüren. Müller erinnert sich an kaputte Fenster in der Trainingshalle und Temperaturen von bis zu minus 15 Grad bei den Übungseinheiten.

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