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Doping: Ermittlungen gegen das Team Astana

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Doping  

Ermittlungen gegen Team Astana

12.02.2010, 21:53 Uhr | dpa

Gegen das Astana-Team sind Ermittlungen eingeleitet worden. (Foto: dpa)Gegen das Astana-Team sind Ermittlungen eingeleitet worden. (Foto: dpa) Zweieinhalb Monate nach Alberto Contadors Triumph auf den Pariser Champs Élysées ist sein Super-Team Astana ins Visier der Fahnder gerückt. Nach dem Fund von verdächtigen Spritzen und Infusionsmitteln während der 96. Tour de France hat die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den kasachischen Radrennstall eingeleitet.

Dies habe die Gesundheitsbehörde OCLAESP, die sich um Delikte im Umwelt- und Gesundheitsbereich kümmert, bestätigt, berichtete die Online-Ausgabe der französischen Tageszeitung "L'Équipe".

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Beweismittel werden untersucht

Während der Tour 2009 seien im Juli mehrere "verdächtige Spritzen" und Infusionsmittel, die vom Astana-Team benutzt worden seien, in einem Container gefunden worden. Gegenwärtig würden die Beweismittel im Pariser Labor Toxlab untersucht, so die Zeitung. "Der Tour-Veranstalter ASO schrieb vor, dass die Mannschaften mit einer offiziellen Organisation in Frankreich zusammenarbeiten mussten, die den medizinischen Müll während der Tour abholte", erläuterte Milram-Teamchef Gerry van Gerwen. Die jüngste Kunde aus Paris könne er "gar nicht verstehen".

Kritik an Dopingtests

In diesem Jahr hatte es bei der Großen Schleife erstmals seit vielen Jahren keinen einzigen Doping-Fall gegeben. Die französische Anti-Doping-Agentur AFLD hatte aber das Testprogramm des Radsport-Weltverbands UCI wiederholt kritisiert - insbesondere im Zusammenhang mit dem Astana-Team.

Sonderbehandlung für Astana

So sei die Mannschaft um den Spanier Contador, US-Superstar Lance Armstrong und Andreas Klöden von den Doping-Kontrolleuren der UCI bevorzugt behandelt worden. Die Astana-Fahrer hätten unter anderem mit 45-minütiger Verspätung zu den Dopingtests erscheinen dürfen. Eine derartige Sonderbehandlung schließe nicht "jegliche Manipulation" aus, konstatierte die AFLD in ihrem Bericht. Wie die UCI wies auch Astana diesen Vorwurf zurück und betonte, kein anderes Team sei so häufig kontrolliert worden.

Astana lehnt Fahrerwechsel zu RadioShack ab

Unterdessen lehnte das kasachische Team einen vorzeitigen Wechsel des 34 Jahre alten Wahl-Schweizers Klöden zur neuen US-Mannschaft RadioShack um Armstrong ab. Klöden müsse seinen Vertrag bis 2010 erfüllen, erklärte der Vizepräsident des kasachischen Verbandes, Nikolay Proskurin, der "L'Équipe". Auch Tour-Sieger Contador, Haimar Zubeldia und Gregory Rast müssen bei Astana bleiben. Astanas Ex-Manager Johan Bruyneel und Armstrong wollen die Fahrer mit zu RadioShack nehmen.

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