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Claudia Pechstein kritisiert Friesinger und den Weltverband

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Doping - Eisschnelllauf  

Pechstein kritisiert Friesinger und den Weltverband

12.02.2010, 21:53 Uhr | sid, dpa

Claudia Pechstein kritisiert Anni Friesinger und den Verband. (Foto: ddp) Eischnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat ihre alte Rivalin Anni Friesinger für deren Haltung im Verlauf des Dopingfalles erneut kritisiert: "Friesinger sagt, sie hätte mehr Fragen als Antworten zum Fall Pechstein. Das mag ja sein. Doch sie hätte mich ja nur fragen müssen, dann hätte sie Antworten bekommen. Doch stattdessen hat sie mich gemieden wie der Teufel das Weihwasser."

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Vor der am Donnerstag beginnenden Berufungsverhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS sagte Pechstein weiter: "Jedem, der sich so verhält, kann ich nur sagen, denke mal drüber nach, wie es wäre, wenn es dich getroffen hätte. Unschuldig in die Mühlen des Anti-Dopingkampfes zu geraten, wünsche ich keinem." Friesinger hatte sich schon zuvor gegen Attacken Pechsteins zur Wehr gesetzt: "Ich habe sie nie persönlich angegriffen. Wir haben seit dem 1. Januar einen neuen WADA-Code, der meiner Meinung nach konsequent und hart angewendet werden sollte, egal, um welchen Sportler es geht. Natürlich steht es auch jedem Sportler frei, seinen Fall vom CAS überprüfen zu lassen."

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Offenlegung aller Dokumente gefordert

Pechstein erhob unterdessen auch neue Vorwürfe gegen den Eislauf-Weltverband ISU. Keine der vier bei der Verhandlung relevanten Blutproben sollen von der ISU korrekt protokolliert worden sein. Angeblich vorgeschriebene Kalibrierungsprotokolle der Messvorrichtung fehlten völlig, mit Ausnahme der Messung während der WM im Februar in Hamar, bei der aber ausgerechnet der Retikulozytenwert nicht mitgemessen wurde. Protokolle über Kontrollprobenmessungen legte die ISU angeblich gar nicht vor, vom Weltcup 2008 in Hamar soll sogar das Messprotokoll von Pechsteins Probe fehlen. "Das Mindeste, das ich als Beschuldigte vom Weltverband erwarten darf, ist die Offenlegung aller Dokumente, die mich angeblich belasten. Und wenn das nicht gewährleistet ist, wird der CAS das zu werten haben", ließ Pechstein über ihren Manager Ralf Grengel ausrichten.

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Gibt es eine Vorverurteilung?

Zudem wehrt sich die 37-Jährige heftig gegen eine mögliche Vorverurteilung: "Plötzlich beschäftigen sich Journalisten, Funktionäre und selbsternannte Experten mit dem so genannten Fall Pechstein, die wahrscheinlich nicht mal wissen, ob man beim Eisschnelllaufen links oder rechts herum läuft. Einigen scheint der geistige Horizont zu fehlen, um sich vorstellen zu können, dass hier wirklich mal ein unter Dopingverdacht stehender Sportler die Wahrheit sagt."

Blutprobe vor Verhandlung

Vor der CAS-Verhandlung haben Doping-Fahnder noch einmal eine Blut-Kontrolle bei Pechstein vorgenommen. "Scheinbar hält es die ISU selbst für möglich, dass Claudia schon bald wieder starten darf. Warum sollte der Verband sonst einen Test veranlassen?", sagte ihr Manager Ralf Grengel.

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