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Pferdesport: Paul Schockemöhle fordert Personalabbau beim Verband

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Pferdesport  

Schockemöhle poltert gegen deutschen Verband

15.12.2010, 16:17 Uhr | dpa

Paul Schockemöhle fordert Personalabbau beim deutschen Pferdeverband. (Foto: imago)Paul Schockemöhle fordert Personalabbau beim deutschen Pferdeverband. (Foto: imago) Besonders zimperlich war Paul Schockemöhle noch nie, doch jetzt hat er eine besonders provokante Forderung aufgestellt: Der ehemalige Weltklassereiter hat vom Verband Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) den Abbau von Personal verlangt, um mit dem eingesparten Geld Beteiligungen an Toppferden zu kaufen.

Schockemöhle attackierte die FN wegen ihres "schlechten Managements" im Spitzensport und kritisierte die zu hohe Zahl an Beschäftigten: "Da wurden in den letzten Jahren Leute eingestellt, ich weiß nicht wofür." Der deutsche Pferdesport habe zuletzt seine Spitzenstellung nicht eingebüßt, weil es an talentierten Reitern mangele, sondern weil so viele Klasse-Pferde ins Ausland verkauft worden seien, sagte der Unternehmer aus Mühlen.

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Stellenabbau ist nicht "ungewöhnlich"

Stellenabbau ist nach Schockemöhles Ansicht "nicht ungewöhnlich, das müssen andere Unternehmen auch." Durch die Reduzierung der Angestelltenzahl gebe "es dann Mittel, um Pferde im Land zu halten." Die These des dreimaligen Europameisters ist auch deshalb brisant, weil er selber als Pferdehändler tätig ist und seinen Umsatz in diesem Bereich zu 95 Prozent im Ausland macht.

Generalsekretär kontert

"Interessanter Ansatz", entgegnete FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach mit süffisantem Ton und konterte: "Selbst eine Massenentlassung bei der FN würde nicht für ein halbes Olympiapferd bei Herrn Schockemöhle reichen. Im übrigen sind die FN und ihre Mitarbeiter nicht dazu da, die Einkommen und Gewinne von Pferdehändlern zu fördern."

Verband hat 160 Mitarbeiter

In der Verbandszentrale in Warendorf sind bei der FN, dem Deutschen Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) und dem FN-Verlag derzeit 160 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt. Der Jahresumsatz beträgt rund 19 Millionen Euro.


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