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FC Bayern München: Louis van Gaal lässt auf große Taten warten

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Trainer van Gaal lässt großen Worten keine Taten folgen

23.10.2009, 11:26 Uhr | t-online.de

Van Gaal muss allmählich um seinen Job bangen. (Fotos: imgao/ Montage: t-online.de)Van Gaal muss allmählich um seinen Job bangen. (Fotos: imgao/ Montage: t-online.de) Co-Trainer Max Reckers pöbelt gegen einen Journalisten, Fans prügeln sich untereinander und der selbsternannte Trainer-Gott Louis van Gaal gesteht Planlosigkeit ein. Die blamable 1:2-Pleite in der Champions League bei Girondins Bordeaux sorgt beim FC Bayern auf allen Ebenen für Frust und Entsetzen. Spätestens jetzt ist klar: Die Krise beim deutschen Rekordmeister hat ein neues Level erreicht. Der Mythos FC Bayern löst sich immer mehr in Luft auf. Die Akzeptanz van Gaals im Umfeld und bei den Spielern sowieso.

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Prügel unter Freunden

„Behalt deinen Scheiß besser für dich. Fuck you“, schleuderte Bayerns-Video-Analyst Reckers wutentbrannt einem ARD-Radioreporter entgegen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Der Radiomann zog auf der Pressetribüne ein kritisches Schlussfazit, da platzte dem vor ihm sitzenden Reckers der Kragen. Ins Bild der schwarzen Nacht von Bordeaux passte es, dass sich die mitgereisten Bayern-Fans im Gäste-Fan-Block gegenseitig an die Gurgel gingen. Der Fan-Klub Schickeria hängte ein St.Pauli-Transparent auf, das wiederum passte den Mitgliedern des Klub 12 nicht. Die Nerven liegen überall blank.

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Klinsmann besser als van Gaal

Kein Wunder. Schließlich hinkt der FC Bayern seit 524 Tagen seinen eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Solange war man nicht mehr Tabellenführer in der Bundesliga. Momentan rangiert man auf Platz sechs. In der Königsklasse droht das Aus in der Vorrunde. Sogar die Bilanz von Jürgen Klinsmann war zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison besser als der aktuelle Leistungsnachweis van Gaals. Klinsi hatte nach drei CL-Partien die Qualifikation für das Achtelfinale so gut wie in der Tasche. Die Rolle rückwärts der Klub-Bosse vom modernen Klinsmann zu van Gaal, der seinen größten Erfolg (Champions League-Titel mit Ajax Amsterdam) noch im vergangenen Jahrtausend feierte und sich von seinen Töchtern siezen lässt, legt die Vermutung nahe, dass auch die Führungsebene nicht genau weiß, welche Philosophie der FC Bayern eigentlich verfolgen soll.

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Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander

Längst passt das arrogante und über-selbstbewusste Auftreten Van Gaals („Ich bin wie Gott“) nicht mehr in die Stimmungslandschaft an der Säbener Straße. Der Coach, der keinen Star neben sich duldet und lediglich Alex Ferguson und Fabio Capello als annährend ebenbürtige Trainer ansieht, muss sich die Frage gefallen lassen, wie eine so gruselige Bilanz zustande kommen kann.

Im Team rumort es

Laut „Bild“-Informationen wird das Murren über seine Methoden in der Mannschaft immer lauter. Einige Spieler sollen sich bereits über zu harte Trainingseinheiten kurz vor Spielen bei Kapitän Mark van Bommel beschwert haben. Schweinsteiger hat sich dabei vor dem Bordeaux-Spiel verletzt und konnte nur mit schmerzlindernden Mitteln auflaufen. 

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Sämtliche Stars vergrault

Das Verhältnis zwischen Trainer und Spielern scheint immer weiter zu bröckeln. Fingerspitzengefühl im Umgang mit Stars hat van Gaal nachweislich keines. Wie wenig er von 30-Millionen-Stürmer Mario Gomez und 11-Millionen Mann Anatoliy Tymoshchuk hält, gab er kürzlich preis: „Mit den Einkäufen von Gomez und Tymoshchuk habe ich nichts zu tun“. Auch die Aussage von Luca Toni in der „Gazzetta dello Sport“ spricht Bände: „Ich habe vier wirklich schwierige Monate hinter mir. Es war offenkundig, dass mich der Trainer nicht mochte.“ Der italienische Weltmeister spricht offen von Abschied. „Ich kann nicht sagen, dass ich im Winter in München bleibe. Das hängt von der Situation ab.“

Transfer-Flops getätigt

Während van Gaal die Stars, die von der Klubführung geholt wurden, nach und nach vergrault, haben sich seine Wunschspieler Edson Braafheid und Danijel Pranjic schnell als Flop herausgestellt. Ausgerechnet in dieser Phase fehlt auch noch Franck Ribéry. Wegen anhaltender Knie-Probleme droht der Superstar bis zur Rückrunde auszufallen. „Manchmal entstehen solche Verletzungen auch, weil man nicht total entspannt und zufrieden mit der eigenen Situation ist“, kritisierte Bixente Lizarazu kürzlich im Interview bei FUSSBALL.DE van Gaal, dem ein gestörtes Verhältnis zu Ribéry nachgesagt wird.

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Beckenbauer: "van Gaal wirkt ratlos"

Neben starken zwischenmenschlichen Problemen konnte van Gaal mit seinen taktischen Maßnahmen bisher keinesfalls überzeugen. In 14 Pflichtspielen brachte er niemals die gleiche Mannschaft. Mal lässt er im 4-4-2-System spielen, dann wieder 4-3-3. Mal spielt er mit van Bommel und Tymoshchuk im defensiven Mittelfeld, dann wieder nur mit einem Sechser. Plötzlich taucht Philipp Lahm doch auf der linken Abwehrseite auf, dafür spielt Hamit Altintop im wichtigen Match gegen Bordeaux ohne Praxis rechts. „Wenn ich doch nur wüsste“, seufzte van Gaal im TV-Interview und rang nach Erklärungen. Nicht nur für Präsident Franz Beckenbauer wirkte van Gaal in diesem Moment „ein kleines bisschen ratlos“.

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Druck von den Bossen

„Wir haben ein Spiel verloren, aber nicht den Krieg“, gibt sich van Gaal zwar kämpferisch. Doch gegen Frankfurt am Samstag zu Hause in der Bundesliga und am Mittwoch bei den Hessen im DFB-Pokal steht jede Menge auf dem Spiel. „Da ist eine Reaktion der Mannschaft gefragt. Und zwar nicht nur auf die zwei Spiele bezogen“, sagte Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge. Und Sportdirektor Christian Nerlinger wurde bereits vor dem Bordeaux-Spiel deutlich: „Wir brauchen kurzfristigen Erfolg. Wir müssen jetzt punkten.“ Doch davon scheinen die Bayern so weit entfernt, wie schon lange nicht mehr. Der Respekt der Gegner jedenfalls ist längst flöten gegangen. „Man kann solche Mannschaften nur beeindrucken, indem man zeigt, dass man auch gut Fußball spielen kann", sagte Eintracht-Coach Michael Skibbe und will unbedingt aus München „etwas mitnehmen“.

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