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Radsport: Doping-Nachkontrollen beim Giro d'Italia

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CERA-Doping beim Giro 2008 entdeckt

12.02.2010, 23:03 Uhr | dpa

Doping soll bei den Olympischen Spielen 2012 in London keine Chance haben. (Foto: imago)Doping soll bei den Olympischen Spielen 2012 in London keine Chance haben. (Foto: imago) Die Ergebnislisten des Giro d'Italia der vergangenen beiden Austragungen müssen vielleicht neu geschrieben werden. Eineinhalb Jahre nach der Italien-Rundfahrt 2008 hat die Staatsanwaltschaft Padua bei sechs bis sieben Radprofis Hinweise auf Blutdoping mit CERA gefunden, berichtete die "Gazzetta dello Sport". Namen wurden nicht genannt.

Nach der Doping-Entlarvung des einschlägig bekannten italienischen Radprofis Danilo di Luca dürfte sich auch das diesjährige Endergebnis - di Luca war im Juni Zweiter hinter dem Russen Denis Mentschow geworden - ändern.

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82 nachträgliche Kontrollen

Die nachträglich von Staatsanwalt Benedetto Roberti angeordneten Analysen von 82 Proben des Giro 2008 hätten im Antidopinglabor "Acqua Acetosa" bei einigen Profis auffällige Befunde ergeben, hieß es. Gleichzeitig wehrte sich der Weltverband UCI gegen Vorwürfe der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD, bei der vergangenen Tour de France Anti-Doping-Regeln eklatant verletzt zu haben.

Abgleich soll rasch Ergebnisse liefern

Die Staatsanwaltschaft Padua will in Zusammenarbeit mit der UCI die verdächtigen Proben mit den im Anti-Doping-Labor Lausanne befindlichen Daten der betroffenen Fahrer abgleichen. Dies solle in den nächsten Wochen erfolgen. Mit Ergebnissen sei dann innerhalb weniger Monate zu rechnen, hieß es bei der Staatsanwaltschaft in Padua. Im August war der Giro-Zweite di Luca des CERA-Dopings überführt worden. Eine Sperre, die sein Karriereende bedeuten könnte, steht noch aus.

Sellas Geständnis bringt neue Lawine ins Rollen

Die Staatsanwälte in Padua hatten die eingelagerten Dopingproben des Giro 2008 noch einmal öffnen lassen, nachdem der italienische Radprofi Emanuele Sella Blutdoping mit dem Präparat CERA gestanden hatte. Doping mit dem EPO-Nachfolge-Produkt CERA wurde erstmals bei der Tour de France 2008 nachgewiesen. Bei der zwei Monate zuvor ausgetragenen Italien-Rundfahrt standen den Veranstaltern noch keine Kontrollverfahren für die Aufdeckung zur Verfügung. Der Spanier Alberto Contador, in diesem Jahr Gewinner der Tour de France, hatte den Giro 2008 vor den Italienern Riccardo Riccò und Marzio Bruseghin gewonnen. Riccò war danach bei der Tour 2008 positiv auf CERA getestet und gesperrt worden.

Armstrongs Astana-Mannschaft besonders im Fokus

Von Bevorzugungen der Profis der Astana-Mannschaft um Lance Armstrong und Toursieger Alberto Contador kann laut UCI bei der Erwiderung der AFLD-Vorwürfe keine Rede sein. Beim Astana-Team, in dem auch Andreas Klöden fuhr, seien 81 Kontrollen vorgenommen worden. Das hätte zehn Prozent aller Tour-Tests entsprochen, stellte der Dachverband in einem 12 Seiten-Schreiben fest. Der umstrittene siebenmalige Toursieger Armstrong sei bei seinem Comeback "mehr als andere" kontrolliert worden.

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Immer noch Diiskussion um die Tour-Kontrolle bei Astana

Die AFLD hatte beispielsweise bemängelt, dass die Astana-Profis zum Tour-Auftakt in Monte Carlo eine Stunde Zeit gehabt hätten, um sich auf eine bevorstehende Blut-Kontrolle vorzubereiten. Die Betreuer der Mannschaft hätten mit den Ärzten erstmal in Ruhe einen Kaffee an der Hotelbar getrunken. Nach UCI-Rechnung seien zwischen Ankunft der Tester - auch ein AFLF-Arzt sei dabei gewesen - und Kontroll-Beginn 35 Minuten vergangen. Vehement zurückgewiesen wurden auch Vorwürfe, Fahrer seien von bevorstehenden Tests informiert worden. "Der Standard der Kontrollen bei der Tour ist der effektivste außerhalb Olympischer Spiele und Paralympics", hieß es in dem UCI-Schreiben.

Aktuell

AFLD verfasst Statement

Eine Erwiderung der AFLD darauf sei in Arbeit, hieß es von der französischen Anti-Doping-Agentur. Eine Antwort zu den UCI-Auslassungen werde an den Weltverband, das französische Sport-Ministerium und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gehen.

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