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FC Bayern München: Lahm und Toni bekommen Hoeneß' Zorn zu spüren

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Dicke Luft im Büro von Uli Hoeneß

08.11.2009, 12:12 Uhr | t-online.de

Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß. (Foto: imago)Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß. (Foto: imago) Uli Hoeneß wird in der kommenden Woche in seinem Büro zwischendrin alle Fenster aufreißen müssen, um die ganze dicke Luft herauszulassen, die sich an der Säbener Straße angestaut hat. Der Noch-Manager und designierte Präsident des FC Bayern München hat zwei unerwartete Termine in seinem Kalender - und einen extrem dicken Hals: Philipp Lahm gab vor dem Spitzenspiel gegen Schalke ein unautorisiertes Interview brisantesten Inhalts. Er werde das noch bedauern, kündigte Hoeneß an.

Und wenn der 57-Jährige Lahm den Kopf zurechtgerückt haben wird, muss sich Luca Toni erklären. Erklären, was den italienischen Weltmeister-Stürmer dazu bewog, nach seiner Auswechslung zur Halbzeit zu duschen und per Auto nach Hause zu verschwinden.

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Verständnis für Toni von "Vorbild" Kuranyi

Hoeneß fehlt für Tonis Abgang jegliches Verständnis: "Das ist nicht in Ordnung. Wir haben das registriert und werden das besprechen." Verständnis findet Toni ausgerechnet bei seinem Beispielgeber von der Gegenseite: bei Schalkes Kevin Kuranyi. "Es ist immer schwer, wenn man als Spieler in der Halbzeit ausgewechselt wird. Es gibt immer Situationen im Leben, die man nicht ändern kann", kommentierte der frühere Nationalspieler. Dass er früherer Nationalspieler ist, verdankt Kuranyi seiner legendären Kurzschlusshandlung von Dortmund. Der nicht berücksichtigte Angreifer war am 11. Oktober 2008 in der Halbzeitpause des WM-Qualifikationsspiels Deutschland gegen Russland (2:1) ebenfalls vorzeitig und frustriert aus der Arena geflohen.

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van Gaal: "Das ist für keinen gut"

Bundestrainer Joachim Löw verzichtet seitdem und auch künftig auf die Dienste Kuranyis. Tonis Trainer Louis van Gaal verurteilte dessen Verhalten: "Das ist nicht gut für die Mannschaft - aber auch nicht für Luca Toni", sagte der Niederländer bei LIGA total!.

Unmöglicher Zeitpunkt der Veröffentlichung

Und für Philipp Lahm war es nicht gut, dass sein vom Verein nicht durchgesehenes und freigegebenes Interview ausgerechnet am Tag der brisanten Begegnung mit Schalke und Ex-Trainer Felix Magath erschien. "Der Zeitpunkt war unmöglich", kommentierte Bayerns Trainer-Legende Udo Lattek im Rahmen des "Doppelpass" des DSF.

Kritik an Konzeptlosigkeit

Aber nicht nur der Zeitpunkt, vor allem auch Inhalt und Hintergrund der Lahm'schen Äußerungen brachten Hoeneß auf die Palme. Lahm hatte in der "Süddeutsche Zeitung" kritisiert, dass kein System oder Konzept hinter der Einkaufspolitik der Münchner stehe. "Man darf Spieler nicht einfach kaufen, weil sie gut sind", sagte Lahm. "Vereine wie Manchester oder Barcelona geben ein System vor - und dann kauft man Personal für dieses System. Man holt gezielt Spieler - und dann steht die Mannschaft." Hoeneß meinte dazu: "Ich habe schon gesagt, dass wir das in Ruhe mit ihm besprechen werden - nächste Woche in meinem Büro. Sie können versichert sein, dass er dieses Interview noch bedauern wird. Er hätte es besser nicht gegeben."

Hoeneß versus Grill

Hoeneß machte für das Interview Lahms Berater Roman Grill verantwortlich. Der einstige Amateurspieler des FC Bayern habe seinen Schützling instrumentalisiert. "Grill hätte gern einen Job bei uns, nachdem sie ihn in Hamburg nicht genommen haben“, sagte Hoeneß. Beim HSV war Grill, früherer Jugendtrainer und Mitarbeiter der Pressestelle des FC Bayern, als Sportdirektor im Gespräch. Den Job, der immer noch frei ist, bekam er allerdings nicht. "Der meint ja sowieso, er hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen", fauchte Hoeneß in der ARD Richtung Grill. Das Interview Lahms werde "beiden nicht so gut bekommen." Grill wehrte sich jedoch im DSF-Interview, Lahm habe nur gesagt, was ihn schon länger gestört habe.

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Beckenbauer: Erfolge geben uns recht

Bayerns Noch-Präsident Franz Beckenbauer forderte von Lahm, "sich selbst an die Nase zu fassen". Bei Sky sagte der Kaiser schon nach 45 Minuten gegen Schalke: "Er kommt auch nicht an seine beste Leistung heran." Ohne das Interview gelesen zu haben, wehrte sich der Bayern-Präsident gegen den Vorwurf einer verfehlten Einkaufspolitik: "Ich glaube, die Einkaufspolitik der letzten 40 Jahre war gut und fruchtbar. Umsonst sind wir nicht so oft Deutscher Meister geworden."

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