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FC Bayern München: Aufstand beim Rekordmeister

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FC Bayern München  

Rebellion beim FC Bayern München

09.11.2009, 08:22 Uhr | t-online.de

Philipp Lahm (li.) und Luca Toni mussten eine empfindliche Geldstrafe an den FC Bayern zahlen. (Foto: imago)Philipp Lahm (li.) und Luca Toni mussten eine empfindliche Geldstrafe an den FC Bayern zahlen. (Foto: imago) Wieder kein Sieg, wieder Ärger - der FC Bayern München rutscht tiefer in die Krise und stößt dabei auf innere Widerstände.

Zwar hat der Rekordmeister mit Vorstands-Kritiker Philipp Lahm und Stadion-Flüchtling Luca Toni kurzen Prozess gemacht - beide wurden zu Geldstrafen verdonnert - die Kritik aber bleibt lebendig. Ein Blick auf die Beweggründe der Rebellion erklärt das Verhalten.

Haben Sie Verständnis für Lahm und Toni? Nutzen Sie das Kommentartool am Ende des Artikels und sagen Sie uns Ihre Meinung!

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Lahm sieht Versprechen gebrochen

Als Lahm 2008 bei Bayern verlängerte lagen ihm Angebote von internationalen Spitzenvereinen wie Manchester United und dem FC Barcelona vor. Der Verteidiger blieb nur in München, weil ihm Hoeneß & Co. versicherten, die Mannschaft so zu verstärken, dass der Gewinn der Champions League bald realistisch würde.

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Beckenbauer unterstützt Lahm

Die aktuelle Situation entspricht dem krassen Gegenteil: In der Königsklasse droht das Aus, in der Liga hinken die Bayern den Zielen weit hinterher, die Neuverpflichtungen enttäuschen. Das sieht auch Bayern-Präsident Franz Beckenbauer so: "Braafheid und Pranjic konnten noch nicht überzeugen. Ein Gomez hat noch nicht seine Leistung gebracht. Ein Timoschtschuk hat bei weitem noch nicht seine Leistung gebracht“, kritisierte er bei Sky und pflichtete Lahm bei. Mit der deutlichen Kritik wollte Lahm die Mannschaft wachrütteln und eine Diskussion um die Schwachpunkte anregen.

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t-online.de-User schlagen sich auf Lahms Seite

Auch die User von t-online.de schlagen sich mehrheitlich auf die Seite von Lahm. So meint User "Ralph2“: "Lahm hat völlig Recht. Die Personalpolitik des Vorstandes führte zu diesem Dilemma. Das Uli Hoeneß das nicht hören will, ist doch klar.“ Für "Bayern-Fan“ ist die hohe Bestrafung des Außenverteidigers ein Bauernopfer, um von den eigentlichen Problemen des Klubs abzulenken: "Warum Lahm solch eine hohe Strafe zahlen muss ist doch logisch. Die Bayernführung weiß, dass er Recht hat und die Wahrheit tut bekanntlich weh. Aber eigene Fehler eingestehen konnten sich Rummenigge und Co. schon beim Projekt mit Jürgen Klinsmann nicht." Auch für den User "A.M.“ liegen die Fehler beim Management des Rekordmeisters: "Lahm hat nur die Wahrheit gesagt. Die Bayern kaufen seit Jahren wahllos gute Spieler auf, nur um sie in ihrer Mannschaft zu haben und sie dann auf die Bank zu setzen. Beispiele: Schlaudraff, Podolski, Gomez oder Klose. Ihr neuestes Opfer soll nun Manuel Neuer von Schalke werden. Hoffentlich merken die Spieler bald mal, dass die Bayern nicht die Übermannschaft sind.“

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Ballack zeigt Verständnis

Michael Ballack hat ebenfalls Verständnis für Lahms Vorstoß, zugleich aber auf die damit verbundenen Gefahren hingewiesen. "Im Endeffekt ist alles, was an die Öffentlichkeit geht, immer gefährlich", sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Sky. "Er wollte sicherlich wachrütteln, wollte positive Impulse setzen, hat Dinge angesprochen", sagte Ballack, der aus eigener Erfahrung spricht. Vor einem Jahr hatte ein kritisches Zeitungsinterview von Ballack über den Führungsstil von Bundestrainer Joachim Löw eine längere Krise in der Nationalelf ausgelöst.

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Vom Helden zum Bankdrücker

Was für Luca Toni in der ersten Saison in München als Traum begann hat sich gegenwärtig ins Negative umgekehrt. Vom gefeierten Torgaranten unter Hitzfeld entwickelte sich der Italiener zum Bankdrücker unter van Gaal. Vor allem der Mangel an Vertrauen dürfte Toni wurmen. Der Rekordmeister verpflichtete in Mario Gomez und Ivica Olic zwei neue Konkurrenten und sogar Youngster Thomas Müller steht in der Gunst der Trainers höher. Ein schwierige Situation, die auch Beckenbauer erkennt: „Die Position des Mittelstürmers ist vierfach besetzt. Da hat man vielleicht ein bisschen übertrieben." Mit der vorzeitigen Auswechslung gegen Schalke sah sich Toni in seiner Kritik bestätigt.

Der Übeltäter in der Pflicht

Beckenbauer nahm allerdings auch Lahm in die Pflicht. "Er muss sich auch an die eigene Nase fassen, denn er kommt auch nicht an seine gewohnte Leistung heran", sagte der "Kaiser". Auch Hoeneß fand deutliche Worte: "Ich habe auch nie in der Öffentlichkeit darüber gesprochen, dass er ein viel besserer linker Verteidiger ist. Die Meinung, dass er ein guter rechter Verteidiger ist, hat er ziemlich exklusiv." Den umstrittenen Coach Louis van Gaal nahm Lahm aber ausdrücklich in Schutz. "Ich glaube schon, dass wir jetzt einen Trainer haben, der den Bau einer Mannschaft hinbekommen kann", so Lahm: "Es braucht noch Zeit, aber ich bin der festen Überzeugung, dass er ein guter Trainer ist. Er ist sicher auch manchmal schwierig im Umgang für viele Spieler. Aber er ist bestimmt kein Unmensch, er verlangt keine Undinge von uns."

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