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Robert Enke: Abschiedsbrief nach Selbstmord

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Bundesliga

Nationaltorwart Robert Enke hinterlässt Abschiedsbrief

11.11.2009, 16:00 Uhr | dpa

 

Trauer um Nationaltorwart Robert Enke (Fotos: dpa, ap)Trauer um Nationaltorwart Robert Enke (Fotos: dpa, ap)Fußball-Deutschland steht unter Schock: Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Enke wurde nur 32 Jahre alt. "Das ist ganz furchtbar", sagte der Präsident des Bundesligisten Hannover 96 Martin Kind. Enke hat sich das Leben genommen. Der Keeper war seit 2003 in psychologischer Behandlung und litt unter Depressionen.


Robert Enke hinterlässt einen Abschiedsbrief

Enke hat in seinem Auto einen Abschiedsbrief hinterlassen. Sein behandelnder Arzt Valentin Markser erklärte in der Pressekonferenz am Mittwoch, in dem Brief habe sich Enke bei seiner Familie und seinem Arzt entschuldigt. "In seinem Abschiedsbrief entschuldigte sich Robert über die bewusste Täuschung des Behandlers und seiner Angehörigen", sagte Walser in Hannover. Der Torwart hatte wohl sein Umfeld in dem Glauben gelassen, es gehe ihm wieder besser. Der Sprecher der Hannoveraner Polizei, Stefan Wittke, hatte am Dienstag Abend bei einer Pressekonferenz berichtet, dass Enke seinen Wagen etwa zehn Meter von den Gleisen entfernt abgestellt hatte.

Notbremsung kommt zu spät

Er habe sein Portemonnaie auf dem Beifahrersitz des nicht verschlossenen Wagens liegenlassen. Anschließend muss Enke mehrere 100 Meter an den Gleisen entlang gegangen sein, bevor er von dem aus Bremen in Richtung Hannover fahrenden Regionalzug RE 4427 erfasst wurde. In einer ersten Befragung gab der Zugführer zu Protokoll, dass er eine Person auf den Gleisen habe stehen sehen. Er und ein weiterer im Führerhaus anwesender Lokführer hätten sofort eine Notbremsung eingeleitet, berichtete Wittke.

Schmadtke: "Stehen alle unter Schock"

"Wir stehen alle unter Schock und sind noch nicht in der Lage, die Dinge zu kommentieren", sagte der Sportdirektor von Hannover 96, Jörg Schmadtke. "Das ist alles irreal. Es scheint ihm wirklich schlecht gegangen zu sein." Hannover 96 hat sein für diesen Mittwoch geplantes Testspiel sofort abgesagt. Der Klub änderte auch die Homepage des Vereins. Auf einer schwarzen Seite erinnerte die Inschrift "Wir trauern um Robert Enke" an den Profi.

Vor drei Jahren die Tochter verloren

"Er war labil", berichtete Kind. Das sei in der Öffentlichkeit wohl nicht aufgefallen. "Er hat das überlagert", erklärte der 96-Clubchef. Der verheiratete Fußballprofi und seine Frau hatten vor drei Jahren ihre Tochter Lara im Alter von zwei Jahren verloren, die an einem angeborenen Herzfehler litt und im Krankenhaus starb.

Acht Mal im Nationaltrikot

Enke hatte wegen einer Bakterien-Infektion des Darmes vier Länderspiele verpasst. Er war auch nicht für die beiden Länderspiele gegen Chile und die Elfenbeinküste am 14. und 18. November eingeladen worden. Dennoch gehörte Enke gemeinsam mit Rene Adler, Tim Wiese und Manuel Neuer zu den vier Torhütern, die bis zur WM 2010 um die Position der Nummer eins im deutschen Tor streiten sollten.

Schon 1999 im Kader der DFB-Elf

Enke bestritt insgesamt acht Länderspiele. Nach der EM 2008 und dem Rücktritt von Jens Lehmann war Enke bald Stammtorhüter der DFB-Auswahl geworden. Sein erstes Länderspiel bestritt er vor zwei Jahren beim 0:1 gegen Dänemark. Bereits beim Confed Cup 1999 hatte er zum DFB-Kader gehört, blieb aber ohne Einsatz.

Nationalelf unter Schock

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erfuhr erst unmittelbar nach der Rückkehr vom ersten Training in Bonn von der Katastrophe. Wenig später gab der Verband eine Mitteilung heraus. "Mit tiefer Fassungslosigkeit hat die deutsche Nationalmannschaft die Nachricht vom Tod von Robert Enke zur Kenntnis genommen. Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff informierten die Spieler und Betreuer", hieß es auf der Internetseite des DFB. Oliver Bierhoff sagte: "Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte."

"Deutschland verliert einen Ausnahmesportler"

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) zeigte sich tief betroffen vom Tod Robert Enkes. "Deutschland verliert einen Ausnahmesportler und einen sensiblen Menschen, der für viele ein Vorbild war. Wir trauern um ihn und unser Mitgefühl ist bei seiner Frau, seiner Familie, seinen Angehörigen und vielen Freunden", sagte Wulff.

Schweigeminute beim FC Barcelona

Der Tod des deutschen Nationaltorhüters hat auch in Spanien Bestürzung ausgelöst. Enkes ehemaliger Verein FC Barcelona gedachte des Verstorbenen vor dem Pokalspiel gegen den Drittligisten Cultural Leonesa im Stadion Nou Camp mit einer Schweigeminute. Im Hintergrund wurde klassische Musik eingespielt, die Spieler senkten die Köpfe. Enke stand von 2002 bis 2004 bei den Katalanen unter Vertrag.

 
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