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FC Bayern München: Uli Hoeneß poltert gegen Philipp Lahm

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FC Bayern München  

Uli Hoeneß poltert gegen Philipp Lahm

12.11.2009, 14:59 Uhr | sid

Bayern-Manager Uli Hoeneß ärgert sich über die Kritik an seiner Person. (Foto: imago)Bayern-Manager Uli Hoeneß ärgert sich über die Kritik an seiner Person. (Foto: imago) Uli Hoeneß hat nach den Vorwürfen von Abwehrspieler Philipp Lahm bezüglich der Einkaufspolitik des Rekordmeisters zum Gegenschlag ausgeholt. "Lahm hat in fast allen Punkten unrecht", sagte der Manager des FC Bayern München der "Zeit". Bei seiner ersten öffentlichen Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Vorwürfen von Lahm wies Hoeneß unter anderem dessen Wunsch nach einer einheitlichen Philosophie zurück.

"Lächerlich!" sei dies, polterte der 57 Jahre alte Vorstand und erklärte: "Franz Beckenbauer hat die einzig richtige Antwort gegeben: Das System ist überhaupt nicht entscheidend, denn eine gute Fußballmannschaft muss verschiedene Systeme spielen können.

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Hoeneß lästert über Barca und Arsenal

Die Spielphilosophie, sagte Hoeneß, bestimme der Trainer. Hart ins Gericht ging Hoeneß mit Klubs, die gerne als Vorbilder hingestellt werden. "400 Millionen Euro Schulden: super Philosophie", lästerte er über den FC Barcelona. Auch am FC Arsenal und dessen Trainer Arsene Wenger ließ der Münchner Manager kein gutes Haar: "Können sie mir sagen, wann die zuletzt einen internationalen Titel gewonnen haben? Arsene Wenger hat, soviel ich weiß, noch nie einen internationalen Titel gewonnen. Tolles Beispiel."

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Grill bekommt sein Fett weg

Höchst erregt arbeitete sich Hoeneß weiter auch an Lahms Berater ab. "Lahm liegt zu 90 Prozent falsch, und jetzt sage ich Ihnen, wer dahintersteckt: Roman Grill, sein Berater, der ja auch mal hier gearbeitet hat, will seinen Mandanten positionieren - als Kapitän, als Führungsfigur." Grill war früher Spieler beim FC Bayern und arbeitete zudem in der Pressestelle des Vereins. Vor kurzem hatte er sich erfolglos um den Posten des Sportdirektors beim Hamburger SV beworben.

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Rensing bei Bayern unten durch

Auch zwei andere Klienten von Grill kamen in der Kritik von Hoeneß nicht gut weg. Über Piotr Trochowski vom Hamburger SV lästerte der Manager: "Der kann normalerweise keine zwei Sätze geradeaus sprechen, und jetzt spricht er über Fußball-Politik." Zweites Opfer: Michael Rensing, Torhüter bei den Bayern. Seit Grill dessen Berater sei, gebe der plötzlich "jede Woche ein Interview - und was für ein Schmarren er erzählt hat! Die letzten Chancen, hier erster Torwart zu werden, hat er sich durch die Interviews genommen."

Hoeneß gibt Medien die Schuld

Nüchtern bewertet Hoeneß die weitere Zukunft von Trainer Louis van Gaal: "Wir werden sehen, ob das am Ende funktioniert. Ich habe Hoffnung, dass sich alle Beteiligten der Situation anpassen. Wenn sie sich nicht anpassen, dann wird es ein Problem geben, keine Frage." Heutzutage sei es aber unmöglich, über mehrere Jahre an einem Trainer festzuhalten - vor allem nicht beim FC Bayern und der dort herrschenden Drucksituation. "Louis van Gaal sagt, so etwas habe er noch nie erlebt", berichtete Hoeneß, gab aber auch den Medien, und da vor allem dem Internet Schuld an der Aufregung um den FC Bayern. "98 Prozent der Leute schauen den ganzen Tag in ihre Blackberrys, in ihre Computer und werden befeuert und aufgefordert: Bitte machen Sie diese oder jene Umfrage: Hat Lahm recht oder nicht? Würden Sie van der Vaart kaufen oder nicht? Da werden die Leute doch kirre."

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