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Lokführer

12.11.2009, 16:00 Uhr | sid, dpa

Ganz Deutschland trauert um Robert Enke. Der Selbstmord des sympathischen Nationaltorhüters erschüttert die Menschen. Der Schock über die Tat sowie die Beliebtheit des 32-jährigen Weltklasse-Fußballers überlagert allerdings auch ein weiteres Drama. Als sich Enke am 10. November um 18.25 Uhr nahe seines Heimatortes bei Eilvese vor den Regionalexpress RE 4427 schmiss und sofort Tod war, verband er mit dieser Tat sein Schicksal für immer auch mit dem Schicksal des Lokführers.

 

„Ich finde solch ein Verhalten unverantwortlich, weil das Leben eines Lokführers stark geschädigt wurde“, reagierte der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“ Karl-Peter Naumann überraschend deutlich. „Andererseits muss Robert Enke ja in einer wahnsinnig verzweifelten Situation gewesen sein.“

 

Im Interview mit t-online.de sagte allerdings der Psychologe und Psychologische Psychotherapeut Patrick Mayer aus Berlin, dass Enke nicht billigend in Kauf genommen hat, dass der Lokführer psychisch in Mitleidenschaft gerät. „Er war in diesem Moment sicherlich so eingeengt in seiner Wahrnehmung, dass es ihm nicht bewusst war, was er dem Lokführer antut. Er hat nur noch seine Depression gesehen, nur noch sein Leid und wollte es beenden. Er hat in diesem Moment nicht über den Lokführer nachgedacht oder seine Frau und sein Kind.“

Laut Aussage Naumanns würden seien Selbstmorde an Bahnübergängen „ein großes Problem in Deutschland darstellen. Wir haben rund 1000 dieser Fälle im Jahr, das sind fast drei pro Tag. Bei prominenten Fällen gibt es häufig einen Trittbrettfahrer-Effekt. Zum Glück gibt es ein sehr, sehr gutes Notfallsystem bei der Bahn. Die Lokführer werden sofort abgelöst, sie dürfen nicht mehr weiterfahren, und es gibt eine sehr gute psychologische Betreuung. Einige schaffen es danach jedoch nicht mehr zurück“, sagte Naumann.







Robert Enke


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