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Formel 1: Mercedes übernimmt Brawn GP

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BrawnGP - Mercedes  

Mercedes übernimmt Brawn GP

16.11.2009, 10:13 Uhr | sid, dpa

Hier noch Rivalen, doch bald zu großen Teilen vereint: BrawnGP (li.) und Mclaren-Mercedes. (Foto: imago)Hier noch Rivalen, doch bald zu großen Teilen vereint: BrawnGP (li.) und Mclaren-Mercedes. (Foto: imago) Die Motoren sind verstummt, doch die Formel 1 steht nicht still. In der nächsten Saison kommen die Fans der Königsklasse in den Genuss, die "Silberpfeile" in Reinkultur erleben zu dürfen. "Mercedes wird 2010 ein eigenes Team Mercedes GP haben", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche und gab die Übernahme von 75,1 Prozent des Weltmeister-Teams Brawn GP durch Mercedes bekannt.

"Diese Neuausrichtung gibt uns die Chance, unser Formel-1-Engagement in Zukunft deutlich effizienter zu gestalten", sagte Zetsche und stellte in Aussicht, bereits in zwei Jahren mit einem Viertel des bisher benötigten Geldes auskommen zu können: "Es ist eine hervorragende Plattform, um unsere großartige Tradition erfolgreich fortsetzen zu können." Während Ross Brawn Teamchef des neuen Mercedes-Werksteams bleibt, ist von Konzernseite Mercedes-Sportchef Norbert Haug in Stuttgart federführend.


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Formel 1 Button feilscht mit Brawn ums Gehalt
Saison 2010 Das Fahrerfeld

McLaren weiterhin mit Mercedes-Motoren

Von seiner 40-Prozent-Beteiligung am bisherigen Formel-1-Partner McLaren will sich Daimler bis 2011 trennen. Die Interessen der Unternehmen hätten nicht mehr zu 100 Prozent übereingestimmt, weil McLaren immer stärker als eigenständiger Autohersteller auftreten wolle, erklärte Zetsche. Mercedes bleibt den Briten aber mindestens bis 2015 als Motorenlieferant und Sponsor treu. "Mit McLaren wurde wirklich eine friedliche Lösung gefunden", versicherte Haug. Das Team wird auch im kommenden Jahr als McLaren-Mercedes an den Start gehen. Damit fahren von nun an vier Silberpfeile in der Formel 1.

Deutsche Hymne bei Siegen

Mercedes GP wird seine Zelte beim Stammwerk in Stuttgart aufschlagen. Bei Siegen würde "die deutsche Hymne gespielt", sagte Zetsche. Ob auch auch ein deutscher Fahrer im neuen Wagen sitzen wird, ließen Zetsche und Haug offen. "Es braucht noch ein bisschen Zeit", sagte Haug bezüglich der künftigen Fahrerbesetzung.

Rosberg hoch im Kurs

Nico Rosberg, der zuletzt für Williams fuhr, soll der "Bild"-Zeitung zufolge als Nummer 1 gesetzt sein. Zweiter Stammfahrer könnte Nick Heidfeld werden. Haug hatte Gespräche mit dem Mönchengladbacher bestätigt. Der Routinier ist nach dem Rückzug von BMW aus der Königsklasse noch ohne Vertrag für 2010. Noch nicht vertraglich gebunden sind zudem der bisherige Toyota-Pilot Timo Glock und Force-India-Fahrer Adrian Sutil.

Button könnte das "Opfer" sein

Damit droht Weltmeister Jenson Button das Aus bei Brawn, der Brite wäre dann nach Berichten von britischen Medien ein Kandidat für McLaren. Button pokert seit Wochen um einen neuen Vertrag bei seinem bisherigen Rennstall, doch Teamchef Brawn lehnte die Gehaltsforderungen des Champions bislang als zu hoch ab. Somit "könnte Button das Opfer sein", schrieb die Londoner Tageszeitung "The Times". Die Verhandlungen führe Brawn, sagte Zetsche, allerdings in Abstimmung mit den neuen Besitzern aus Stuttgart. Falls Button bliebe, hätte das Mercedes-Team auch die prestigeträchtige Startnummer 1. "Wichtiger ist aber die Nummer 1 am Ende des Jahres", so Haug.

Betriebsrat übt Kritik

Daimler-Betriebsratschef Erich Klemm verurteilte den Deal. "Der Ausstieg bei McLaren wäre für Mercedes eine Chance gewesen, den insgesamt kostspieligen und in seiner Wirkung umstrittenen Formel-1-Zirkus zu verlassen. Wir haben kein Verständnis dafür, dass der Vorstand mit dem Ausstieg gleich wieder ein neues Formel-1-Abenteuer beginnt", sagte Klemm. Daimler kämpft seit mehr als einem Jahr mit der Branchenkrise. Zetsche hatte deshalb im Frühjahr einen massiven Sparkurs eingeschlagen.

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