Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Doping >

Doping: Dopingsündern in Österreich droht Haftstrafe

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Doping  

Österreichs Dopingsündern droht Haftstrafe

17.02.2010, 14:45 Uhr | dpa

Österreichs Sportminister Norbert Darabos begrüßt das verschärfte Vorgehen gegen Dopingsünder. (Foto: imago)Österreichs Sportminister Norbert Darabos begrüßt das verschärfte Vorgehen gegen Dopingsünder. (Foto: imago) Als Folge von zahlreichen Doping-Skandalen will Österreich jetzt hart durchgreifen: Überführte Sportler müssen sich künftig vor einem Strafgericht verantworten und mit Gefängnis rechnen. Nach einem Gesetzesentwurf des Justizministeriums soll die Nutzung unerlaubter Substanzen im Sport als schwerer Betrug im Strafgesetz festgeschrieben werden.

Verurteilten drohen dann bis zu drei Jahren Gefängnis, in schweren Fällen sind auch zehn Jahre möglich. Das Gesetz soll vom 1. Januar 2010 an gelten, das österreichische Parlament (Nationalrat) muss noch zustimmen.

Andre Agassi Wegen Offenheit in den Knast?

Autobiographie Agassi klagt Versäumnisse der ATP an
Doping Fall Pechstein: Vorwürfe vom Trainingspartner

Doping als "schwerer Betrug"

Nach der geplanten Ergänzung des Strafgesetzbuches ist ein Athlet künftig nach Paragraf 147 (schwerer Betrug) zu bestrafen, wenn er "einen Betrug (mit mehr als geringem Schaden) begeht, indem er über die Anwendung eines verbotenen Wirkstoffs oder einer verbotenen Methode nach der Anlage der Anti-Doping-Konvention, zu Zwecken des Dopings im Sport täuscht", zitiert die österreichische Nachrichtenagentur APA aus dem Entwurf.

Doping Pechsteins CAS-Urteil verschoben
Doping Pechstein bald rehabilitiert?
Aktuell Weitere Nachrichten zu Claudia Pechstein

"Doping darf im österreichischen Sport keinen Platz mehr haben."

"Wer dopt, betrügt. Der Sportler verschafft sich nicht nur einen unrechtmäßigen Vorteil im sportlichen Wettkampf, sondern auch, indem er Prämien, Sponsoren- und Preisgelder erhält", erklärte Sportminister Norbert Darabos den österreichischen Vorstoß. In Deutschland ist Doping kein Straftatbestand. Ereignisse wie der Dopingskandal bei Olympia 2006 in Turin und der Fall von Ex-Radprofi Bernhard Kohl hätten einen "neuen Impuls" nötig gemacht, so der Sportminister. "Doping darf im österreichischen Sport keinen Platz mehr haben."

Radsport Verfahren gegen Klöden eingestellt

Positive Resonanz auf die Strafverschärfung

Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) lobte das künftige Gesetz. "Ich begrüße diese Maßnahmen. Bereits in den letzten eineinhalb Jahren haben wir sehr viel weitergebracht, wir haben dafür etwa kürzlich von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA viel Lob erhalten", sagte NADA-Geschäftsführer Andreas Schwab. Auch der österreichische Leichtathletik- und der Radsportverband reagierten positiv auf den Vorstoß. "Sperren und normale Strafen sind nicht ausreichend. Mir haben junge Radfahrer immer wieder gesagt: 'Es muss etwas passieren, die ruinieren uns die Zukunft'. Alleine die Abschreckung wird schon eine Wirkung haben", sagte Radsport-Präsident Otto Flum. Um das Dopingproblem aber wirklich in den Griff zu bekommen, müsse die Regelung auf ganz Europa ausgeweitet werden.

Doping Nachkontrollen beim Giro
Aktuell

Immer wieder Dopingsünder im österreichischen Sport


Der österreichische Sport hat immer wieder mit Dopingfällen für Schlagzeilen gesorgt. Bei den olympischen Winterspielen 2006 in Turin durchsuchte die Staatsanwaltschaft die Quartiere von Langläufern und Biathleten und beschlagnahmt Blutdoping-Hilfsmittel. 2008 gestand der überführte Dopingsünder und Radprofi Bernhard Kohl, "der Versuchung erlegen zu sein", 2009 legte Triathletin Lisa Hütthaler ein öffentliches Doping-Geständnis ab.

Geständnis Kohl packt aus
Bernhard Kohl Aufklärungsquote gering
Österreich Triathletin Hütthaler gesteht und belastet Hintermänner

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
City-Sanierung im großen Stil 
Fünf Tonnen Sprengstoff: Ganzes Stadtviertel gesprengt

Fünf Tonnen Sprengstoff verwandeln 19 Wohnblocks auf einmal in Trümmer. Video

Anzeige
Ähnliche Themen im Web

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILBabistadouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal