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Mercedes GP: Brawn-Übernahme verspricht Dominanz

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Formel 1  

Mercedes sorgt für Stern-Stunden

18.11.2009, 08:55 Uhr | Motorsport-Total.com, t-online.de, dpa

Neue Partner: Ross Brawn und Daimler-Chef Dieter Zetsche arbeiten künftig bei Mercedes zusammen. (Foto: imago)Neue Partner: Ross Brawn und Daimler-Chef Dieter Zetsche arbeiten künftig bei Mercedes zusammen. (Foto: imago) Die Konkurrenz zieht sich zurück. Mercedes dagegen steigt richtig ein. Nach der Übernahme des Weltmeister-Teams Brawn GP durch die Schwaben wird es in der Formel 1 wohl künftig noch mehr Stern-Stunden geben. Schließlich werden in den kommenden Jahren allein vier Rennfahrer in Silberpfeilen auf die Piste gehen: zwei im eigenen Werksteam Mercedes GP und zwei im McLaren-Mercedes - der britische Rennstall hat mit den Stuttgartern noch einen Liefervertrag bis 2015. Hinzukommen Safety-Cars, die Wagen der Ärzteteams und die Boliden des Force-India-Teams, die ebenfalls von Mercedes-Motoren angetrieben werden.

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Formel 1 als Imagefaktor

Rund 123 Millionen Euro hat sich Daimler die Übernahme von Brawn GP kosten lassen - und dafür 75,1 Prozent des Teams und reichlich Kritik aus dem eigenen Hause erhalten. Doch das Unternehmen baut inmitten der Wirtschaftskrise auf Imagefaktor und Werbewirkung der Formel 1 zugleich. "Es wäre eine vertane Chance, die Faszination der Marke Mercedes-Benz auf dieser Weltbühne nicht noch wirksamer in Szene zu setzen", schieb Konzernchef Dieter Zetsche in einem Brief an die Daimler-Mitarbeiter und versuchte damit, dem heftigen Gegenwind aus dem Betriebsrat entgegenzuwirken.

Investitionen werden auf 60 Millionen Euro gedrückt

Beste Stimmung herrscht dagegen bei den neuen 75-Prozent-Eignern von Mercedes Grand Prix. Der stolze Kaufpreis sei abgedeckt. So war es laut Bloomberg-Wirtschaftsdienst zumindest aus den Reihen des größten Einzelaktionärs zu hören, der Investorengruppe Abar aus Abu Dhabi. Und über den Rückverkauf der 40-Prozent-Beteilung an McLaren könnten die Schwaben sogar noch ein profitables Geschäft machen. "Wir werden in Zukunft eine höhere Aufmerksamkeit für unsere Marke zu einem deutlich geringeren Kostenaufwand erzielen", sagte Zetsche. Das Unternehmen werde jedenfalls seine Investitionen in die Formel 1 bis Ende 2011 "auf jährlich 60 Millionen Euro drücken. "Das ist ein rund ein Viertel unseres Budgets früherer Jahre", so Zetsche.

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Button-Wechsel perfekt

Offenkundig nicht in den Etat der Schwaben passte daher Jenson Button, der zu McLaren wechselt. Brawn hatte dem Weltmeister angeblich nur eine Erhöhung auf 4,5 Millionen Euro angeboten. "Es war Buttons Entscheidung, und die akzeptieren wir. Wir hatten ihm ein faires Angebot gemacht", sagte Norbert Haug. Zu den eigenen Fahrerplänen sagte der Mercedes-Sportchef: "Wir wollen die besten verfügbaren Fahrer haben". Verfügbar ist Button nun nicht mehr, nachdem McLaren den Wechsel offiziell bestätigte. Dort wird der 29-Jährige ein britisches Doppel mit Ex-Champion Lewis Hamilton bilden. Nach Berichten verschiedener Medien soll Button einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison erhalten. "Es ist immer eine schwierige Entscheidung, ein Team zu verlassen, mit dem man so lange gearbeitet hat. Aber das Leben besteht aus Herausforderungen", sagte der 29-Jährige, der im Brawn zum Titel gefahren war. Button soll bei McLaren angeblich sieben Millionen Euro pro Jahr verdienen.

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Zwei Deutsche gegen zwei Briten

Dem britischen Gespann der Champions wollen die Stuttgarter deutsche Fahrer entgegensetzen. Die Verpflichtung von Nico Rosberg gilt als sicher. Als zweiter Pilot wird Nick Heidfeld gehandelt. Bei der Teamleitung soll alles beim alten bleiben: Während Ross Brawn Teamchef des neuen Mercedes-Werksteams wird, ist von Konzernseite Mercedes-Sportchef Norbert Haug in Stuttgart federführend.

Mercedes, wo man hinschaut

Eine sportliche Dominanz der Stern-Rennwagen wie in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) wird es aber wohl dennoch nicht geben. Selbst wenn der ehemalige Rennfahrer und TV-Experte Christian Danner meinte: "Man weiß wahrscheinlich vor lauter Mercedes gar nicht mehr, wo man hinschauen will." Zumal das Thema Mercedes-Motoren bei Red-Bull-Racing nicht abschließend vom Tisch zu sein scheint. Denn noch ist nicht hundertprozentig geklärt, ob Renault das Team von Vize-Weltmeister Sebastian Vettel weiter mit Aggregaten beliefert.

Veto-Recht von McLaren

Allerdings sind dem Autobauer durch das weitere Engagement bei McLaren und deren Veto-Recht die Hände gebunden. "Wir haben die Frage der Motorenlieferungen mit McLaren geklärt. Das erlegt uns die gewisse Restriktionen auf, ausgehend von der Exklusivität, die McLaren im früheren Vertrag für sich vorbehalten hatte", erklärte Dieter Zetsche: "Wir können Dinge machen und Dinge auch nicht machen."

Cleverer Schachzug

Mit oder ohne Red Bull als weiterem Partner - für Formel-1-Experte Niki Lauda ist die Mercedes-Investition ein "cleverer Schachzug". Ein Schachzug, mit dem die Schwaben auch beweisen wollen, dass der Rückzug der Markenrivalen BMW, Toyota und Honda voreilig war. "Das wird von dem ein oder anderen neidisch betrachtet werden, und in mancher Vorstandsetage wird man darüber nachdenken, ob man eine gute Entscheidung getroffen hat", ist Daimler-Chef Zetsche überzeugt.

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