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Doping: Sportgerichtshof CAS lehnt Pechsteins Eilantrag ab

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Doping - Eisschnelllauf  

Sportgerichtshof CAS lehnt Pechsteins Eilantrag ab

12.02.2010, 11:38 Uhr | dpa

Claudia Pechstein vor dem Sportgerichtshof CAS in Lausanne. (Foto: AP)Claudia Pechstein vor dem Sportgerichtshof CAS in Lausanne. (Foto: AP) Nächster Rückschlag für Claudia Pechstein: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin darf nicht beim Weltcup am Wochenende in Hamar starten und muss nun den finalen Richterspruch des Internationalen Sportgerichtshofes CAS zu ihrer Sperre abwarten. Der CAS lehnte den erneuten Eilantrag von Pechstein ab, mit dem die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Berlinerin ihren Start erzwingen wollte.

Damit wollte Pechstein die Chancen auf ihre sechste Olympia-Teilnahme wahren. Der CAS hatte am Vortag mitgeteilt, das Urteil in der Causa Pechstein erst am 25. November zu veröffentlichen.

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"Irreparable Schäden" für Olympia-Qualifikation

Pechsteins Anwalt Christian Krähe hatte die Dringlichkeit des Antrags mit "irreparablen Schäden" für die Olympia-Qualifikation Pechsteins begründet. Schließlich sei das 5000-Meter-Rennen von Hamar der einzige für die Olympia-Qualifikation relevante Wettkampf über Pechsteins Spezialdistanz. Die CAS-Richter sahen dies nicht so. In ihrer Begründung teilten die Juristen mit, dass "in Anbetracht aller verfügbarer Information die Erfordernisse für die Zustimmung zum Eilantrag" nicht gegeben seien.

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Keine Tendenz für das Urteil

Sie folgten damit der Argumentation des Weltverbandes ISU, wonach die Athleten die Startplätze nicht für sich selbst, sondern für ihren Verband herauslaufen. Damit sei es Sache des deutschen Verbandes, Pechstein im Falle des Freispruchs für einen Olympia-Platz zu nominieren, den andere erkämpft hätten. "Mit dieser Argumentation hat die ISU für jeden offen dargelegt, dass Fairplay nicht zu ihren Grundsätzen zählt", erklärte Pechstein frustriert und fügte hinzu: "Da muss man sich ja schämen, jemals für diesen Verband gelaufen zu sein." Mit der Ablehnung des Eilantrages ist aber die von vielen erwartete definitive Tendenz für das Urteil nicht vorgegeben.

Pechstein auf gepackten Koffern

Am Freitag hatte Pechstein den gesamten Tag auf gepackten Koffern gesessen, um im Falle eines positiven Bescheids durch den CAS dem deutschen Team noch nach Norwegen nachreisen zu können. Für die Maschine der Norwegian Airways um 20.35 Uhr ab Berlin-Schönefeld hatte sie vorsorglich das Ticket nach Oslo reserviert.

Teamchef Jasch: "So einen Fall gab es noch nie"

Arg in die Bredouille geriet durch die späte Entscheidung des CAS auch der deutsche Teamchef Helge Jasch, der sich in der Teamleader-Sitzung vor der Auslosung in Hamar für alle Eventualitäten der CAS-Entscheidung absichern musste. "Eigentlich ist ja in den ISU-Regularien alles streng geregelt, aber so einen Fall hat es ja noch nie gegeben", meinte der Teamchef.

DOSB fordert Geduld von Pechstein

Indes hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Pechstein zur Geduld bis zum abschließenden CAS-Urteil gemahnt. "Wir als DOSB kommentieren den Aufschub des Urteils durch die CAS-Richter nicht. Wir üben uns in Geduld, und auch Claudia Pechstein tut gut daran, mit Geduld zu warten, bis das Urteil vorliegt", erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

Pechstein: "Beschämend, wie ich behandelt werde"

Im Info-Radio des RBB hatte Vesper zuvor erklärt, dass in der jetzigen Situation auch "kein Druck auf das Gericht" ausgeübt werden sollte, relativierte seine Worte aber mit der Bemerkung, dass dies nicht nur für Claudia Pechstein gelte. "Alle Athleten, die es betrifft, sollten stets die Unabhängigkeit der Richter achten." Vesper nahm damit Bezug auf jüngste Äußerungen Pechsteins, die zuvor erklärt hatte, dass die für sie "Grenze des Zumutbaren erreicht" sei. Zudem hatte Pechstein die CAS-Richter auf ihrer Homepage "www.claudia-pechstein.de" mit den Worten angegriffen: "Ich bin es leid, immer die starke Frau zu mimen. Ich empfinde es als beschämend, wie ich behandelt werde."

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