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HSV: Paulo Guerrero spielt diese Saison wohl nicht mehr

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Hamburger SV  

HSV: Das Problem Guerrero und weitere Baustellen

23.11.2009, 08:18 Uhr | t-online.de, sid

Paolo Guerrero vom HSV. (Foto: imago)Paolo Guerrero vom HSV. (Foto: imago) Der Kapitän fassungslos, der Trainer ratlos, der Schiedsrichter gnadenlos: Das letzte Aufgebot des Hamburger SV hat mit einer weiteren Heimpleite gegen den VfL Bochum den Anschluss an die Bundesliga-Spitze verloren. Dazu kommt noch ein weiteres Problem: Paolo Guerrero. Zur Personalie sagte Ex-Bayer-Manager Reiner Calmund in der TV-Sendung „Sky 90“: „Ich habe da meine Infos, dass Guerrero die ganze Saison nicht mehr spielt.“

Wenn Calmund recht hat und der Peruaner seinen Vertrag beim HSV nicht doch noch verlängert, würde Guerrero sein letztes Bundesliga-Spiel für den HSV am 4.Spieltag gegen den 1. FC Köln bestritten haben und die Hamburger müssten den Stürmer ablösefrei am Saisonende ziehen lassen.

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Fünf Spiele ohne Sieg

Nach der bitteren 0:1-Heimpleite gegen den VfL Bochum sagte HSV-Kapitän David Jarolim: "Es ist unfassbar. Wir haben Chancen genug gehabt. Dann haben wir hinten einen Riesenfehler gemacht, da darf man sich nicht wundern, wenn man verliert." Ohne acht Stammspieler kassierte der HSV in der 78. Minute das entscheidende Tor durch Dennis Grote, der die zweite Hamburger Heimniederlage nur drei Wochen nach dem 2:3 gegen Borussia Mönchengladbach perfekt machte. Das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg bedeutete zugleich das Abrutschen auf Platz fünf. Aber Jarolim will die Personalmisere nicht als Erklärung gelten lassen: "Das kann kein Alibi sein."

Nicht gegebenes Tor sorgt für Diskussionen

Für Frust sorgte bei den 53.838 Zuschauern neben dem Gegentor vor allem der Tor-Klau durch Schiedsrichter Günter Perl. Der Unparteiische erkannte in der 32. Minute einen Kopfballtreffer von Joris Mathijsen nach einem Eckball nicht an, weil er eine Behinderung von VfL-Torhüter Philipp Heerwagen durch Eljero Elia im Strafraum beobachtet haben wollte. "Die Bilder sagen alles", meinte HSV-Trainer Bruno Labbadia nach Ansicht der Fernsehbilder.

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Herrlich: "Das war zu Recht kein Tor"

VfL-Coach Heiko Herrlich, der im dritten Anlauf seinen ersten Sieg feierte, sah die vielleicht entscheidende Szene des Spiels anders: "Der Spieler steht nur da, um unseren Torwart zu behindern. Das war zu Recht kein Tor, die Entscheidung war völlig richtig." Während die Bochumer nach zuletzt vier Niederlagen in Folge zwar Vorletzter blieben, aber immerhin nach Punkten zum Tabellen-16. VfB Stuttgart aufschlossen, wirkte Labbadia ratlos. "Zu den Problemen, die wir momentan haben, fehlt auch noch das Glück", sagte Labbadia, der seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen wollte: "Wir haben 60, 70 Minuten lang alles richtig gemacht, aber es fehlte die Durchschlagskraft, das war das Manko."

Labbadia: "Wir werden nicht jammern"

Neben den sechs Langzeitverletzten um die Torjäger Mladen Petric und Paolo Guerrero fiel beim HSV auch noch Nationalspieler Jerome Boateng mit einer Grippe aus, und Regisseur Ze Roberto fehlte mit einem Bänderriss. Der Schwede Marcus Berg konnte nach gerade überstandener Magen-Darm-Erkrankung erst in der Schlussphase eingreifen. Elia hatte sich nach grippalem Infekt praktisch im letzten Moment fit gemeldet. "Wir werden weiterhin nicht jammern", sagte Labbadia, "wir müssen versuchen, bis zur Winterpause oben dranzubleiben. Danach können wir hoffentlich mal wieder aus dem Vollen schöpfen."

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Elia vergibt klare Chancen

Die Hanseaten spielten sich nämlich eine klare Feldüberlegenheit und ein deutliches Chancenplus heraus, vergaben aber reihenweise beste Einschussgelegenheiten. Erst ab der 25. Minute wagte sich der VfL ab und an nach vorne, ohne aber wirklich gefährlich zu sein. Wie sehr den Hamburgern ihre Top-Angreifer fehlten, war in der 29. Minute zu sehen, als der 19-jährige Tolgay Arslan den Ball im Strafraum freistehend verstolperte. Im zweiten Durchgang mischten die Gäste etwas mutiger mit und hätten mit etwas Glück schon durch den eingewechselten Roman Prokoph (61.) in Führung gehen können. Auf der anderen Seite erwies sich erneut Elia bei zwei guten Gelegenheiten (56., 63.) als "Chancentod". Der Schwung des ersten Durchgangs war nun aber dahin, mit zunehmender Spielzeit machte sich dann auch Resignation bei den Hamburgern breit.

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