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FC Bayern München: Franz Beckenbauers Kaiserzeit endet nach 15 Jahren

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FC Bayern München  

Nach 15 Jahren endet die Kaiserzeit

25.11.2009, 15:34 Uhr | dpa

Franz Beckenbauer soll Ehrenpräsident des FC Bayern werden. (Foto: AP)Franz Beckenbauer soll Ehrenpräsident des FC Bayern werden. (Foto: AP) Franz Beckenbauer beendet die Kaiser-Zeit beim FC Bayern München ohne Wehmut und erwartet Uli Hoeneß als einen sehr lebhaften Regenten im Präsident-Amt. "Ich glaube auch, das ist gut so für den FC Bayern. Uli Hoeneß wird nicht mehr ganz so aktiv sein wie bisher, aber er wird weitaus aktiver sein als ich es war", sagte Beckenbauer.

Er wird nach anderthalb Jahrzehnten und 17 Titeln unter seiner Regentschaft den Vereins-Thron räumen. "15 Jahre als Präsident und 7 Jahre als Vorsitzender des Aufsichtsrates reichen. Da müssen jetzt jüngere Leute ran", betonte die 64 Jahre alte Lichtgestalt des deutschen Fußballs.

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"Ich lasse mich überraschen"

Beckenbauer selbst soll bei der Jahreshauptversammlung zum Ehrenpräsidenten gekürt werden. Dabei ist er selbst gespannt, was ihn im neuen Amt erwartet. "Er wird eingeladen", scherzte er vorab und fügte ernsthaft hinzu. "Nein, ich weiß es nicht, ich war noch nie Ehrenpräsident. Ich lasse mich überraschen. Aber fehlen wird mir nichts."

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Letzter Auftritt als Showmaster

Am 27. November wird der charismatische Beckenbauer in der Münchner Messe vor mehreren tausend Mitgliedern ein letztes Mal in seiner frisch-frechen Art wie ein Showmaster durch den Abend führen. Einen typisch kaiserlichen Vorgeschmack gab er schon vorab, als er über einen möglichen vorzeitigen Champions-League-K.o. des FC Bayern gegen Maccabi Haifa spekulierte: "Dann, glaube ich, bin ich am Freitag nicht da. Dann fliege ich nach New York und schicke Grüße per Leinwand. Ich wünsche Euch eine schöne Veranstaltung ..."

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Nur Neudecker war länger im Amt

Niemals hätte Beckenbauer gedacht, dass er so lange an der Spitze seines Lieblings-Vereins stehen würde. Nur Wilhelm Neudecker (1962 bis 1979), Präsident zu Zeiten des Spielers Beckenbauer, war länger in dem Amt, in dem sich der Kaiser selbst als "Übergangslösung" gesehen hatte. Dabei hatte schon die Inthronisierung, bei der 99,45 Prozent der anwesenden 2928 Mitglieder mit "Ja" votierten, am 14. November 1994 Grenzen gesprengt. Erstmals hatte der FC Bayern für eine Versammlung die riesige Münchner Olympiahalle angemietet, das Bayerische Fernsehen übertrug teilweise live. Damals zählte der FC Bayern 33 333 Mitglieder, heute sind es fünfmal so viele.

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Kaiser will nicht FIFA-Präsident werden

Der 57-jährige Hoeneß wird nach 30 Manager-Jahren auch im neuen Amt weiter die Strippen ziehen. Beckenbauer strebt dagegen nicht nach größeren neuen Weihen. Schon gar nicht nach Funktionärsposten wie dem des FIFA-Präsidenten. "Nein. Ich bewundere die Leute wie Sepp Blatter. Was der alles leistet", sagte der Macher des deutschen WM- Sommermärchens 2006. "Oder Michel Platini, der ein hervorragender UEFA-Präsident ist. Der hat eine Arbeitswut." Nein, das wolle er sich nicht antun, noch dazu als Vater zweier kleiner Kinder.

Seit 2002 nicht mehr im Tagesgeschäft

Aus dem Tagesgeschäft hat sich Beckenbauer seit der Umwandlung des Klubs in eine Aktiengesellschaft 2002 zurückgezogen. "Ich wusste, dass ich dann als Aufsichtsratsvorsitzender aus dem operativen Geschäft heraus bin. Aber Kalle Rummenigge, Uli Hoeneß und Karl Hopfner sind das Beste, was man sich vorstellen kann. Alle drei sind ein Glücksfall für den FC Bayern", lobte der Kaiser das mächtige Bayern-Dreigestirn im Vorstand - mit dem es aber zuletzt im Fall Franck Ribéry ("Das ist ein Franzose, dem ist München wurscht") auch immer wieder Reibereien gab.

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Zunächst nur ein Zwei-Mann-Vorstand

Vorerst werden nur noch Hopfner und Rummenigge den Vorstand bilden. Beckenbauer plädiert mit Nachdruck dafür, dass Hoeneß sich auch als Aufsichtsratschef weiter mit um wirtschaftliche Aufgaben kümmert. Er hat den FC Bayern schließlich zu einer Geldmaschine entwickelt, die 300 Millionen Euro im Jahr umsetzt. "Uli soll das so weitermachen. Er wird nicht an vorderster Front sein im Sponsoring und Marketingbereich, aber die wichtigsten Kontakte wird er persönlich wahrnehmen. Warum soll der FC Bayern auf seine Beratung verzichten?", meinte Beckenbauer.

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Lob für Nerlinger

Ein Teil-Nachfolger von Hoeneß wird Ex-Profi Christian Nerlinger, der seit dem 1. Juli als Sportdirektor fungiert, aber nicht in den Vorstand aufrücken wird. "Der Christian macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Er hat einen klaren Blick, eine klare Aussage. Und er hat in Uli Hoeneß den besten Befürworter", sagte Beckenbauer über den 36-Jährigen. Der Gepriesene selbst mag in der starken Führungsrunde beim Rekordmeister kein Ja-Sager oder Abnicker sein.

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Der nächste Spruch kommt bestimmt

Zwar hat die Wucht der kaiserlichen Verbal-Attacken mit den Jahren etwas nachgelassen. Aber Ruhe geben wird der Plauderer, dessen Altherrenfußball-Brandrede nach der 0:3-Niederlage von Effenberg & Co. in der Champions League 2001 in Lyon legendär geworden ist, in Kolumnen oder TV-Analysen sicher nicht. Schon gar nicht, wenn er nicht mehr in der Verantwortung steht. "Ach, früher war ich doch direkter. Wann habe ich zum letzten Mal etwas gesagt, wo sich einer hätte aufregen können?", meinte Beckenbauer. Aber der nächste flotte Spruch kommt bestimmt.

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