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DOSB zum Fall Pechstein: "Dieses Urteil ist wegweisend"

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Fall Pechstein  

Reaktionen: "Dieses Urteil ist wegweisend"

12.02.2010, 12:38 Uhr | sid

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat in Lausanne entschieden, dass Eisschnellläuferin Claudia Pechstein gesperrt bleibt. Die Reaktionen zu diesem Urteil fallen sehr unterschiedlich aus.

Thomas Bach (DOSB-Präsident): "Dieses Urteil ist wegweisend für den internationalen Kampf gegen Doping. Es formuliert die Kriterien für den so wichtigen indirekten Dopingbeweis. Damit ist der Weg frei für weitere Verfahren. Deshalb fordern wir Verbände, denen entsprechende Testwerte vorliegen, auf, nunmehr umgehend Sanktionen zu verhängen. Jeder Dopingverstoß eines deutschen Athleten ist eine Enttäuschung für den deutschen Sport mit seiner Null-Toleranz-Politik im Kampf gegen Doping, zeigt aber zugleich, dass die Kontrollsysteme funktionieren. Die Enttäuschung ist insbesondere bei einer so erfolgreichen Athletin wie Claudia Pechstein groß. Doping mit dieser wissenschaftlichen Expertise kann von einer Sportlerin nicht ohne Hilfe von Fachleuten bewerkstelligt worden sein. Deshalb fordern wir Claudia Pechstein in ihrem wohlverstandenen Interesse zur umfassenden Aufklärung auf. Die Hintermänner müssen gemäß der gesetzlichen Anti-Doping-Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes bestraft werden."

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Simon Bergmann (Pechstein-Anwalt): "Ich bin der festen Überzeugung, dass der CAS die Reichweite der auch im Sportrecht geltenden Unschuldsvermutung verkannt hat. Man muss damit rechnen, dass nun zahlreiche Verbände versuchen werden, Athleten auf Basis fragwürdiger Blutwerte zu sperren. Ich rechne mit einer Prozessflut. Bedenklich ist insbesondere, welch geringe Anforderungen der CAS an das Beweismaß der indirekten Beweisführung stellt. Der Athlet wird hierdurch gezwungen, den Beweis für seine Unschuld zu erbringen."

Michael Vesper (DOSB-Generalsekretär): "Der DOSB steht mit voller Überzeugung hinter dem indirekten Doping-Nachweis. Es ist gut und war notwendig, dass der CAS dafür in Anlehnung an die Position der Welt-Anti-Doping-Agentur Bedingungen formuliert hat, damit der Nachweis auch rechtssicher geführt werden kann."

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Gerd Heinze (DESG-Präsident): "Der CAS hat unsere Auffassung von Recht und Fair Play nicht geteilt. Das ist ein Tiefschlag für mein Rechtsempfinden. Wir müssen das Urteil akzeptieren und werden keine weiteren Stellen anlaufen. Wir sind dem Dopingkampf verpflichtet und müssen jetzt im Sinne unserer Satzungen und Richtlinien handeln. Es ist menschlich nicht möglich, Claudia wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen."

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Fritz Sörgel (Dopingexperte): "Ich fühle mich in meiner Auffassung bestätigt. Ich habe nicht an ihre Blutkrankheit geglaubt. Aber nun hat zukünftig nicht jeder indirekte Beweis automatisch Erfolg. Es ist aber ermutigend für die, die an der Entwicklung indirekter Tests arbeiten."

Werner Franke (Dopingexperte): "Das kann niemanden überraschen. Das ist eigentlich schon Statement genug. Mehr will ich dazu sonst nicht sagen. Ich hatte vorher schon einiges gesagt und deshalb schon zuviel Zoff."

Jenny Wolf (500-m-Weltrekordlerin): "Das ist ein Schock. Ich war eigentlich positiv gestimmt, dass ihr Recht gegeben wird. Ich wünsche ihr weiter alles Gute, mehr kann ich nicht tun."

Helge Jasch (DESG-Teamchef): "Ich kann nur sagen, dass sie uns sportlich sehr fehlen wird. So viele von ihrem Schlag haben wir nicht."

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