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Wettskandal: Vergiftete Nudeln? Staatsanwaltschaft ermittelt

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FC Hansa Rostock  

Marc Stein: "Ganz komische Nudeln"

03.12.2009, 16:16 Uhr | sid

Der ehemalige Rostocker Marc Stein spricht von "ganz komischen Nudeln". (Foto: imago)Der ehemalige Rostocker Marc Stein spricht von "ganz komischen Nudeln". (Foto: imago) Wurden Spieler des Zweitligisten Hansa Rostock vor einem Spiel von der Wettmafia vergiftet? Diese Frage beschäftigt nun auch die im Wettskandal ermittelnde Bochumer Staatsanwaltschaft. Oberstaatsanwalt Gerrit Gabriel wollte sich zwar nicht zum Umfang der Ermittlungen äußern, sagte aber: "Tatsache ist, dass wir von Amts wegen Ermittlungen aufnehmen werden, wenn es neue Erkenntnisse gibt."

Die scheinen im Zusammenhang mit dem größten Betrugsskandal in der Geschichte des europäischen Fußballs vorzuliegen.

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Lebensmittelvergiftung bei sechs Spielern

Vor dem Spiel des damaligen Zweitliga-Tabellenzweiten gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig am 13. April 2007 (1:1) hatten sechs Hansa-Profis nach Angaben der "Ostsee-Zeitung" im Anschluss an den Verzehr von Nudeln im Hotel "Courtyard Marriott" eine Lebensmittelvergiftung. Betroffen waren Kim Madsen, Gledson, Enrico Kern, Regis Dorn, Djordjije Cetkovic und Marc Stein.

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Beim Spiel stark gehandicapt

Stein, der mittlerweile bei Hertha BSC unter Vertrag steht, sagte: "Das waren ganz komische Nudeln. Nach einer halben Stunde bekam ich Bauchschmerzen und konnte kaum noch laufen." Er konnte gegen Braunschweig nur eine Halbzeit spielen. Cetkovic wollte ebenfalls ausgewechselt werden, hielt aber durch, bevor ihn Trainer Frank Pagelsdorf erlöste. "Kern und Dorn hätte ich runternehmen müssen, aber es ging nicht mehr", sagte Pagelsdorf.

Anwalt: "Russische Methoden"

In der vergangenen Woche hatte bereits Burkhard Benecken, Anwalt des vermeintlichen Wettpaten Deniz C., im Zuge des Wettskandals über die "russischen Methoden" der Wettmafia berichtet. "Es sollen Chefköche von Luxushotels angesprochen worden sein, damit sie Giftstoffe in das Essen von Spielern mischen. Die Verdächtigen sollen sehr konspirativ gearbeitet haben. Ungewöhnlich gewalttätig", hatte Benecken erklärt.

Hotelchef: "Köche verdienen gut"

Der damalige Hoteldirektor im "Courtyard Marriott", Joachim Pöpping, kann sich nicht vorstellen, dass einer seiner Köche die Spaghetti der Hansa-Profis vergiftet hat: "Köche verdienen gut. Für die paar Kröten, die in solch einem Fall angeboten werden, macht das keiner."

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