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Doping: Experte wirft CAS Betrug vor im Pechstein-Urteil

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Doping - Eisschnelllauf  

"Glatte Fälschung, das grenzt an bewussten Betrug"

12.02.2010, 23:03 Uhr | dpa

Claudia Pechstein zittert vor dem Urteil des CAS. (Foto: dpa)Claudia Pechstein zittert vor dem Urteil des CAS. (Foto: dpa) Der niederländische Bio-Statistiker Klaas Faber hat im Fall Claudia Pechstein schwere Vorwürfe gegen den Internationalen Sportgerichtshof CAS erhoben. Der Experte spricht in seiner Einschätzung des Urteils, mit dem der CAS die Zwei-Jahres-Sperre der deutschen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin bestätigte, von einem "Skandal" und fordert die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zu einem öffentlichen Statement auf.

"Was in dem Urteil gemacht wurde, ist eine glatte Fälschung, das grenzt an bewussten Betrug", erklärte Faber. Sein Gutachten für die Pechstein-Seite war vom CAS aus Termingründen wie auch das der Anti-Doping-Forscher Rasmus Damsgaard und Walter Schmidt nicht zugelassen worden. Diese Tatsache wird nun Gegenstand der Berufung Pechsteins vor dem Schweizer Bundesgericht sein.

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Experte Faber: Unwissenschaftliche Begründung

Faber wendet sich gegen die angeblich unwissenschaftlichen Begründungen des Urteils, wonach Pechsteins Retikulozyten-Werte von Hamar zu 95 Prozent über einem eher zufällig ermittelten Durchschnittswert lägen. "Diese Sicherheitsmarke reicht niemals aus", sagte er. Seit dem 1. Dezember seien neue Richtlinien der WADA in Kraft, wonach eine Wahrscheinlichkeit von 99,9 Prozent für abnormale Werte sprechen müsste.

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WADA zur Stellungnahme aufgefordert

Der Fachmann, der als Bio-Statistiker maßgebliche Ausarbeitungen über Werte-Profile und ihre Schwankungsbreiten erstellte, verdeutlichte seinen Frust mit folgenden Zahlen: "Wenn jährlich weltweit rund 200.000 Doping-Proben genommen werden, würde eine 95-prozentige Zuverlässigkeit bedeuten, dass 10.000 Athleten-Proben verdächtig auf Doping wären", sagte Faber. Den wissenschaftlichen WADA-Direktor Olivier Rabin bat er um eine Erklärung, warum Pechstein auf Grundlage der seiner Meinung nach mangelhaften Statistik verurteilt werden konnte.

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