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VfB Stuttgart: Christian Gross will um "Titel spielen"

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VfB Stuttgart  

Gross will um "Titel spielen"

07.12.2009, 12:50 Uhr | sid

Christian Gross (re.) und Co-Trainer Jens Keller wollen den VfB wieder nach oben bringen. (Foto: dpa)Christian Gross (re.) und Co-Trainer Jens Keller wollen den VfB wieder nach oben bringen. (Foto: dpa) Christian Gross hat bereits an seinem ersten Tag als Trainer der VfB Stuttgart klar gemacht, was er von seinen Spielern fordert. "Ich verlange volles Commitment", betonte der Schweizer gleich mehrfach bei seiner Vorstellung und stellte damit etwas in den Mittelpunkt seiner Arbeit, was die Schwaben unter Ex-Teamchef Markus Babbel zuletzt vermissen ließen: Hingabe.

Gross ließ keinen Zweifel daran, was er darunter versteht. "Ich verlange von den Spielern immer volle Leidenschaft, das habe ich in den 20 Jahren, in denen ich nun Trainer bin, immer getan. Man kann ein Spiel verlieren, wenn der Gegner besser ist, aber wenn der Gegner schlechter ist, dann explodiere ich", sagte der 55-Jährige.

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Fokus auf dem Abstiegskampf

Die erste Bewährungsprobe für den früheren Profis des VfL Bochum steht bereits am Mittwoch an. Dann kann der Drittletzte der Bundesliga trotz der bisher verkorksten Saison mit einem Sieg gegen den rumänischen Vertreter Unirea Urziceni ins Achtelfinale der Champions League einziehen. "Darauf liegt der Fokus", erklärte Gross, der auf nationaler Ebene den Kampf um den Klassenerhalt ausgerufen hat: "Wir sind voll im Abstiegskampf. Ich will, dass wir in jedem Spiel um jeden Zentimeter kämpfen."

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Gross: "Ich hasse Mittelmaß"

Wenn es nach Gross geht, dann ist der Kampf gegen den Abstieg aber nur eine vorübergehende Episode. Langfristig will der gebürtige Züricher, dem der frühere VfB-Profi Jens Keller als Assistent zur Seite steht, hoch hinaus. "Mittelmaß ist mir zu langweilig. Diese Grauzonen hasse ich. Ich will dort sein, wo sich etwas bewegen lässt. Ich möchte möglichst um Titel spielen", erläuterte Gross, der bei seinem einzigen Engagement außerhalb der Schweiz beim englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur nur ein knappes Jahr auf der Bank saß.

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Staudt kritisiert Babbel

Während sein Gastspiel im Ausland nicht sonderlich erfolgreich verlief, war Gross bei den Eidgenossen in den vergangenen Jahren der Star der Trainergilde. Sechs Meisterschaften und fünf Pokalsiege mit dem FC Basel und GC Zürich feierte er. Diese Erfolge haben auch die VfB-Chefetage, die den neuen Coach am Samstag kontaktierte und mit einem Vertrag bis Juni 2011 ausstattete, beeindruckt. "Wir haben einen Mann verpflichtet, der für Erfolg und Erfahrung steht. Der dafür steht, mit jungen Talenten arbeiten zu können, und der sich in der Bundesliga beweisen will", sagte Klubchef Erwin Staudt, der die Vorschusslorbeeren für Gross mit einem Seitenhieb gegen Babbel vermischte: "Er wird mit der Mannschaft eine klare Sprache sprechen und eine Einheit formen, die wir zuletzt vermisst haben. Markus Babbel hatte in seinem Repertoire nicht die Töne gefunden, um eine Einheit auf den Platz zu schicken."

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Heldt von Entwicklung enttäuscht

Im Gegensatz zum Ex-Coach wurde Sportvorstand Horst Heldt von Kritik des Präsidenten verschont. Ein Rücktritt des Sportchefs soll nie ein Thema gewesen sein. "Ich habe nicht den Eindruck, dass er einer ist, der aufgibt", sagte Staudt in Bezug auf Heldt, der bei der Verabschiedung Babbels dennoch einen äußerst niedergeschlagenen Eindruck machte. "Die Enttäuschung ist schon sehr groß, dass wir so einen Schritt gehen mussten", gestand Heldt.

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