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Mercedes GP: Betriebsrat ist gegen Schumi-Comeback

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Mercedes Betriebsrat ist gegen Schumi-Comeback

10.12.2009, 09:06 Uhr | t-online.de

Arbeiter protestieren gegen das Formel-1-Engagement. (Foto: dpa)Arbeiter protestieren gegen das Formel-1-Engagement. (Foto: dpa) Michael Schumacher im Mercedes Cockpit - seine Fans wären begeistert. Doch im Betriebsrat von Mercedes formiert sich Widerstand gegen eine mögliche Verpflichtung des Rekordweltmeisters.

Die Beschäftigten müssen Sparrunden und Kurzarbeit hinnehmen, die C-Klasse wird nicht mehr in Sindelfingen produziert. Deshalb ist der Betriebsrat Wolfgang Nieke gegen den Einkauf Schumachers. "Die Marke Mercedes muss sich über Qualität, attraktive, verbraucharme Fahrzeuge verbunden mit umweltverträglicher Produktion definieren und nicht über teuer eingekaufte Identifikationsfiguren, deren Marktwert mit Erfolg steigt und bei Misserfolg sinkt", sagte er dem "Express".

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Ausstieg aus der Formel 1 gefordert

Dem Arbeitnehmervertreter gehe es nicht um die Person Schumacher, sondern die Vermittelbarkeit hoher Investitionen auf der eine Seite gegenüber Einsparungen auf der anderen. "In Zeiten knapper Kassen und Sparprogrammen erwartet der Großteil unserer Kollegen vom Vorstand, dieses liebgewonnene Spielzeug aufzugeben", fordert Nieke den ausstieg aus der Formel 1.

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Bescheidenheit sei gefordert

Nieke fordert eine andere Einstellung: "Der Zeitgeist verlangt von einem Unternehmen mehr Bescheidenheit und eine führende Rolle bei umweltverträglichen Autos. Was das betrifft muss Mercedes auf Platz eins stehen."

Haug kontert

Mercedes-Sportchef Norbert Haug kontert das Umwelt-Argument: "Wenn sonntags 20 Autos um den Sieg fahren, bleiben Millionen Autos in der Garage." Auch den Vorwurf der Geldverschwendung weist Haug zurück. "Wir geben 30 Prozent weniger aus als im vergangenen Jahr und werden den Etat weiter senken", sagt er.

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Mercedes-Team sichert Arbeitsplätze

Haug sieht ein reines Mercedes-Team als Gewinn für das Unternehmen: "Dank eines waschechten Silberpfeils bietet sich die Chance, im Erfolgsfall noch mehr Anerkennung zu finden. Wir machen das, um Arbeitsplätze zu sichern und mehr Autos zu verkaufen."

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