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Mercedes GP: Test in der Wüste soll Michael Schumacher auf Touren bringen

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Mercedes GP  

Test in der Wüste soll Schumi auf Touren bringen

17.12.2009, 12:06 Uhr | dpa

Michael Schumacher arbeitet offenbar weiter an seinem Formel-1-Comeback. (Foto: dpa)Michael Schumacher arbeitet offenbar weiter an seinem Formel-1-Comeback. (Foto: dpa) Erst in den Schnee, dann in die Wüste: So könnte Michael Schumachers Fahrplan zum möglichen Formel-1-Comeback bei Mercedes GP aussehen. Ein Härtetest in der Wüste von Abu Dhabi soll nun offenbar klären, ob der Rekordweltmeister körperlich fit genug für die Rückkehr in den Rennzirkus ist.

Laut "Bild"-Zeitung planen Schumacher und Mercedes GP nach einem Skiurlaub des Kerpeners angeblich in den nächsten zwei Wochen private Testfahrten, die völlig unabhängig vom europäischen Winterwetter auf der neuen Formel-1-Rennstrecke in Abu Dhabi stattfinden könnten.

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Geld spielt keine Rolle

In dem arabischen Emirat, das über seinen Staatsfonds Aabar größter Anteilseigner sowohl am Daimler-Konzern als auch 30-Prozent-Partner des künftigen Formel-1-Werksteams der Stuttgarter ist, hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche gerade erst erklärt, dass der Fahrer des zweiten Silberpfeils neben Nico Rosberg wohl erst Anfang 2010 bekannt gegeben wird. An den Finanzen - spekuliert wird über ein Jahresgehalt zwischen 3,5 und 7 Millionen Euro - würde ein Comeback Schumacher übrigens nicht scheitern. "Ob er fahren wird oder nicht ist keine Frage des Geldes", sagte sein Manager Willi Weber.

Weber: "Er macht einen fitten Eindruck"

Schon eher eine Frage der körperlichen Belastbarkeit. Vor möglichen Testfahrten geht Schumacher aber erst einmal Skifahren, wie Weber dem "Express" erklärte. Dass Testfahrten geplant seien, bestätigte Weber aber nicht. Der Schwabe gab allerdings eine persönliche Einschätzung über den Gesundheitszustand seines Schützlings, der am 3. Januar 41 Jahre alt wird. "Er macht auf mich einen fitten Eindruck", sagte Weber: "Aber ich bin kein Arzt. Deshalb halte ich mich da lieber bedeckt." Weber verwies darauf, dass Schumacher beim letztlich gescheiterten Comebackversuch als Ersatz für den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa im August auch anscheinend körperlich fit gewesen sei.

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Medizinischer Check in den nächsten Tagen?

Damals waren allerdings nach Testfahrten wieder Schmerzen an der Schädelbasis aufgetreten, an der sich Schumacher bei einem schweren Motorradsturz im Februar einen Bruch zugezogen hatte. Nach den Testfahrten hatte ihm daher sein Vertrauensarzt Johannes Peil aus der Sportklinik Bad Nauheim vom Comeback abgeraten. Peil würde auch jetzt Schumacher vor einer Rückkehr in die Königsklasse durchchecken. Dass in den nächsten Tagen ein Termin geplant sei, konnte Weber nicht bestätigen. "Seine privaten Termine macht Michael selbst", sagte er.

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Testfahrten in einem GP-Boliden geplant

Sollte es zu den Testfahrten kommen, würde Peil danach Schumacher nochmals gründlich untersuchen, bevor er endgültig grünes Licht für ein Comeback gibt. Die Tests würden möglicherweise mit einem rund 600 PS starken Boliden aus der GP2-Serie stattfinden, da Testfahrten mit aktuellen Formel-1-Autos laut Reglement bis Anfang Februar verboten sind. Nur Einsätze von mindestens zwei Jahre alten Autos wären erlaubt, wie in dieser Woche bei Ferrari-Pilot Felipe Massa oder Schumacher selbst im August. Ob Mercedes dafür auf Autos aus der alten Partnerschaft mit McLaren zurückgreifen könnte, müsste ebenso erst vertraglich geklärt werden wie ein vom "Express" vermuteter Einsatz eines 2007er-Autos des Brawn-Vorgängerteams Honda.

Rosberg ist skeptisch

Sein möglicher künftiger Teamkollege Nico Rosberg prophezeit Schumacher unterdessen, dass es für ihn "nicht einfach" werde. "Wenn du so lange draußen bist und so wenige Testfahrten absolvieren kannst, um wieder reinzukommen, ist das nicht leicht", sagte der 24-Jährige der "Stuttgarter Zeitung".

Irvine vermutet Langeweile bei Schumacher

Schumachers früherer Ferrari-Kollege Eddie Irvine traut dem Kerpener unterdessen noch einiges zu. "Er ist nicht mehr auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft, allerdings noch immer gut genug, um Rennen zu gewinnen", sagte der Nordire der BBC, der vermutet, dass Schumacher ohne die Formel 1 "sehr, sehr langweilig" war. Daher habe er sich auch auf dem Motorrad versucht. "Aber das war total verrückt. So gut war er nicht und bezahlt wurde er auch nicht dafür", sagte Irvine. Die Formel 1 würde dagegen Sinn machen: "Dort dreht es sich nach wie vor um vier Räder, ein Lenkrad und einen Motor. Es gab niemanden, der damit besser zurechtkam als Michael."

Villeneuve: "Er ist ja nicht irgendjemand"

Schumachers einstiger WM-Rivale Jacques Villeneuve, der selbst auf ein Comeback hofft, ist ähnlicher Meinung wie Irvine: "Er ist ja nicht irgendjemand, sondern Michael Schumacher. Er hat auf der Strecke immer unglaubliche Dinge vollbracht", sagte der Kanadier: "Aus diesem Grund bin ich überzeugt davon, dass er das auch wieder tun kann."

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