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Schumachers Ziel: Wieder ganz oben stehen

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Formel 1  

Schumachers Ziel: Wieder ganz oben stehen

23.12.2009, 11:31 Uhr | dpa

Michael Schumacher steht vor einem Comeback in der Formel 1. (Foto: xpb.cc)Michael Schumacher steht vor einem Comeback in der Formel 1. (Foto: xpb.cc) Die Sensation ist endgültig perfekt: Michael Schumacher kehrt nach über drei Jahren in die Formel 1 zurück und wird für den deutschen Rennstall Mercedes-Grand Prix möglicherweise um seinen achten WM-Titel fahren. Nach wochenlangem Rätseln gab der schwäbische Automobilbauer den höchst spektakulären Coup einen Tag vor Heiligabend bekannt.

Für Schumacher, der bei seinem 251. Rennen am 14. März in Bahrain 41 Jahre alt sein wird, schließt sich damit gewissermaßen auch ein Kreis: Vor knapp 20 Jahren verpflichtete Mercedes mit seinem damaligen Schweizer Partner Peter Sauber den Kerpener als Werksfahrer in der Sportwagen-Weltmeisterschaft.

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"Wir planen für drei Jahre"

2010 wird Schumacher in der höchsten Motorsportklasse mit dem Stern auf dem Rennwagen an den Start gehen. Am Dienstag unterzeichnete der 40-Jährige, der am 3. Januar Geburtstag hat, den Vertrag. Das hatte "bild.de" bereits am späten Dienstagabend vermeldet. Das Engagement ist langfristig ausgerichtet. Zumindest sagte Schumacher in einer Telefonkonferenz: "Wir planen für drei Jahre. Ich werde nicht den Nummer-Eins-Status reklamieren. Das habe ich noch nie gemacht. Aber mein Ziel wird es natürlich sein, am Ende oben auf dem Treppchen zu stehen."

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Grünes Licht von der Scuderia Ferrari

In den Tagen und Wochen zuvor hatten weder Schumacher noch Mercedes klare Aussagen getroffen, Dementis blieben ebenso aus wie Bestätigungen. Erst Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sprach offen von Schumachers Absicht und Möglichkeit, für Mercedes 2010 ein Comeback zu geben. Von der Scuderia hatte Schumacher Grünes Licht bekommen. Er war seit dem Rücktritt nach seinem letzten Rennen am 22. Oktober 2006 als Berater für Ferrari tätig.

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Pause endet nach 1240 Tagen

Und nun wird er bei einem der Erzrivalen Gas geben: 1240 Tage nach seinem bis dato letzten Rennen wird er beim Saisonauftakt in der Wüste von Sakhir erneut in der Startaufstellung stehen. Zusammen mit Nico Rosberg wird Schumacher das Duo im Mercedes-Werksteam bilden - erstmals werden damit zwei deutsche Piloten für den selben Rennstall antreten. Für Mercedes soll es auch die Renaissance des Silberpfeil-Mythos werden. 1955 hatte Juan Manuel Fangio den bis dato letzten WM-Titel für ein werkseigenes Team des schwäbischen Autobauers eingefahren, der erst am Montag auch noch die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Öl- und Gasunternehmen Petronas aus Malaysia als neuer Hauptsponsor bekanntgegeben hatte.

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Erster Comeback-Versuch im Sommer gescheitert

Für Schumacher wird die Mercedes-Zeit auch zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten - und vor allem Erfolgsgaranten. Teamchef Ross Brawn begleitete Schumacher schon bei Benetton und Ferrari. Bei den Roten waren fünf WM-Titel in Serie von 2000 bis 2004 die erfolgreiche Ausbeute der gemeinsamen PS-Jagd, die beiden ersten WM-Triumphe hatte Schumacher 1994 und 1995 im Benetton Renault gefeiert. 1996 wechselte er dann zu Ferrari. Für die Scuderia wollte er bereits im Sommer ins Cockpit zurückkehren. Der Unfall von Kumpel Felipe Massa, die Loyalität zur Ferrari-Familie - Schumacher versuchte es, scheiterte aber.

Lunte gerochen

Die Schädelbasisverletzung, die er sich bei einem Motorradunfall am 11. Februar im spanischen Cartagena zugezogen hatte, war noch immer nicht ausgeheilt. Schumacher musste schwersten Herzens absagen. "Ich fühle mich nicht in der Lage, jetzt über die Zukunft nachzudenken", sagte Schumacher am 12. August in einem Genfer Nobelhotel. "Es ist vielleicht der härteste Moment, den ich in meiner Karriere hatte." Es nicht zu Ende zu bringen - für Schumacher wohl ein unerträglicher Zustand. Zumal er wieder richtig Lunte gerochen hatte, nachdem er in einem zwei Jahre alten Ferrari nach langer Zeit wieder Runden drehen konnte.

Schumi-Hype steht bevor

Der Formel 1, die 2009 mit dem Duell von Weltmeister Jenson Button und dem Sebastian Vettel eine spannende Saison erlebt hatte, steht durch die Schumacher-Verpflichtung nun ohne Zweifel ein Hype bevor. "Zampano" Bernie Ecclestone hatte schon von einer "magischen" Rückkehr des Rekordsammlers geschwärmt. "Ich fänd's klasse", hatte auch schon Rosberg mehrfach mitgeteilt, nachdem sich die Anzeichen für das Sensations-Comeback immer mehr verdichtet hatten.

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