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Formel 1: Flavio Briatores Sperre ungültig

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Renault  

Briatores Formel-1-Sperre ist unrechtmäßig

05.01.2010, 16:37 Uhr | sid, dpa

Doch eine Zukunft in der Formel 1? Briatore. (Foto: imago)Doch eine Zukunft in der Formel 1? Briatore. (Foto: imago) Erfolg für Flavio Briatore: Die lebenslange Verbannung des ehemaligen Formel-1-Teamchefs durch den Automobil-Weltverband FIA wurde von einem französischen Gericht gekippt. Das "Tribunal de Grande Instance" in Paris erklärte die Sperre, die der Motorsport-Weltrat am 21. September 2009 wegen des Skandals von Singapur ausgesprochen hatte, als unzulässig.

Ob der Italiener damit wieder in der Formel 1 arbeiten kann, ist allerdings unklar. Die FIA kündigte noch am Abend an, eine Berufung gegen die Entscheidung der Pariser Richter zu prüfen. ."Die Entscheidung des Gerichts ist nicht rechtskräftig, solange die Einspruch-Optionen der FIA nicht ausgeschöpft sind", schrieb der Weltverband in einer Pressemitteilung: "Bis dahin wird die Entscheidung des World Motor Sport Councils weiter Bestand haben."

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FIA prüft Einspruch

Die FIA kündigte allerdings nicht explizit einen Einspruch, sondern nur eine Prüfung eines solchen an. "Die Möglichkeit der FIA, diejenigen auszuschließen, die vorsätzlich das Leben anderer gefährden, ist niemals in Zweifel gezogen worden. Mit Blick auf diesen Punkt wird die FIA sorgfältig ihre Einspruchmöglichkeiten prüfen", hieß es in der Stellungnahme. Zudem will die FIA offenbar durch eine Verschärfung seiner Statuten künftig für mehr Rechtssicherheit sorgen. Der Weltverband kündigte an, Maßnahmen zu prüfen, die sicherstellen, dass "keine Personen, die sich an gefährlichen Aktivitäten oder an vorsätzlichen Betrügereien beteiligen", in Zukunft an der Formel 1 teilnehmen könnten.

Lebenslange Sperre

Briatore war am 21. September lebenslang aus der Formel 1 verbannt worden. Gemeinsam mit dem damaligen Technikchef Pat Symonds, der für fünf Jahre ausgeschlossen wurde, hatte er den damaligen Fahrer Nelson Piquet junior 2008 in Singapur zu einem absichtlichen Unfall überredet, um dem Teamkollegen Fernando Alonso zum Sieg zu verhelfen.

Erst einmal auf die Vaterrolle konzentrieren

Briatore plant nach der einstweiligen Aufhebung seiner lebenslangen Sperre vorerst kein Comeback in der Formel 1. "Die einzige Formel, die mich jetzt interessiert, ist die Formel Kind", sagte er in einem Interview mit dem italienischen TV-Kanal RAI 2. Briatores Frau Elisabetta Gregoraci soll bald ihr erstes Kind zur Welt bringen.

Briatore: "Das Leid, das mir Mosley zugefügt hat, war riesig"

Mit Blick auf seinen Erzfeind Max Mosley, dem ehemaligen Präsidenten der FIA, äußerte sich Briatore zufrieden: "Ich bin sehr glücklich. Ich hätte die Angelegenheit lieber innerhalb der Formel 1 gelöst, doch das war mit Max Mosley nicht möglich. Die einzige Möglichkeit war, sich an ein wirklich unabhängiges Gericht zu wenden. Das Leid, das mir die FIA-Sperre zugefügt hat, ist groß. Das Leid, das mir Mosley zugefügt hat, war riesig."

Gericht habe ihm "Freiheit und Würde zurückgegeben"

Briatore versicherte, dass er keine Rachegedanken gegen Mosley hege. "Der Beschluss des Gerichts in Paris hat mir die Freiheit und meine Würde zurückgegeben, die mir Mosley auf schändliche Weise genommen hatte. Für mich ist dies ein glücklicher Tag, den ich genießen will", sagte Briatore, nach dessen Auffassung das Verfahren gegen ihn in einem privaten Rachefeldzug Mosleys seinen Ursprung hatte.


Bauernopfer Briatore?

Briatore, von dem sich Renault nach Bekanntwerden des Skandals getrennt hatte, sah sich als Bauernopfer. Während der französische Autobauer, um dessen Verbleib die Formel 1 einige Zeit gebangt hatte, mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davonkam, wurde Briatore hart bestraft. Zudem hatte der FIA-Weltrat auch noch den ehemaligen Chef-Ingenieur Pat Symonds sanktioniert: Er wurde für fünf Jahre gesperrt.

Renault liefert seinen Teamchef ans Messer

Briatores ehemaliger Arbeitgeber hatte umgehend auf die schweren Vorwürfe reagiert und die Entscheidung des Weltrats akzeptiert. "Wir entschuldigen uns vorbehaltlos bei der Formel-1-Welt für dieses unzumutbare Verhalten", hatte der französische Autobauer damals mitgeteilt. Durch guten Willen bei der Aufklärung sowie der Trennung von den beiden Hintermännern hatte er zudem Argumente für das eher milde Urteil gegen Renault geliefert.


Kein Zugang zur Formel 1

Dem einstigen Teamchef wurde hingegen nicht einmal mehr der Zutritt zu einem Fahrerlager gewährt. Piloten, die Briatore als Manager beschäftigen, erhielten zudem von der FIA keine Lizenz mehr. Der Weltrat habe mit diesen drakonischen Sanktionen nicht allein die Mitschuld Briatores an den Vorgängen bestrafen wollen, sondern auch die Tatsache, "dass er seine Verstrickung trotz aller Beweise weiterhin bestritt", hieß es damals in der Urteilsbegründung.

Boullier tritt in Briatores Fußstapfen

Der neue starke Mann bei Renault: Eric Boullier. (Fotos: xpb/Renault)Der neue starke Mann bei Renault: Eric Boullier. (Fotos: xpb/Renault) Derweil hat Renault den 36-jährigen Eric Boullier zum neuen Teamchef gekürt. "Ich bin unglaublich stolz", sagte der neue starke Mann an der Spitze des ehemaligen Weltmeister-Teams. In der Vergangenheit habe Renault bereits demonstriert, dass es eines der Topteams in der Formel 1 ist. "Und ich bin mir sicher, dass wir mit harter Arbeit und Entschlossenheit wieder an der Spitze mitstreiten können", sagte Boullier. Der Franzose war vor zehn Jahren als Renningenieur in den Motorsport eingestiegen. Als Fahrer des Rennstalls steht bislang nur Robert Kubica fest. Der Pole sammelte in den vergangenen Jahren Punkte für BMW-Sauber. Nach dem BMW-Rückzug musste er sich ein neues Team suchen.

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