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Africa Cup: Bundesliga-Manager in Sorge

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Africa Cup  

Klubs zwischen Angst und Abstellungspflicht

10.01.2010, 16:17 Uhr | sid

Nach dem Schock über den tödlichen Terroranschlag geht bei den Bundesligisten die Angst um die Gesundheit ihrer afrikanischen Spieler um: Viele Klubbosse würden ihre Profis am liebsten in den nächsten Flieger stecken und sofort nach Deutschland zurückholen.

Formal sind ihnen zwar wegen der Abstellungspflicht des Weltverbandes FIFA für den Africa Cup die Hände gebunden, doch bei weiteren Anzeichen der Gewalt würden die Vereine einem Konflikt mit der FIFA nicht aus dem Wege gehen.

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Zorc: "Würden Spieler zurückholen"

"Die FIFA müsste erst die Abstellungspflicht aufheben, damit wir handeln können. Solange das nicht geschieht, können wir unsere Spieler nicht heimholen, weil sie dann gesperrt wären", sagte Michael Zorc, Sportdirektor von Borussia Dortmund, der "Berliner Morgenpost". Allerdings stellte Zorc unmissverständlich klar, die Abstellungspflicht ignorieren zu wollen, sollte er den Eindruck haben, der ägyptische Stürmer Mohamed Zidan befände sich in Gefahr. "Wenn er um seine Sicherheit fürchten würde oder gravierende Sicherheitsbedenken bestehen sollten, würden wir auch eine Sperre in Kauf nehmen und ihn zurückholen, wenn er es will", sagte Zorc.

Leverkusen sorgt sich um Toure

Auch Bayer Leverkusen denkt darüber darüber nach, seinen Spieler Assimiou Toure nach Hause zu holen, "weil wir uns Sorgen wegen der schwierigen Sicherheitslage machen", sagte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Der 22-Jährige Toure hatte den Anschlag in der angolanischen Exklave Cabinda auf den Mannschaftsbus Togos, bei dem am Freitag der Assistenztrainer, der Pressesprecher sowie der Busfahrer ums Leben kamen, zumindest körperlich unversehrt überstanden.

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Schindelmeiser: "Unbehagen ist da"

Ähnlich würde auch Jan Schindelmeiser, Manager von 1899 Hoffenheim, in den Fällen von Chinedu Obasi (Nigeria) und Isaac Vorsah (Ghana) reagieren. "Wenn die Spieler uns ein Signal geben, dass sie zurück wollen, würden wir aktiv werden", sagte Schindelmeiser. Er gab zudem zu, dass die Sorge um die Afrika-Stars die Rückrunden-Vorbereitung beeinträchtigen würde: "Diese Sache liegt schon über unserer Vorbereitung. Ein gewisses Unbehagen ist natürlich da."

Klubs in Italien und England fordern Rückkehr

Auch international werden die Rufe nach einer Rückkehr der in Europa angestellten Legionäre immer lauter, zumal der bewaffnete Arm der "Befreiungsfront für die Unabhängigkeit von Cabinda (FLEC)" weitere Anschläge während des Turniers ankündigte. So forderte der italienische Erstligist Udinese Calcio den Verband Ghanas und den Weltverband FIFA gar auf, Kwadwo Asamoah zurück nach Italien reisen zu lassen. Auch Englands Premier-League-Klub Hull City will seine Spieler Daniel Cousin (Gabun) und Seyi Olofinjana (Nigeria) zurückbeordern.

Horst Heldt: "Lage ist sehr unübersichtlich"

Eine Heimkehr von Arthur Boka wäre auch Stuttgarts Sportvorstand Horst Heldt alles andere als unrecht. "Mir wäre am liebsten, Arthur könnte zurückkehren, denn die Lage ist sehr unübersichtlich", sagte Heldt. Boka muss mit Turnierfavorit Elfenbeinküste in der Gruppe B seine Spiele in Cabinda austragen, wo sich der blutige Anschlag ereignete. Viele der elf Klubs der 1. und 2. Bundesliga, die einen der insgesamt 20 in Deutschland angestellten Profis für den Africa Cup abstellen, haben inzwischen Kontakt zu ihren Spielern aufgenommen.

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