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Formel 1: Schumacher schon schneller als Rosberg

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Formel 1  

Schumacher schon schneller als Rosberg

01.02.2010, 17:05 Uhr | sid, dpa

Michael Schumacher ist endlich wieder zurück in einem Formel-1-Wagen. (Foto: ap)Michael Schumacher ist endlich wieder zurück in einem Formel-1-Wagen. (Foto: ap) Das Warten hat ein Ende: Michael Schumacher ist auf der Rennstrecke in Valencia im neuen Silberpfeil erstmals auf die Piste gerollt und begeisterte damit rund 2000 Fans, die den ganzen Tag auf diesen Moment gewartet hatten.

Und kaum auf der Piste, fand der Rekordweltmeister auch schnell wieder zu altem Tempo zurück. In seiner 18. Runde war der 41-Jährige erstmals 45 Tausendstelsekunden schneller als sein fast 17 Jahre jüngerer Teamkollege Nico Rosberg.

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"Ein super Tag"

Schumacher war nach dem Test äußerst zufrieden: "Das war ein super Tag", sagte er und bekräftige auch mit seinem Nacken keinerlei Probleme gehabt zu haben. "Ich bin die erste Runde rausgefahren und habe gedacht: Uppala, das ist aber ganz schön flott. In der zweiten Runde ging's dann. Das war im Prinzip wie 1991 für mich." Schon vor den ersten offiziellen Proberunden hatte er prophezeit: "Später im Verlauf der Testfahrten, wenn ich dann meinen Rhythmus gefunden habe und merke, ich kann eine Runde wie die andere fahren, ich bin absolut am Limit, dann bekomme ich diese Fahr-Geilheit."

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Alle Aufmerksamkeit bei Schumi

Rosberg hingegen hatte zwar die Ehre der Jungfernfahrt im ersten Werks-Mercedes seit 55 Jahren, doch schon beim Fototermin hatte Rosberg sich mit ernster Miene neben dem strahlend lächelnden Schumacher ein wenig komisch gefühlt. "Daran muss ich mich wirklich gewöhnen. Bei der Präsentation waren 100 Objektive auf Michael gerichtet und keins auf mich", sagte der 24-Jährige, der aber immerhin mit dem ersten Eindruck vom MGP W01 zufrieden war. "Man kann zwar noch nicht allzu viel sagen, aber es war okay", sagte Rosberg, der wegen einer zu tiefen Sitzposition Probleme mit der Sicht hatte.

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Relaxter Auftritt des Rückkehrers

Schumacher hatte sich am Vormittag Rosbergs erste Runden und auch die der Konkurrenten genau angeschaut, zwischendurch winkte er auch schon mal den zahlreichen Fans auf dem Dach des Boxengebäudes zu. Der siebenmalige Weltmeister war so entspannt, dass er unmittelbar vor dem Fototermin sogar noch schnell die Zeit für ein Händeschütteln mit Teammanager Massimo Rivola von seinem früheren Ferrari-Rennstall fand.

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Silberpfeil erstmals zu sehen

Das Auto hatten zwei Minuten vor Beginn des Blitzlichtgewitters einige Mechaniker ohne große Show aus der Garage in die Boxengasse geschoben. Bei der Team-Präsentation eine Woche zuvor hatten die Stuttgarter der Öffentlichkeit nur das Design am Brawn-Weltmeisterauto von 2009 vorgestellt. Die Präsentation des neuen Autos berührte dann auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Das ist schon nochmal etwas Besonderes. Vor allem, weil hier in sehr kurzer Zeit sehr viel dargestellt wurde. Das war unser härtester Winter", sagte Haug.

Auffällige Nase am Boliden

Der neue Dienstwagen besticht durch die höckerförmige und geschwungene Nase, ähnlich wie beim erfolgreichen Red Bull der vergangenen Saison. Auf die auffällige Flosse, wie beispielsweise bei den Autos von McLaren, Renault und auch Sauber, verzichteten die Aerodynamik-Strategen bei Mercedes indes - übrigens ebenso wie die Kollegen von Ferrari.

Rosberg absolviert 39 Runden

Um 10.33 Uhr röhrte in der Box zum ersten Mal der Mercedes-Motor im neuen Silberpfeil. Zwei Minuten später bahnte sich Rosberg vorbei an vielen Fernsehkameras den Weg auf die Strecke zur ersten Installationsrunde, bei der alle Systeme des Autos überprüft werden. Um 11.34 Uhr nahm der Sohn des ehemaligen Weltmeisters Keke Rosberg die richtige Testarbeit auf und fuhr insgesamt 39 Runden, bevor am Nachmittag Schumacher das Lenkrad übernahm.

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Schumacher ehemals im Junior-Team von Mercedes

Für den Kerpener, der nach drei Jahren Pause in die Königsklasse zurückkehrt, war es der erste offizielle Einsatz als Mercedes-Werkspilot auf einer Rennstrecke, seit er Anfang der 90er Jahre als Mitglied des Mercedes-Juniorteams in einem Gruppe-C-Sportwagen für die Stuttgarter unterwegs war. 1991 schaffte er dann mit Unterstützung von Mercedes bei Jordan den Sprung in die Formel 1, wo er bis zu seinem Rücktritt Ende 2006 in 250 Rennen 91 Siege holte und siebenmal Weltmeister wurde.

"Schumi, gib Gummi. Willkommen zurück"

Zuletzt hatte Schumacher sich mit privaten dreitägigen Testfahrten in einem GP2-Auto in Jerez auf sein Comeback vorbereitet. Die Fans freuen sich, dass Schumacher wieder da ist. Über der Mercedes-Box hing ein Transparent eines spanischen Fanklubs. "Schumi, gib Gummi. Willkommen zurück", war darauf zu lesen. Ein paar Minuten später sorgte ein Rosberg-Fanklub für Ausgeglichenheit: "Nico Rosberg, World Champion with Mercedes (Weltmeister mit Mercedes)."

Keine Sonderstellung für den Rekordweltmeister

Innerhalb des Mercedes-Teams sind beide Fahrer gleichgestellt. Laut Haug ist es auch schon das Ziel, bei den Testfahrten beide zu gleichen Teilen einzusetzen. "Wir versuchen, es hinzubekommen, dass es gerecht ist. Insgesamt müssen wir aber schauen, dass wir unsere Ziele erreichen und dafür die Zeit optimal nutzen", sagte Haug.

Auch andere drehten Testrunden

Schon vor Rosberg waren die sechs anderen Teams, die an den Testfahrten teilnehmen, mit ihren 2010er-Autos auf die Strecke gegangen. Den Anfang machte Sebastien Buemi im Toro Rosso, sein Auto war ebenfalls erst am Morgen enthüllt worden. Es folgten Felipe Massa im Ferrari, Testfahrer Gary Paffett im McLaren, Rubens Barrichello im Williams, Pedro de la Rosa im Sauber sowie Robert Kubica im Renault. Schumacher fuhr insgesamt die drittbeste Zeit. Sein ehemaliger Teamkollege Massa erreichte die Tagesbestzeit.

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