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Bundesliga: Bordon-Kopfball sorgt für erneute Diskussion um Videobeweis

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21. Spieltag  

Bordon-Kopfball klar hinter der Linie - kein Tor!

06.02.2010, 20:52 Uhr | t-online.de

Bordons Treffer, der nicht gegeben wurde. (Screenshot LIGA total!)Bordons Treffer, der nicht gegeben wurde. (Screenshot LIGA total!) Die 47. Minute im Bundesliga-Spiel zwischen dem SC Freiburg und Schalke 04 dürfte für mächtig Gesprächsstoff sorgen. Schiedsrichter Dr. Jochen Drees erkannte einen klaren Treffer der Königsblauen nicht an. Der FC Schalke 04 verpasste beim 0:0 in Breisgau dadurch einen möglichen Sieg und den Anschluss an die beiden führenden Teams aus Leverkusen und München. Die Diskussion um den Videobeweis geht in die nächste Runde.

Felix Magath jedenfalls war nach dem Spiel bedient: "So lange Amateure über Profis bestimmen, müssen wir damit leben", kanzelte der Coach des FC Schalke 04 die Regelhüter des Deutschen Fußball-Bundes ab.

Phantom-Tor in Duisburg Ball sprang einen Meter vor der Linie auf
0:0 in Freiburg Bitterer Rückschlag für Schalke

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Klare Fehlentscheidung

Was war passiert? S04-Verteidiger Marcelo Bordon köpfte einen Flankenball von Ivan Rakitic an die Unterkante der Latte, von dort sprang die Kugel hinter die Line und dann in die Arme von Freiburgs Keeper Simon Pouplin. Schiedsrichter Drees erkannte im Verbund mit seinem Linienrichter auf Weiterspielen. Eine klare Fehlentscheidung. Wieder einmal!

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Tiffert-Schuss klar vor der Linie

Erst vor wenigen Wochen gab es den umgekehrten Fall: Nach einem Lattenschuss von Christian Tiffert beim 5:0-Sieg des MSV Duisburg gegen den FSV Frankfurt landete der Ball für (fast) alle deutlich sichtbar vor der Linie. Doch der Schiedsrichter Marco Fritz entschied zur Verwunderung aller auf Tor. Selbst Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel schimpfte danach: "Das darf nicht passieren. Dafür fehlt mir das Verständnis!"

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Kuranyi schimpft: "Klares Tor verwehrt"

Das nicht gegebene Tor Bordons dürfte die Diskussion um den Videobeweis erneut anheizen. "Uns wurde ein klares Tor verwehrt", sagte Stürmer Kevin Kuranyi. "Ich mache dem Assistenten und dem Schiedsrichter keinen Vorwurf", stellte Magath klar, dass die Schuld nicht bei den Unparteiischen, sondern dem veralteten Reglement liege.

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Magath: "Es geht um viel Geld"

Magath fordert bereits seit längerer Zeit ein Umdenken. "Ich rede schon seit Jahren davon und kann mich nur wundern, dass sich viele immer noch dagegen wehren, im Fußball endlich technische Möglichkeiten zu nutzen“, sagte er. "Es geht um zuviel Geld. Spielentscheidende Situationen müssen überprüft und krasse Fehler korrigiert werden.“ Dies könne entweder durch Videobeweis oder durch einen Mikrochip im Ball geschehen.

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Merk-Vorschlag nicht ernst genommen

Zuletzt hatte sich sogar der ehemalige Top-Schiedsrichter Markus Merk für den Videobeweis ausgesprochen und eigens ein 30-seitiges Konzept präsentiert. Doch der DFB äußerte sich zurückhaltend. "Wir sind technischen Neuerungen gegenüber immer aufgeschlossen", hatte der im DFB-Präsidium für die Schiedsrichter zuständige Vize-Präsident Rainer Koch vor geraumer Zeit versichert. Er machte aber auch deutlich, dass dies für den DFB derzeit kein Thema ist. Die Diskussion sei theoretischer Natur. "Schließlich ist der DFB den Vorgaben des Weltverbandes FIFA verpflichtet. Diese sehen keine Beweisführung durch TV-Aufnahmen vor", betonte Koch.

Magath 1979 Opfer des Videobeweises

Ironie am Rande: Felix Magath war der erste Akteur in der Bundesliga-Geschichte, der per Videobeweis bestraft wurde. Am 10. Februar 1979 im Spiel zwischen dem Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach wurde Magath zweimal hintereinander gefoult. Er stürzte und tätschelte beim Aufstehen Horst Wohlers zu Versöhnung die Wange. Das war zumindest seine Version. Der Gladbacher Wohlers fühlte sich stattdessen geohrfeigt und trat spontan nach. Der Schiedsrichter sah nur den Tritt und stellte Wohlers vom Platz. Im Anschluss daran ermittelte der DFB und sperrte Magath auf Grund der TV-Bilder für mehrere Wochen. Eine hitzige Debatte begann. Sie ist mittlerweile seit über 30 Jahren im Gange.

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