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Podolski fühlt sich "traurig" und "leer"

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1. FC Köln  

Podolski fühlt sich "traurig" und "leer"

21.02.2010, 12:36 Uhr | sid

Lukas Podolski macht schwere Zeiten durch. (Foto: imago)Lukas Podolski macht schwere Zeiten durch. (Foto: imago) Die WM rückt näher, Lukas Podolskis Topform dagegen in immer weitere Ferne. Noch dazu hat im Kampf um die begehrten Tickets für Südafrika ein Konkurrent, der fast schon vergessen schien, wieder Ansprüche angemeldet. Beim 1:5-Debakel seines 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart musste Podolski gleich vier Tore seines Gegenspielers Cacau mit ansehen.

Prinz Poldi hingegen, der Shootingstar beim Sommermärchen 2006, bricht derzeit nur Minusrekorde: Seit seinem bisher einzigen Saisontor hat er nun 1300 Minuten nicht mehr getroffen und ist damit der neue Spitzenreiter in der traurigen Liste der Nationalspieler mit den längsten Durststrecken vor Uli Hoeneß (1249). "Man ist leer, rennt nach Hause und will einfach nur die Tür hinter sich abschließen und traurig sein", sagte der 24-Jährige nach der erneuten Demütigung und fügte an: "Das ist eine schwere Zeit für mich. Aber da muss ich durch. Irgendwann geht der Ball wieder rein."

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Flick nimmt Podolski in Schutz

Auf der Tribüne erlebte auch Hansi Flick, der sich im Auftrag von Bundestrainer Joachim Löw das Spiel ansah, die Vorstellung des Publikumslieblings mit. "Er hat's verdammt schwer, wird selten vernünftig angespielt", sagte Flick der "Bild am Sonntag". In der DFB-Elf ist Podolski teilweise nicht wiederzuerkennen, da zeigt der 69-malige Nationalspieler sein ganzes Potenzial. Gegen Stuttgart waren es nach einer vornehm ausgedrückt unauffälligen ersten Halbzeit zehn Minuten, in denen der alte Poldi zu sehen war: Kraftvolle Spurts, Tacklings, ein strammer Linksschuss knapp am Tor vorbei und ein Kopfball, den Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann entschärfte. Aber wieder nix.

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Fans verlassen vorzeitig das Stadion

Wieder nix auch mit einem Heimsieg für die Kölner. Die leidgeprüften Fans verließen teilweise schon nach einer Stunde das Stadion. "Es ist einfach bitter, dass wir das zu Hause nicht hinbekommen. Für die Fans ist das natürlich besonders bitter, wenn wir ein solches Spiel zeigen", sagte der Publikumsliebling. Vom Großteil der 45.500 Zuschauer gab es Pfiffe angesicht der miserablen Vorstellung, der dritten Pflichtspielpleite in Folge. Seit der Bundesliga-Rückkehr 2008 war es für Köln die 15. Heimniederlage in 29 Spielen. Dürftige sechs Siege brachte der FC in dieser Zeit zustande. Und auch das waren wahrlich keine Fußball-Feste. Nur die vergleichsweise besseren Auswärtsleistungen retteten die Kölner immer wieder.

Soldo beklagt mangelhaftes Defensivverhalten

Trotz eines komfortablen Vorsprungs von acht Punkten auf Relegationsplatz 16 warnen Podolski und die Verantwortlichen. "Wenn wir nicht aufpassen, rutschen wir da unten noch rein", sagte Podolski. FC-Trainer Zvonimir Soldo zeigte sich vor allem besorgt über das mangelhafte Defensivverhalten. "Wir haben die Stabilität verloren, die uns zum Ende der Vorrunde noch so ausgezeichnet hat. Wir sind noch lange nicht gerettet", sagte der ehemalige Stuttgarter Profi, der mit dem FC das Hinspiel noch 2:0 beim VfB gewonnen und damit seinen ersten Sieg als Bundesliga-Coach gefeiert hatte.

Druck auf Soldo wird größer

Leichter wird es für den 42-jährigen Kroaten nicht. Abgesehen vom öffentlichen und möglicherweise auch wieder zunehmenden internen Druck muss Soldo in den nächsten Wochen auf Adil Chihi verzichten, der sich einen Syndesmoseriss zuzog. Und ein Star wie Maniche, der wegen seiner Erfahrung geholt wurde, entpuppt sich immer mehr als teurer Flop. Der Portugiese fehlte am Samstag, weil er angeschlagen war.

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