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Fall Amerell: Ehemaliger Referee kritisiert DFB

21.02.2010, 15:37 Uhr | t-online.de

Weiter im Blickpunkt: Manfred Amerell. (Foto: imago)Weiter im Blickpunkt: Manfred Amerell. (Foto: imago) Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Amerell waren beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) möglicherweise schon länger bekannt. Dies legen Aussagen des langjährigen Berliner Erstliga-Referees Peter Gabor nahe. "Ich wundere mich darüber, dass jeder so tut, als wüsste er von nichts", sagte Gabor.

Dem von seinen Ämtern zurückgetretenen Amerell wird vorgeworfen, mindestens einen Schiedsrichter sexuell belästigt zu haben. Amerell hatte am Samstag in der ARD-"Sportschau" erneut zurückgewiesen, den Bundesliga-Unparteiischen Michael Kempter bedrängt oder belästigt zu haben und nur von einem freundschaftlichen Verhältnis gesprochen. Er kenne nach wie vor keine expliziten Vorwürfe, sagte Amerell, langjähriges Mitglied des DFB-Schiedsrichterausschusses.


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Gabor: "Informationen über mehrere Jahre"

Der frühere Schiedsrichter-Beobachter Gabor hatte dagegen in der selben Sendung erklärt: "Ich habe Informationen über mehrere Jahre, dass da irgendetwas ist. Und ich kann nur für die Berliner Schiedsrichter-Szene sprechen. Da war Manfred Amerell das ein oder andere Mal unterwegs, auch mit jungen Schiedsrichtern, die in dem Ruf standen, für so etwas empfänglich zu sein. Und ich denke, das ist beim DFB beileibe nicht so unbekannt."

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Kein Zugriff auf die Berliner Szene

Gabor sagt, ihm seien zwei Unparteiische im Gedächtnis, von denen es hieß, Amerell habe sich mit ihnen umgeben. Die Vorgänge lägen bereits mehrere Jahre zurück. Allerdings schränkte Gabor ein, er habe keine Beweise dafür und darüber nicht mit dem Schiedsrichter-Chef des DFB, Volker Roth, gesprochen. "Ich habe meine Vermutungen einem anderem Mitglied des Schiedsrichterausschusses mitgeteilt, aber weil sie nicht zu beweisen waren, wurden keine Schlussfolgerungen daraus gezogen." In der Berliner Szene habe Amerell auf niemanden Zugriff gehabt, sagte Gabor und betonte, dass nur ein Amtsmissbrauch durch Amerell verwerflich wäre. "Ich habe nicht behauptet, dass es so war", sagte Gabor.

Amerell zum Gang vor Gericht ermuntert

Um die Angelegenheit zu klären, soll es eine Verhandlung vor dem Münchner Landgericht geben, die nach Angaben von Amerells Anwalt Jürgen Langer schon im März stattfinden soll. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach äußerte Verständnis für Amerells Schritt, zu dem ihn DFB-Präsident Theo Zwanziger nach dem Ende der verbandsinternen Untersuchung praktisch ermuntert hatte. Dass Amerell vor ein ordentliches Gericht gehe, "ist aus seiner Sicht absolut richtig", sagte Niersbach in der Sendung "Doppelpass" des Deutschen Sportfernsehens (DSF). Der DFB-Generalsekretär betonte, Amerell habe sehr wohl die Karriere eines Schiedsrichters beeinflussen können: "Natürlich ist die Einflussmöglichkeit da. Wie stark oder wie schwach sie ist, darüber kann man diskutieren."

DFB will keine Zahlen nennen

Niersbach ließ die Zahl der möglicherweise Betroffenen offen, nachdem Zwanziger in der "Welt" und dem "Hamburger Abendblatt" erklärt hatte, es seien mehr als vier. Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe hätten sich beim DFB unaufgefordert weitere gemeldet. "Die Schiedsrichter haben sich an den DFB gewandt, weil sie in Not waren. Ich sage keine Zahl, ich sage keine Details", sagte Niersbach und äußerte sich optimistisch, dass Kempter, der im März wieder pfeifen soll, seine Karriere unbeschadet fortsetzen kann.

Fandel verspricht frischen Wind

Für die Zukunft versprach Niersbach mehr Transparenz. Das gesamte System müsse vom Verdacht der Günstlings-Wirtschaft befreit werden, sagte Niersbach in der "Sportschau". Der designierte künftige DFB- Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel, der Roth im Oktober ablösen soll, versprach in der "Bild am Sonntag": "Es wird ein frischer, moderner Wind durch das Schiedsrichterwesen wehen. Wir stellen um auf Teamarbeit." Allerdings gilt der ehemalige Referee Fandel in den Landesverbänden nicht als unumstritten.

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