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Olympia 2010: Doping-Experte Werner Franke kritisiert "unintelligente" Dopingtests

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Olympia 2010 - Doping  

Franke: "Kein Athlet kommt aus Doofmannshausen"

Olympia 2010: Doping-Experte Werner Franke kritisiert "unintelligente" Dopingtests.

Doping-Experte Werner Franke. (Foto: imago)

Um in Vancouver oder Whistler des Dopings überführt zu werden, müsse der Athlet schon aus "Doofmannshausen" kommen, erklärte Doping-Experte Werner Franke. Nach der ersten Olympia-Woche in Vancouver wartet die Sportwelt noch auf den ersten Dopingfall. Franke scheint Recht zu behalten mit seiner Einschätzung, keiner könne so doof sein, erwischt zu werden - weil offenbar auch nicht jeder erwischen wolle.

Franke wirft den Verbänden samt Internationalem Olympischem Komitee (IOC) vor, sie könnten deutlich intelligentere Kontrollen durchführen, wenn sie nur wollten. Seine Folgerung: "Es gibt weiter weltweit toleriertes Doping." Franke geht weiterhin davon aus, dass "in den Ausdauerwettbewerben die Mehrzahl der Spitzenathleten gedopt ist".

Schlupflöcher ohne Ende

Die Athleten würden von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) übers Jahr "unintelligent" getestet und seien bei Olympia vorgewarnt. Nach wie vor gebe es für potenzielle Doper zu viele Schlupflöcher, auch weil etliche Substanzen auf lange Sicht nicht aufzuspüren seien. Doch seit dem 4. Februar seien alle auf der Hut. Jeder wisse, dass seit Öffnung des Olympischen Dorfes selbst nach jenen Substanzen gefahndet werde, die ansonsten in Trainingsphasen erlaubt seien.

Terentewa kommt mit einer Verwarnung davon

Darum setzte auch die russische Eishockeyspielerin Swetlana Terentewa den Hustensaft, der eine Stimulans enthielt, drei Tage vor der Öffnung des Dorfes ab. Dennoch befanden sich noch fünf Tage später bei einer Kontrolle Spuren des Wirkstoffs in ihrem Körper. IOC-Vizepräsident Thomas Bach stufte die Affäre gleich als "leichten Fall" ein, der fast ohne Folgen blieb: Es gab eine Verwarnung, aber kein Startverbot für das olympische Turnier.

Das IOC versteckt sich hinter Zahlen

Bach und IOC-Präsident Jacques Rogge gehen auf Behauptungen wie jene von Werner Franke nicht ein. DOSB-Präsident Thomas Bach verweist auf kontinuierliche Verbesserungen im Kontrollsystem und eine Steigerung der durchgeführten Tests gegenüber Turin 2006 (1200 auf 2000) um fast 70 Prozent. Und vor allem auf die Tatsache, dass die Proben von Vancouver für spätere Tests auf derzeit nicht nachweisbare Mittel für acht Jahre eingefroren werden.

Olympia-Medaillen auf Abruf

Auf diesem Weg wurden seit Olympia 2008 in Peking schon etliche Athleten nachträglich überführt. Nach 397 Wettkampf-Kontrollen (davon 65 Blutproben) wurden bisher rund 300 Proben negativ analysiert. Außerhalb der Wettkämpfe gab es seit Öffnung des Athletendorfes 877 Kontrollen (246 Blut) ohne weiteren positiven Fall. Von insgesamt 1274 Tests (311 Blut) war nur die Probe der Russin auffällig - zudem gab es drei überhöhte Hämoglobinwerte, die zu fünftägigen Schutzsperren führten. Erst im 30-Kilometer-Langlauf darf der Neuseeländer Benjamin Koons wieder starten.

Schutzsperren abgesessen

Seit dem 17. Februar sind der russische Kombinierer Nijas Nabejew und der estnische Langläufer Kaspar Kokk wieder startberechtigt. Ihnen war auferlegt worden, sich zuvor einem weiteren Bluttest zu unterziehen. Kokk trat zum Sprint nicht an.

Das Abmeldesystem funktioniert

Verstöße gegen das Abmeldesystem sind laut IOC-Sprecher Mark Adams bisher nicht zu verzeichnen. Zweimaliges Fehlverhalten führt erstmals bei Olympia zum Ausschluss vom Wettkampf. Athleten müssen täglich bekannt geben, wo sie sich wann befinden, damit sie für unangemeldete Kontrollen greifbar sind.

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