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Humanplasma: Keine deutschen Sportler verwickelt

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Humanplasma: Keine deutschen Sportler verwickelt

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Humanplasma: Keine deutschen Sportler verwickelt.

Österreichs NOK-Chef Karl Stoss hat sich mit seinen Behauptungen weit aus dem Fenster gelehnt. (Foto: imago)

Die vor den Olympischen Spielen in Vancouver von Österreichs NOK-Chef Karl Stoss geäußerten Doping-Anschuldigungen gegen deutsche Sportler sind laut der Wiener Blutbank Humanplasma haltlos. "Nach allen uns vorliegenden Informationen waren keine deutschen Sportlerinnen und Sportler zur Blutabnahme bei Humanplasma", hieß es in einem offenen Brief des Unternehmens an Stoss.

Der Österreicher hatte vor den Winterspielen in Vancouver von einer "dubiosen Liste" gesprochen, auf der auch "eine ganze Menge von deutschen Sportlerinnen und Sportlern" gestanden haben sollen.

Humanplasma distanziert sich deutlich

"Diese Behauptung ist falsch", schrieb Humanplasma weiter und übte harsche Kritik am Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees. Stoss' Spekulationen ("Man sollte nicht mit Steinen in Glashäusern werfen, wo man selbst drinnen sitzt") hätten mit der Realität nichts zu tun und seien im Anti-Doping-Kampf kontraproduktiv. Die Anschuldigungen von Stoss hatten vor den Olympischen Spielen für Verstimmung im deutschen Lager gesorgt. Thomas Bach hatte daraufhin in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) seinem österreichischen Kollegen einen Brief geschrieben und aufgefordert, Namen zu nennen.

Keine konkreten Verdachtsmomente

In der Vergangenheit waren immer wieder Gerüchte aufgekommen, dass auch bei deutschen Wintersportlern zwischen 2003 und 2006 Blutabnahmen durchgeführt worden seien. "Es gab Hinweise auf Sportler aus Deutschland, aus dem Wintersport. Wir hatten aber keine konkreten Namen", hatte Arnold Riebenbauer, damals Vorsitzender des Disziplinar-Ausschusses des österreichischen Ski-Verbandes, in dem ARD-Film "Geheimsache Doping: Eiskalter Betrug" gesagt. Der Blutbank-Skandal war im Winter 2007/2008 publik geworden.

Blutbank räumt Fehler ein

Im Labor der Wiener Humanplasma wurden von Mitte 2003 bis Anfang 2006 Blutabnahmen bei 30 Sportlern durchgeführt, teilte das Unternehmen nochmals mit. Drahtzieher seien damals der frühere Ski-Trainer Walter Mayer, der ehemalige Ruder-Nationaltrainer Martin Kessler und Sport-Manager Stefan Matschiner gewesen. Humanplasma werde die Namen der Athleten nicht nennen, das sei Sache der Behörden oder der Gerichte. Gleichwohl räumte das Unternehmen in dem offenen Brief nochmals ein, dass "diese Abnahmen aus heutiger Sicht ein Fehler waren".

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