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Formel 1: Das ist neu in der Saison 2010

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Formel 1  

Die wichtigsten Änderungen in der Formel 1

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Formel 1: Das ist neu in der Saison 2010.

Formel-1-Neuling Nico Hülkenberg im Willams. (Foto: imago)

Auch 2010 wird den Beteiligten und Fans der Formel 1 wieder einige neue Regeln, neue Entwicklungen und neue Gesichter bringen. Die Technik der Boliden wird sich verändern, es kommen junge Talente, es wird das McLaren-Duell Hamilton gegen Button geben, und die gesamte Motorsportwelt wartet gespannt auf die ersten Mercedes-Runden von Rückkehrer Michael Schumacher.

Wir haben die wichtigsten Neuerungen für die Saison 2010 für Sie zusammengefasst.

Tankverbot während des Rennens

Die taktischen Spielchen mit Spritmengen in Qualifying und Rennen haben mit dem Beginn der neuen Saison ein Ende. 16 Jahre lang konnten sich die Formel-1-Piloten bei Bedarf zusätzlichen Treibstoff an der Box abholen, nun ist damit Schluss. Das Tankverbot hat nicht nur auf Rennverläufe, Taktik und Betrieb an der Box Auswirkungen, sondern auch beim Bau der Autos.

Doppeltes Volumen für Tanks

Die Formel-1-Fahrzeuge müssen zum Rennstart rund 230 Liter Benzin an Bord haben, um über die volle Distanz gehen zu können. Die Tanks fallen somit mehr als doppelt so groß aus wie noch im Vorjahr. Dies hat Konsequenzen: Um das größere Volumen hinter dem Fahrersitz platzieren zu können, muss bei den Fahrzeugen der Radstand verlängert werden, die Balance verändert sich.

Härtere Belastung für die Reifen

Der Reifen war schon in den vergangenen Jahren oftmals ein ganz entscheidender Faktor im Kampf um Rennsiege. In diesem Jahr wirken aufgrund der höheren Benzinlast zum Rennstart erheblich größere Kräfte auf die Pneus. "Die Konstruktionsweise ist mehr auf Ausdauer ausgelegt und die Mischungen wurden ebenfalls modifiziert", erklärt Bridgestone-Reifentechniker Jun Matsuzaki die neuen Voraussetzungen. Fest steht: Die Teams müssen die neuen Gummis zunächst kennen und nutzen lernen.

Reifen-Problematik fordert sanften Fahrstil

Neben veränderter Konstruktion und unterschiedlichem Härtegrad der Reifen wird ebenso das Format der Gummiwalzen angepasst. "2010 werden wir einen schmaleren Vorderreifen haben", erklärt Bridgestone-Entwicklungschef Hirohide Hamashima. "Das Wichtigste für einen Formel-1-Fahrer wird sein, in den ersten zehn bis 15 Runden schonend mit den Reifen umzugehen, um die Reifen im ersten Stint nicht zu schnell kaputtzumachen", erklärt Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso. "Die Fahrer werden ihren Fahrstil im ersten Teil des Rennens leicht umstellen müssen."

Boxenstopp in unter fünf Sekunden

Die Show in der Boxengasse wird zwar durch den fehlenden Nachtankvorgang etwas ärmer, doch wird sich genügend Spektakel ergeben. Die ab der neuen Saison zahlenmäßig kleineren Boxencrews werden sich einen Wettbewerb liefern. Ein Stopp mit Wechsel aller vier Reifen in fünf Sekunden? Vielleicht sogar in vier oder drei Sekunden? Die Teams werden die schnellen Abläufe schon jetzt intensiv trainieren.

Qualifikation und Punkte

Am grundsätzlichen Ablauf des Qualifyings am Samstag vor jedem Grand Prix wird sich nichts ändern. Allerdings werden nach den ersten beiden Sektionen der Zeitenjagd mehr traurige Gesichter zu sehen sein. Weil im neuen Jahr insgesamt 26 Autos auf die Strecke gehen sollen, fallen bereits in den ersten zwei Segmenten der Qualifikation jeweils acht Piloten durch den Rost. Im vergangenen Jahr schieden jeweils nur fünf Fahrer am Ende von Q1 und Q2 aus.

500 WM-Punkte im Optimalfall

Im Optimalfall kann ein Formel-1-Pilot in der kommenden Saison fast 500 WM-Punkte sammeln! Diese Zahl ergibt sich aus dem neuen Wertungssystem, welches die zehn besten Fahrer im Grand Prix mit Zählern belohnt. Die Punktevergabe 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1 statt 10-8-6-5-4-3-2-1 lässt viele bisherige Statistiken hinfällig werden.

Von Hispania bis Lotus - die neuen Teams

Drei Neulinge auf einen Schlag bedeuten eine Erweiterung des Starterfeldes auf 12 Teams, alle Einsteiger werden von Rückkehrer Cosworth mit Motoren versorgt. Eigentlich sollten es sogar vier Debütanten sein, doch das USF1-Team aus Amerika zog seine Meldung anderthalb Wochen vor dem Saisonauftakt wegen großer finanzieller Probleme zurück. Hispania aus Spanien, damals noch unter dem Namen Campos, Virgin aus England (damals noch Manor) und USF1 wurden bereits im Sommer 2009 vom Automobil-Weltverband FIA aus zahlreichen Bewerbern ausgewählt. Im September folgte der Zuschlag für das aus Malaysia finanzierte neue Lotus-Team, das den Platz von BMW-Sauber erhielt. Nach dem Rückkauf des Teams durch den Schweizer Peter Sauber rückte der BMW-Nachfolgerennstall nach dem Ausstieg von Toyota wieder ins Starterfeld.

Die neuen Fahrer

Mit den neuen Teams werden sich gleichzeitig auch neue Piloten in der Formel 1 vorstellen. Der amtierende GP2-Champion Nico Hülkenberg ergatterte ein Cockpit bei Williams, mit Bruno Senna (Campos) kehrt ein berühmter Name in die Szene zurück. Hinzu kommen Lucas di Grassi (Virgin) und Kamui Kobayashi (Sauber), die bereits für 2010 bestätigt sind. Talente wie Daniel Ricciardo, Vitaly Petrov und Bertrand Baguette haben Hoffnungen auf einen Formel-1-Deal 2010. Allerdings sind die Zeiten schwierig für Neueinsteiger.

Premiere in Südkorea

Nach Abu Dhabi 2009 steht in Südkorea 2010 die nächste Premiere eines Rennens auf dem Programm. Die Rennstrecke wird wie in Abu Dhabi oder zuvor auch in Malaysia, China, Bahrain oder der Türkei vom Aachener Architekten Hermann Tilke entworfen. Der erste Große Preis von Südkorea steigt als drittletztes der insgesamt 19 Saisonrennen am 17. Oktober.

Bridgestone verabschiedet sich aus der Formel 1

Nachdem sich in der Vorsaison das BMW Sauber F1 Team und auch Toyota aus der Königsklasse verabschiedeten, geht nun Reifenausrüster Bridgestone in seine letzte Formel-1-Saison. Die Japaner werden den Exklusivvertrag nicht verlängern, die FIA sucht bereits einen Ausstatter für die Jahre ab 2011.

Good bye, KERS

Auch von einer Technologie wird man Abschied nehmen - zumindest vorübergehend. KERS verschwindet genauso schnell wieder wie es gekommen war. Zwar war die Hybridtechnologie im Jahr 2009 für drei Rennsiege gut, doch für die Bankkonten der Teams und Hersteller eher schlecht. Das Reglement lässt den Einsatz von KERS 2010 zwar zu, doch die Teams haben sich im Rahmen der Vereinigung FOTA auf einen freiwilligen Verzicht eingeschworen.

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