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Doping: Durchsuchungen auch bei Eissprinterin Hartmann

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Durchsuchungen auch bei Eissprinterin Hartmann

08.03.2010, 09:47 Uhr | sid, sid

Doping: Durchsuchungen auch bei Eissprinterin Hartmann. Ein Dopingtest bei Hartmann soll auffällig gewesen sein. (Foto: imago)

Ein Dopingtest bei Hartmann soll auffällig gewesen sein. (Foto: imago)

Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt (BKA) haben im Zuge der Doping-Ermittlungen im Fall Claudia Pechstein auch Wohnobjekte der Inzeller Eissprinterin Heike Hartmann durchsucht. Einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG). Anscheinend wird Hartmann ebenso wie die Berliner Nachwuchs-Läuferin Bente Kraus als Doping-Verdächtige angesehen.

Friesinger-Postma "ausdrücklich nicht" im Visier

Durchsucht worden seien laut der Zeitung Hartmanns WG-Zimmer in Berlin, ihr Spind im Eisstadion Inzell und ihr Hauptwohnsitz in Hausham bei Miesbach. Inzells Stadion-Chef Hubert Graf sagte der SZ, dass die Ermittler bei der Durchsuchung am Donnerstag "ausdrücklich nicht" nach Team-Olympiasiegerin Anni Friesinger-Postma gefragt hätten.

Verdacht nicht bestätigt

Frauen-Bundestrainer Markus Eicher sagte, dass bei Hartmann "anscheinend einer von 18 Tests auffällig" gewesen sei, der Verdacht sich allerdings nicht erhärtet hätte. Auch die Ermittlungen gegen Kraus bestätigte Eicher. Hartmann wollte sich zu den Vorfällen im Rahmen des Sprint-Weltcups in Erfurt nicht äußern.

Eicher: "Lege die Hand für Sie ins Feuer"

Am Freitag war laut "Berliner Morgenpost" angeblich aus Ermittlerkreisen durchgesickert, dass neben Pechstein zwei weitere deutsche Eisschnellläuferinnen unter Dopingverdacht stehen sollen. "Das ist wie ein Schock für uns. Dass Heike Hartmann als Sprinterin mit Epo zu tun haben soll, ist ein Witz. Ich lege die Hand für sie ins Feuer", sagte Eicher und ergänzte mit Blick auf die Ermittler: "Sie wollen Hintermänner finden - so finden sie sie nicht."

21 Durchsuchungen

Das BKA hatte bestätigt, im Fall Pechstein am 4. und 5. März 21 Durchsuchungen vorgenommen zu haben. DESG-Präsident Heinze sagte, er wisse bislang nur von Durchsuchungen der Verbands-Geschäftsstelle in München sowie der Häuser von Pechstein, Hartmann und DESG-Teamchef Helge Jasch.

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