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Formel 1: "Hosen runter" - Vorfreude auf den Saisonauftakt

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"Hosen runter" - Vorfreude auf den Saisonauftakt

08.03.2010, 18:51 Uhr | dpa, dpa

Formel 1: "Hosen runter" - Vorfreude auf den Saisonauftakt. Freuen sich auf den Saisonauftakt: Sebastian Vettel (l.) und Michel Schumacher (Foto: imago)

Freuen sich auf den Saisonauftakt: Sebastian Vettel (l.) und Michel Schumacher (Foto: imago)

Rekordchampion Michael Schumacher ist bereit und macht sich schon auf einen langen und harten WM-Kampf gefasst, Vizeweltmeister Sebastian Vettel will mit seinem Red Bull das Duell der Generationen gewinnen. Für Vettel wäre der Titelgewinn in der kommenden Formel-1-Saison durch die Rückkehr des siebenmaligen Weltmeisters aber nicht noch höher einzustufen. "Für mich ist jeder auf der Strecke ein Konkurrent, egal, welchen Namen er trägt oder welcher Nationalität er ist", sagte Vettel.

Beide zusammen gelten für die Deutschen jedenfalls als die Top-Kandidaten auf den Titel. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von "RTL Aktuell" stimmten 25 Prozent für Schumacher, 21 Prozent für Vettel. Abgeschlagen auf Rang drei landete Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso (7 Prozent) vor Lewis Hamilton (McLaren/6).

Wer zuletzt lacht, lacht am Besten

Schumacher nimmt den Kampf um die Krone gegen Vettel & Co. jedenfalls voll an: "Ganz eindeutig ja. Dafür trete ich an, und ich bin überzeugt, dass wir in diesem Kampf ein Wort mitreden können." Von zu großer Erwartungshaltung will der 41-jährige Schumacher, der 1239 Tage nach seinem bis dato letzten Rennen sein Comeback feiern wird, nichts wissen. "Nein. Ich habe ja immer ziemlich klar gesagt, dass wir nicht von Anfang an in der Lage sein müssen und wahrscheinlich sein werden, Siege einzufahren." Schumacher betonte: "Wichtig ist nicht der Anfang; wichtig ist das Ende."

Spannung vor dem ersten Rennen

Das sieht auch Vettel so. "Ich hoffe, dass er am Jahresende Recht behalten hat", sagte der 22-jährige Heppenheimer über Bernie Ecclestones Tipp, dass Vettel sich in diesem Jahr den Titel schnappt. "Es ist eine große Ehre", meinte der hessische Red-Bull-Pilot zur Prognose des Chef-Promotors. Doch allerorten herrscht auch eine leichte Ungewissheit über die Kräfteverhältnisse vor dem WM- Auftakt an diesem Sonntag (ab 13.00 Uhr im t-online.de LIVE-Ticker). Vettel: "Das ist das Schöne, dass man nie weiß, wer wie stark sein wird, wir müssen bis zum ersten Rennen warten, wo alle die Hosen runter lassen..."

Kein Respekt vor dem Alter

Vettel rechnet freilich auch mit Schumacher, der im Mercedes sein achtes WM-Wunder wahr machen will. Als siebenmaligen Weltmeister traue man Schumacher natürlich viel zu, "aber man muss auch abwarten, wie konkurrenzfähig sein Auto ist", sagte Vettel. Von Duellen mit besonderer Schärfe auf dem Asphalt mit dem rund 19 Jahre älteren Rückkehrer und Rekordweltmeister geht er nicht aus. "Das hat eigentlich nichts mit dem Alter zu tun, auf der Strecke ist jeder ein Konkurrent, den man schlagen will." Einer kleinen Tradition folgend taufte Vettel seinen neuen Dienstwagen schon mal: "Luscious Liz" (Leckere Liz) heißt der Bolide, mit dem er seinen Erfolgshunger stillen will. "Kate" und "Kate's Dirty Little Sister" (Kates kleine schmutzige Schwester) hießen seine Autos 2009.

Mercedes vor einer neuen Ära

Schumacher, der aus Aberglauben bei seinem bislang einzigen Sieg in Bahrain vor sechs Jahren seinen damaligen Masseur Balbir Singh ins Hotel eilen ließ, um ein Glücksamulett seiner Frau zu holen, tritt mit dem MGP W01 an, so der technische Name. Mit dem neuen Silberpfeil will der Kerpener, der am Mittwoch in Manama erwartet wird, eine neue Ära einläuten. Wichtig sei es, in Schlagdistanz zur Spitze zu sein.

Probleme machen Schumi stark

Schumacher sieht aber bereits mögliche Probleme: "Man hat weniger Reifen zur Verfügung als im letzten Jahr. Daher ist es noch schwieriger, die Arbeit zu schaffen, die du an einem Rennwochenende schaffen musst, um das Auto optimal einzustellen." Schumacher wäre aber nicht Rekordsammler der Königsklasse, wenn er nicht daraus auch einen Vorteil ziehen könnte. "Beim Fahren geht es aber immer darum, sich an neue Gegebenheiten anzupassen, und das ist eine meiner Stärken."

Brawn ist ganz begeistert

Dass Schumacher, topfit und voller Tatendrang, schon wieder ganz der Alte ist, weiß auch Wegbegleiter Brawn. "Michael ist ein Ausnahmeathlet und sein seltenes Talent und seine Geschwindigkeit sind so offensichtlich, wie sie es während seiner Karriere immer waren", sagte er. Er erwarte von Schumacher, "dass er allen Anforderungen, die wir ihm stellen, gerecht wird und sie vielleicht sogar noch übertrifft".

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