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Hockey-Weltmeisterschaft: Deutschland verpasst den Titel-Hattrick

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Hockey - WM  

Deutschland verpasst den Titel-Hattrick

15.03.2010, 12:55 Uhr | dpa, dpa

Hockey-Weltmeisterschaft: Deutschland verpasst den Titel-Hattrick. Deutschlands Florian Fuchs (Mi.) wehrte sich vergeblich gegen die schnellen Australier. (Foto: AP)

Deutschlands Florian Fuchs (Mi.) wehrte sich vergeblich gegen die schnellen Australier. (Foto: AP)

Deutschlands Hockey-Herren haben bei der Weltmeisterschaft in Neu Delhi den historischen Hattrick verfehlt. Der Olympiasieger verlor das Endspiel gegen Australien knapp mit 1:2 (0:1) und hat damit nach den WM-Erfolgen 2002 und 2006 seinen Titel nicht verteidigt.

Fürstes Treffer reicht nicht

Der Eckentreffer des Hamburgers Moritz Fürste (47.) war gegen die pfeilschnellen und druckvollen Aussies zu wenig. Eddie Ockenden (6.) und Eckenspezialist Luke Doerner (59.) waren für die "Kookaburras" erfolgreich, die die beiden vorherigen WM-Finals gegen Deutschland verloren hatten. Australien gewann damit seinen zweiten WM-Titel nach 1986. Platz drei belegten die Niederlande. Die "Oranjes" bezwangen im kleinen Finale Europameister England mit 4:3 (1:3).

Junge Mannschaft mit Potential

"Ich bin trotz der Niederlage riesig stolz auf die Mannschaft, in unserem Team steckt noch viel Potenzial", sagte Bundestrainer Markus Weise. Mit durchschnittlich 22 Jahren war es schließlich die jüngste Mannschaft im Turnier. Während die Aussies nach dem Schlusspfiff ausgelassen herumhüpften, saßen die deutschen Spieler fassungslos auf dem Rasen. Torwart Tim Jessulat und Verteidiger Benjamin Weß hatten Tränen in den Augen. Erstmals nach den WM-Turnieren 2002 und 2006 sowie den Olympischen Spielen 2008 hat eine Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) wieder ein großes Finale verloren.

Pressing zieht Deutschland den Zahn

Die Australier fanden wesentlich besser in die Partie. Von Anfang an bauten sie den befürchteten Druck auf und pressten die deutschen Verteidiger bereits beim Spielaufbau. Der taktische Plan von Australiens Trainer Richard Charlesworth ging im ersten Durchgang vollständig auf, seine Spieler stellten erstklassig die Räume zu. Das deutsche Team konnte somit in der ersten Hälfte kaum einmal in den australischen Schusskreis vordringen und gab keinen einzigen Torschuss aus dem Spiel heraus ab.

Sicherer Rückhalt Jessulat

Die einzige echte Torgelegenheit gab es durch die erste Strafecke. Matthias Witthaus, der bereits sein drittes WM-Finale bestritt, hatte die Ecke durch eine Einzelaktion provoziert. Der Torschuss des Berliners Martin Häner strich haarscharf am australischen Tor vorbei. In dieser Situation hatte Deutschland Pech, die australische Halbzeitführung war aber hochverdient. Eddie Ockenden hatte sich halbrechts im deutschen Schusskreis durchgesetzt und aus kurzer Distanz Torwart Tim Jessulat überwunden. In der Folge verhinderte der Hamburger, der ab dem zweiten Spiel den verletzten Olympiasieger Max Weinhold vertrat, einige Male mit Glanzparaden einen weiteren Treffer noch vor dem Pausenpfiff.

Fürste und Montag verpassen den Ausgleich

Die Abwehr um Kapitän Max Müller und Martin Häner leistete Schwerstarbeit. Nach dem Wechsel übernahm die deutsche Mannschaft das Kommando und spielte wesentlich offensiver. Der Ausgleich nach einer schönen Eckenvariante war nicht unverdient. Das Match wurde anschließend immer spannender und war vollkommen ausgeglichen, beide Teams suchten die Entscheidung. Deutschland hatte dabei mit zwei Strafecken durch Fürste (53.) und den Kölner Jan-Marco Montag (62.) noch zwei große Chancen, scheiterte aber an der starken australischen Abwehr.

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