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Auch Schalke nutzt den Bayern-Patzer nicht

21.03.2010, 17:49 Uhr | dpa/t-online, t-online.de, dpa

Schalke 04 nutzt den Bayern-Patzer nicht. Schalkes Kuranyi (r.) beim Kopfballduell mit Hamburgs Mathijsen. (Foto: imago)

Schalkes Kuranyi (r.) beim Kopfballduell mit Hamburgs Mathijsen. (Foto: imago)

Nach Leverkusen verpasst auch der FC Schalke 04 den Sprung an die Tabellenspitze. Einen Tag nach der Bayern-Niederlage in Frankfurt mussten sich die Königsblauen im Verfolgerduell beim Hamburger SV mit einem 2:2 (0:1) begnügen und blieben Zweiter hinter den Münchnern. Vor 57.000 Zuschauern hatte Ruud van Nistelrooy die Gastgeber in Minute 40 in Führung gebracht, ehe Kevin Kuranyi mit seinem 15. Saisontor (62.) und Ivan Rakitic durch einen von van Nistelrooy verschuldeten Elfmeter (68.) die Partie binnen sechs Minuten drehten. HSV-Coach Bruno Labbadia reagierte und wechselte mit Jonathan Pitroipa den Schützen des Ausgleichs (77.) ein. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Siegchancen für beide Seiten.

Schalke beginnt dominant

Das Team von Magath trat in Hamburg erst im zweiten Durchgang wie ein Titelanwärter auf. Durch die Einwechslung von Alexander Baumjohann erhielt das Spiel der Knappen die nötigen Impulse, um die bis dahin sichere Abwehr des HSV zu knacken. Drei Tage nach dem Einzug ins Viertelfinale der Europa League machte sich beim ersatzgeschwächten Team von Bruno Labbadia auch im 43. Pflichtspiel der Saison kein Kräfteverschleiß bemerkbar. Für seine Moral wurde das Team am Ende mit dem Ausgleich durch Pitroipa belohnt, der Schalke den erstmaligen Sprung auf Platz eins seit dem 16. August verdarb.

Rost rettet spektakulär gegen Kuranyi

Das erste Achtungszeichen in einer Partie, die erst im zweiten Durchgang den Ansprüchen an ein Spitzenspiel gerecht wurde, setzten die Hamburger durch van Nistelrooy. Mit seinem Drehschuss verfehlte der Niederländer das Gehäuse von Neuer jedoch knapp (14.). Auf der Gegenseite musste Frank Rost Kopf und Kragen riskieren, um gegen Kevin Kuranyi (27.) einen drohenden Rückstand zu verhindern. Der Ex-Nationalstürmer hatte freie Bahn zum Tor, nachdem David Rozehnal den Ball im Mittelfeld vertändelt hatte. Ansonsten war Kuranyi beim Tschechen und seinen Nebenmann Joris Mathijsen gut aufgehoben.

Van Nistelrooy nutzt Neuer-Patzer

Als die Schalker gerade dabei waren, sich ein Übergewicht im Mittelfeld zu erkämpfen, brachte sie Neuers Fehler in Rückstand. Der Nationalkeeper ließ einen Freistoß-Kracher des agilen Piotr Trochowski nach vorne abprallen und gab van Nistelrooy damit die Chance zu seinem ersten Bundesliga-Tor vor heimischem Publikum. Der dritte Saisontreffer von "Van the Man" brachte die Schalker sichtlich aus dem Konzept, denn plötzlich setzte der HSV die Akzente.

Rincon verhindert artistisch die Entscheidung

Drei Minuten nach Wiederbeginn machte Neuer seinen Schnitzer wieder gut, als er einen Schuss von Trochowski aus spitzem Winkel entschärfte. Doch damit hatte der HSV sein Pulver vorerst verschossen. Als Rozehnal eine Baumjohann-Flanke unfreiwillig verlängerte, ließ sich Kuranyi die Chance zum Ausgleich nicht entgehen. Sechs Minuten später war der in der Winterpause von Bayern München nach Schalke zurückgekehrte Baumjohann auch am 1:2 beteiligt. Nachdem ihn Mathijsen und van Nistelrooy im Strafraum nur regelwidrig stoppen konnten, verwandelte Rakitic den Elfmeter nervenstark zum 1:2. Die mögliche Entscheidung verhinderte Tomas Rincon, der im Tor liegend per Kopf einen Treffer von Schalkes Edu verhinderte.

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