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Formel 1: Neue Reifen könnten für mehr Spannung sorgen

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Formel 1  

Das Motto heißt: mehr Gummi geben

24.03.2010, 16:16 Uhr | motorsport-total.com/t-online, Motorsport-Total.com

Formel 1: Neue Reifen könnten für mehr Spannung sorgen.

Die Mischung machts: Einmal mehr wird in der Formel 1 über Reifen diskutiert. (Foto: imago)

Die Reaktionen auf den langweiligen Saisonauftakt der Formel 1 in Bahrain halten an. Nachdem es wenig Überholchancen und somit wenig Spektakel gab, haben Fans und Fachleute mögliche Ursachen ausgemacht: Aerodynamik, fehlende Tankstopps, Bremsen, das Layout der modernen Rennstrecken - und vor allem die Reifen, die bei einer Veränderung für eine kurzfristige Verbesserung der Show sorgen könnten.

Die Pneus waren beim Grand Prix in Manama zwar haltbar, aber nach einem kurzen Sprint auch schnell überfordert.

Attackieren ist verboten

"Du kannst dich vielleicht mit Mühe und Not eine Runde lang im Windschatten halten", sagte Sebastian Vettel in der Fachzeitschrift "auto motor und sport". Attacken mussten daher wohlüberlegt sein, wenn nicht sogar verboten. "Weil du Abtrieb verlierst, rutschst du mehr. Und das ruiniert die Reifen", erklärte der Red-Bull-Pilot weiter und forderte: "Wir brauchen Reifen, mit denen man wenigstens drei, vier Runden am Stück volle Pulle fahren kann. Wenn ich meinem Gegner im Getriebe sitze, macht der vielleicht einen Fehler. Mit den heutigen Autos musst du Abstand halten. Da kommt keiner unter Druck." Das Motto heißt also: Es soll mehr Gummi gegeben werden.

Pflichtboxenstopps wären hinfällig

Mit weicheren Reifenmischungen könnte man womöglich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Forderung nach zwei Pflichtboxenstopps könnte hinfällig werden. "Wenn es weichere Reifen gäbe, die mehr Grip produzieren, dann kommen die Boxenstopps von alleine", sagte Mercedes-Testpilot Nick Heidfeld und fügte an: "Die weichen Reifen würden nicht so lange halten, und man müsste gezwungenermaßen noch mal an die Box."

"Die fahren entsprechend langsamer"

Die Leistungsfähigkeit der Bridgestone-Reifen wurde vor dem Saisonstart offenbar falsch eingeschätzt. "Wir haben alle geglaubt, dass die Reifen in der Anfangsphase einbrechen, wenn es die Fahrer übertreiben, und dass sich daraus Unterschiede ergeben. Aber die fahren eben entsprechend langsamer. Deshalb überleben auch die Reifen", erklärte Sauber-Technikchef Willy Rampf.

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