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Formel 1: Button siegt in Australien - Vettel explodiert die Bremsscheibe

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GP von Australien - Das Rennen  

Wie in Bahrain: Defekt kostet Vettel den Sieg

28.03.2010, 10:45 Uhr | t-online, dpa, t-online.de, dpa

Formel 1: Button siegt in Australien - Vettel explodiert die Bremsscheibe. Sebastian Vettel kann sein erneutes Unglück nicht fassen. (Foto: dpa)

Sebastian Vettel kann sein erneutes Unglück nicht fassen. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Bitter: Pole-Mann Sebastian Vettel, den schon in Bahrain ein technischer Defekt am Auspuff plagte und am Sieg hinderte, explodierte in Runde 26 in Melbourne beim GP von Australien die linke vordere Bremsscheibe - in Führung liegend. "Das geht mir auf die Eier", fluchte der 22-Jährige.Wie schon im Vorjahr gewann Jenson Button im Albert Park. Der Weltmeister profitierte und triumphierte in einem der unterhaltsamsten Rennen der letzten Jahre von Vettels Pech. Zweiter wurde der überraschend starke Pole Robert Kubica im Renault. Den letzten Platz auf dem Treppchen ergatterte Felipe Massa im Ferrari, der seinen Teamkollegen und Bahrain-Sieger Fernando Alonso mit allen erlaubten Mitteln auf Distanz hielt.

Miese Stimmung bei Red Bull

Vettel ging auf seinen kaputten Red Bull los: "Das ist Scheiße. Im Moment möchte ich am liebsten nach Hause gehen, aber das Leben geht weiter", klagte der laut Hamilton im schnellsten Auto der Konkurrenz sitzende Vize-Weltmeister. Er musste am Kommandostand von seinem Teamchef Christian Horner getröstet werden. "Das ist nicht das, was du gewollt hast. Wir waren in sehr guter Form. Aber es gab kleine Fehler, kleine Hakeleien. Ein frustrierendes Rennen. Du stehst am Start vorne, kannst aber bei diesem Regen zu Beginn nur nach hinten durchgereicht werden", bilanzierte Vettels Teamgefährte Webber den enttäuschenden Tag bei Sky.

Probleme sind zum Lösen da

In der 26. Runde erlebte Vettel in der Kurve 30 sein erneutes Drama. Den Zuschauern deutete es sich mit einer plötzlichen Gelb-Phase an. Ohnehin hatte die Red-Bull-Mannschaft Vettel gleich in die Box holen wollen. "Ich hatte Funkenschlag auf der linken Seite. Ich habe im Auto, am Lenkrad Vibration gespürt. Es fühlte sich so an, als sei vorne links die Bremsscheibe explodiert. Dann ging es nur noch geradeaus", äußerte das Talent bei Sky frustriert. "Das ist sehr ärgerlich. Wir müssen diese Probleme lösen", forderte Vettel, den schon im Vorjahr eine Vielzahl von Defekten den möglichen WM-Titel gekostet hatten. Gelöst hatte sich am Red Bull eine durch die Team-Schrauber nicht richtig angezogene Radmutter, wie sich schließlich herausstellte.

Rosberg bestplatzierter Deutscher

Bester Deutscher war letztlich Nico Rosberg, der in der vorletzten Runde noch von einem Fehler Mark Webbers profitierte, der Lewis Hamilton umdrehte. Der prima aufgelegte Weltmeister von 2008 hatte die spektakulärsten Überholmanöver des Tages gezeigt und wurde Sechster. Alonso und Rosberg schlupften durch bei Webbers unüberlegter Aktion: Plätze vier und fünf. Michael Schumacher beendete seinen zweiten Grand Prix nach dreijähriger Rennpause auf Rang zehn und holte so noch einen WM-Punkt- direkt hinter dem vogelwilden Lokalmatadoren Webber. "Der Webber hat sich vertan. Der fährt ein Sch...rennen heute", hielt TV-Experte Marc Surer bei Sky mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg.

Schumi wird gleich herausgedrückt

Rekord-Weltmeister Schumacher büßte schon in der ersten Kurve seine Chancen ein, mehr als einen Punkt herauszuholen. Im Dreikampf der Champions drehte der spätere Sieger Button den links zum Überholen ansetzenden Alonso um. Der Spanier wiederum zwang Schumacher, über die Curbs auszuweichen, wobei sich der 41-Jährige den Frontflügel beschädigte. Die silberne Nase musste sogleich in der Box erneuert werden. Fortan fand sich Schumi in den Bereichen zwischen Platz 14 und 12 wieder. Erst in den letzten beiden Runden schaffte es das Aushängeschild des Feldes noch auf zehn. "Ich weiß nicht, wer hier was gemacht hat. Es ist geschoben, gedrückt und gemacht worden", erklärte der Routinier bei Sky. "Ich habe einen Schlag von hinten bekommen. Ich weiß, dass es Fernando war. Aber es war eine Kettenreaktion. Fakt ist, dass ich mich fast gedreht habe. Zum Glück hat mich vorne wieder jemand gerade gedreht, aber auch meinen Frontflügel mitgenommen. Insofern hat es mir nicht viel geholfen. Ab da war das Rennen vorgezeichnet. Es waren ungewöhnliche Bedingungen."

Hülkenberg schwer im Glück - aber draußen

Vorzeitig beendet war das Rennen auch für Williams-Neuling Nico Hülkenberg. Schon in der ersten Runde schoss der Japaner Kamui Kobayashi mit seinem BMW Sauber durch die Luft und hatte Glück, dass ihm, Hülkenberg und dem Rest nicht mehr passierte. "Wir sind gefahren", beschrieb Hülkenberg bei Sky die Szene, "Eingang der Kurve sechs, ich war schon am Scheitelpunkt. Auf einmal kam Kamui angeflogen, halb über mein Auto. Ich habe keine Ahnung, was passiert ist." Mit Timo Glock, der seinen Virgin in der 45. Runde in der Box abstellte, und Adrian Sutil im Force India fielen zwei weitere Deutsche aus. Sutil steuerte schon nach der zehnten Runde die Garage an.

Von wegen "Formel Langeweile"

Da lief das Rennen nach der ereignisreichen Auftakt- und einer Safety-Car-Phase seit fünf Runden wieder. Sofort nahm die Asphalt-Action auf dem 5,303 Kilometer wieder ihren Lauf. War in den letzten Jahren immer lauter Kritik wegen fehlender Überholmanöver geäußert worden, gab es diesmal in der vermeintlichen "Formel Langeweile" packende Positionskämpfe zuhauf. Vettel führte das Feld souverän an, dahinter aber bekämpften sich die Verfolger verbissen. Taktisch clever wechselte Button nach der sechsten Runde als Erster auf Trockenreifen, hatte allerdings bei der Ausfahrt gleich mit fehlendem Grip zu kämpfen. Zudem hatte der Stopp zu lang gedauert, 7,7 Sekunden. Deshalb musste der 30-Jährige bis zu Vettels Ausfall auf die Führung warten.

Hamilton überholt wie ein Weltmeister

Furios pflügte Hamilton in seinem McLaren-Mercedes durchs Feld. Die Positionskämpfe des für seinen aggressiven Fahrstil bekannten Briten, den die Polizei Melbournes zwei Tage zuvor wegen qualmender Reifen um seinen Privat-Mercedes und seinen Führerschein erleichtert hatte, gehörten zum Sehenswertesten des ereignisreichen Renntages. In der 16. Runde ging erst Webber an Massa vorbei, in einem Rutsch auch noch Hamilton. Der attackierte dann Webber, dessen erster schwerer Fehler ihn bis auf Rang acht zurückwarf. Masse konterte angesichts des Duells der beiden Konkurrenten umgehend und schob sich auch wieder an Hamilton vorbei, blieb Fünfter. Doch Hamilton war mit Massa noch nicht fertig. Neuauflage in der 22. Runde: Hamilton drückte sich am Brasilianer vorbei auf Position fünf. Und auch Alonso wollte die Gunst der Stunde nutzen, doch Massa ließ das nicht zu. Alonso musste sich in dieser Szene sogar vom noch immer achtplatzierten Webber überholen lassen, anstatt seinen renitenten Ferrari-Kollegen zu kassieren.

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