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Schalkes Meister-Tiefstapler heißt Felix Magath

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FC Schalke 04 - Felix Magath  

Magath redet nicht vom Titel, er gewinnt ihn

28.03.2010, 13:05 Uhr | Jörg Hausmann, t-online.de

Schalkes Meister-Tiefstapler heißt Felix Magath. Schalkes starker Mann Felix Magath auf der Bank in der Leverkusener BayArena. (Foto: dpa)

Schalkes starker Mann Felix Magath auf der Bank in der Leverkusener BayArena. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Niemand in Fußball-Deutschland würde in Zweifel ziehen, dass Felix Magath ein Meister seines Fachs ist - sowohl im Kampf mit dem Gegner als auch in jenem mit den Medien. In die Mikrofone der Anstalten sagte Schalkes Chefcoach und Manager auch nach dem 2:0-Coup in Leverkusen nichts anderes als zuvor: Er wolle selbstverständlich immer gewinnen und oben stehen. Aber Meister? Mit dem FC Bayern München könne sein Kader "nicht mithalten". Die Fakten aber weisen Magath nicht nur als Wolfsburgs Meistermacher aus. Seine Schalker schlichen am 28. Spieltag an seinem Ex-Klub aus München vorbei an die Tabellenspitze.

Beste Bilanz in München

Pünktlich zur Pokal-Revanche am 29. Spieltag - dem erneuten Gastspiel der Bayern in Gelsenkirchen - ist das Thema Meisterschaft auf Schalke aktueller denn je. Den begehrten Titel schenkte Magath in den Jahren 2005 und 2006 zwei Mal in Folge dem FC Bayern, dazu kam an der Isar zwei Mal nacheinander auch der Pokal. Diese beeindruckende Bilanz weist beim ruhmreichen Rekordmeister niemand auf. Trotzdem entließ dessen sportliche Führung am 31. Januar 2007 den ligaweit längst unantastbar erscheinenden Schach- und Marathon-Könner. An Magath reichte in Münchner Diensten auch Jupp Heynckes nicht heran. Dessen Ambitionen, mit Leverkusen auf Platz eins zurückzukehren, Magath im direkten Vergleich beider Teams einen Dämpfer versetzte.

Erstmal abwarten

Auf Schalke ist Heynckes einer jener glücklosen Vorgänger Magaths, die sich seit 1958 beim königsblauen Kultklub nach Kräften bemühten, die Schale aber immer wieder nach München wandern sahen. Besonders bitter endete dieser Zweikampf 2001 zu Gunsten der Bayern. Diese Traumata könnte Magath praktisch mit einem Sieg wegwischen - dem am 29. Spieltag im Gipfeltreffen. Vorentscheidende fünf Punkte Vorsprung könnten es nach dem Sechs-Punkte-Vergleich mit den Bayern für S04 sein. Doch Magath ließ sich auch im "Doppelpass" des DSF nicht aus der Reserve locken: "Der FC Bayern ist nach wie vor der große Favorit auf die Meisterschaft. Die Fans sind natürlich ganz euphorisch, die beurteilen einen ersten Platz mitten in der Saison ganz anders als ein Trainer. Sie sollen den Spieltag genießen. Doch ob das realistisch für uns ist oder nicht, werden wir kommende Woche sehen." Magath habe "gelernt, dass ich nicht im Vorfeld irgendwelche Entscheidungen erkläre", die noch ausstünden. "Ich habe gelernt, abzuwarten, bis die Situation soweit ist. Wenn wir die Bayern schlagen, werden wir die Situation beleuchten." Dann sei besser einzuschätzen, "was wir erreichen können".

Talente gegen Etablierte

Faktisch aber seien die Bayern nicht zu schlagen: "Sie können doch nicht Schmitz, der letztes Jahr noch bei Bochum II gespielt hat und Moritz, der aus der A-Jugend aus Aachen kommt", meinte Magath im "Sportstudio" des ZDF, "vergleichen mit van Bommel und Schweinsteiger." Matip und Moritz, setzte Magath tags drauf im DSF nach, seien "schöne Talente. Aber über diesen Status sind sie noch nicht hinaus. Mit ihnen kann man keinen Meistertitel anstreben." Das aber nimmt einem akribischen Arbeiter und Fachmann, einem Ehrgeizling wie Magath niemand ab. Angeblich gab er sich vier Jahre Zeit für die Krönung mit Schalke. Jetzt könnte es schon in der Premierensaison so weit sein. Der frühere HSV-Star strebt immer nach dem Maximum und bringt bekanntermaßen gerne Medizinbälle zum Einsatz, um seine Spieler leistungsmäßig dorthin zu führen.

Glaubwürdigkeit vermittelt Erfolg

Der erfahrene Sky-Reporter Fritz von Thurn und Taxis fasste Magaths Standing bei seinen Spielern im "Doppelpass" aus dessen Perspektive so zusammen: "'Egal, was Eure Väter oder Eure Berater Euch erzählen: Ich erzähle Euch die Wahrheit.' Und seine Spieler glauben ihm die Wahrheit - und setzen sie um." Magath, der in der vorherigen Rückrunde den VfL Wolfsburg von Rang neun sensationellerweise zur Meisterschaft führte, kommentierte: "Es ist wichtig für Fußballspieler, dass sie Respekt nicht nur vor dem Trainer, sondern auch vor dem Gegner und den Mitspielern haben." Eine ganzheitliche Einstellung und Sichtweise als Grundlage jedes Erfolgs dringen in diesen Worten durch. Anders sind die Bayern - wer wüsste das besser als Magath - nicht ein zweites Mal nacheinander am Meistertitel zu hindern.

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