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Formel 1: Interview mit Sebastian Vettel nach dem Australien-GP

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Red Bull Racing  

Vettel: "Das geht mir auf die Eier"

28.03.2010, 13:37 Uhr | dpa, dpa

Formel 1: Interview mit Sebastian Vettel nach dem Australien-GP. Sebastian Vettel verlässt niedergeschlagen die Rennstrecke von Melbourne. (Foto: dpa)

Sebastian Vettel verlässt niedergeschlagen die Rennstrecke von Melbourne. (Foto: dpa)

Interview mit Formel-1-Pilot Sebastian Vettel, der wegen einer kaputten Bremsscheibe beim Großen Preis von Australien am Sonntag in der 26. Runde klar in Führung liegend ausschied.

Frage: Wie fühlen Sie sich nach dem zweiten technischen Defekt in Folge, wodurch Sie nach Bahrain erneut einen scheinbar sicheren Sieg verloren haben?
Vettel: "Das ist natürlich sehr ärgerlich. Man kann zwar nichts daran ändern, aber es ist schon Scheiße. Das geht mir auf die Eier."

Was ist in dieser ominösen 26. Runde genau passiert, als Sie plötzlich im Kiesbett steckten?
"Wir hatten einen Bremsschaden. Das hat sich eine Runde vorher angekündigt. Ich wollte noch an die Box fahren, um das nachschauen zu lassen, aber bis dahin bin ich gar nicht mehr gekommen."

Wie haben Sie das Problem bemerkt?
"Ich hatte einen Funkenschlag auf der linken Seite, dann gab es Vibrationen. In Kurve 13 ist es dann passiert: Beim Anbremsen ist die vordere linke Bremsscheibe explodiert, und dann verliert man 20 bis 30 Meter Bremsdruck. Dann ging es nur noch geradeaus und ich bin im Kiesbett gelandet. Ich konnte nichts mehr machen."

Wie gehen Sie mit diesem zweiten Rückschlag hintereinander um?
"Ehrlich gesagt, würde ich im Moment am liebsten nach Hause fliegen. Ich hätte heute nichts besser machen können. Nach Bahrain jetzt schon wieder mit so einem Mist dazustehen, ist schon ärgerlich. Die Saison ist zwar noch jung, aber es wäre schon besser, mit 50 Punkten aus Australien abzureisen anstatt mit 12. Darauf kann man nicht stolz sein, aber das Leben geht weiter."

Könnte Sie wie im Vorjahr mangelhafte Zuverlässigkeit des Red Bull die WM kosten?
"Die Bedingungen waren heute sehr schwierig, aber um als Erster ins Ziel zu kommen, muss man erstmal ins Ziel kommen. Wir machen alle Druck und versuchen, unser Bestes zu geben. Das ist nicht der Fehler von jemandem, aber wir müssen die Zuverlässigkeit in den Griff bekommen, um sicher zu stellen, dass wir in Malaysia ein solides Rennen haben und die karierte Flagge sehen."

Was erhoffen Sie sich für den Großen Preis von Malaysia am kommenden Sonntag?
"Wir haben ein schnelles Auto und ich bin zuversichtlich. Aber wir müssen es ins Ziel schaffen."

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