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Formel 1: Timo Glock will mit Virgin nur ankommen

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Virgin Racing  

Endlich ankommen: Timo Glock und der Geduldsfaden

01.04.2010, 12:29 Uhr | dpa, dpa

Formel 1: Timo Glock will mit Virgin nur ankommen. Geduldig, aber nicht grenzenlos: Timo Glock (Foto: xpb.cc)

Geduldig, aber nicht grenzenlos: Timo Glock (Foto: xpb.cc) (Quelle: xpb)

Sein Chef will gut betuchte Touristen in den Weltraum schießen, aber am Boden bringt das neue Formel-1-Team von Milliardär Richard Branson bislang noch keine zwei Boliden richtig zum Laufen. Timo Glock sah nach zwei technisch bedingten Ausfällen noch nicht einmal die Zielflagge, bittet aber um Verständnis für den bescheidenen Start.

"Natürlich lief es nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte der Rennfahrer auf dem Sepang International Circuit. "Mir war und ist klar, dass wir Probleme haben; aber dass es im Endeffekt so viele unerwartete kleinere sind, die Zielankünfte dann nicht zugelassen haben, ist schon schade."

Ankommen ist das erste Ziel für Virgin

Für den Großen Preis von Malaysia am Sonntag (das Rennen ab 9.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) hat Glock nur ein Ziel: "Ankommen." Der von Technik-Direktor Nick Wirth zu klein konstruierte Tank sei dafür kein Hindernis. Der 28 Jahre alte Hesse und sein brasilianischer Teamkollege Lucas di Grassi müssen wegen der zu geringen Benzinmenge mehrere Runden mit einem magereren Gemisch fahren, weshalb die Geschwindigkeit nachlässt. Glock kommentierte die dadurch noch geringere Konkurrenzfähigkeit gelassen. "Es geht erst einmal darum, dass wir ankommen. Ob ich dann 17., 18. oder 19. bin, macht keinen Unterschied."

Glock: "Dann raucht es im Gebälk"

Grenzenlos ist Glocks Geduld indes nicht. "Wenn wir allerdings bis Mitte der Saison noch immer kein Rennen beendet haben sollten, dann raucht es im Gebälk", sagte er. Schließlich will der Entwicklungshelfer entscheidend dazu beitragen, den Neueinsteiger Schritt für Schritt ans Mittelfeld heranzuführen. "Wir möchten uns an die vor uns liegenden Teams herankämpfen, zum Beispiel Toro Rosso und Sauber."

Der Traum vom Mercedes-Cockpit

Der Schweizer Rennstall und Renault wären für Glock nach dem Rückzug von Toyota mögliche Optionen gewesen. Aber er versichert, dass er seinen frühe Entscheidung pro Virgin, das damals noch ManorGP hieß, nicht bedauert: "Nein. Ich schaue nicht zurück. Es bringt mir nichts, wenn ich jetzt sage, es wäre besser gewesen, zu Renault zu gehen." Ein Cockpit bei einem Top-Team würde ihn allerdings - wie alle Grand-Prix-Piloten - reizen: "Mercedes wäre natürlich ein Traum; für Ferrari zu fahren wäre auch super toll. Aber die Optionen sind im Moment weit weg."

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