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Michael Schumacher erstmals seit Formel-1-Comeback wieder spitze

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Formel 1  

Schumi: Schritt für Schritt zur alten Stärke

02.04.2010, 14:08 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Michael Schumacher erstmals seit Formel-1-Comeback wieder spitze. Michael Schumacher beim freien Training in Sepang (Foto: dpa)

Michael Schumacher beim freien Training in Sepang (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Michael Schumacher war erstmals seit seinem Formel-1-Comeback wieder spitze. Der Rekord-Weltmeister führte im zweiten Training zum Großen Preis von Malaysia (Sonntag ab 9.45 Uhr im Live-Ticker) 40 Sekunden lang das Klassement an. Am Ende musste sich der Routinier aber in beiden Einheiten seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg geschlagen geben. "Ich bin insgesamt zufrieden", sagte Schumacher.

Vettel selbstkritisch

Sebastian Vettel belegte bei drückender Schwüle in Sepang als schnellster deutscher Fahrer am Nachmittag den zweiten Platz; Rosberg hatte diese Position am Vormittag erreicht. "Wir sind noch nicht ganz da, wo wir sein wollen", sagte Red-Bull-Pilot Vettel kritisch angesichts des Rückstands auf den Trainingsschnellsten Lewis Hamilton. Der Ex-Champion fuhr zweimal allen davon.

Schritt für Schritt zur alten Stärke

Schumacher deutete mit seiner vorübergehenden Bestzeit an, dass er sich Schritt für Schritt an seine alte Stärke herantastet; Rosberg hat im prestigeträchtigen teaminternen Duell aber noch die Nase vorn. Der siebenmalige Champion aus Kerpen belegte die Plätze vier und fünf und lag dabei 0,304 beziehungsweise 0,499 Sekunden hinter Hamilton. "Wir hatten morgens ein kleines Problem mit den Bremsen", erklärte der dreifache Sepang-Sieger seine lange Standzeit zu Beginn.

Schumi: "Ich bin kein Zauberer"

Gleichzeitig warnte Schumacher vor überzogenen Erwartungen. "Ich bin hier immer gut zurecht gekommen. Aber da hatte ich auch ein Auto, mit dem das möglich war. Das ist derzeit noch nicht der Fall. Es gibt Grenzen, und ich bin kein Zauberer", sagte der 41-Jährige. Mercedes-Teamchef Ross Brawn schreibt deshalb Siege vorerst ab. "Es wird noch zwei bis drei Rennen dauern, bis wir den alten Schumacher sehen", sagte der Brite dem Fachmagazin "auto motor und sport".

Hamilton jubelt über "guten Tag"

Hamilton fuhr am Nachmittag in 1:34,175 Minuten die schnellste Tagesrunde auf dem 5,543 Kilometer langen Sepang International Circuit und verbesserte dabei seine Vormittagszeit deutlich. "Das war ein guter Tag für uns", jubelte der britische McLaren-Pilot. "Jedes Mal, wenn ich diese Saison auf die Strecke rausfahre, fühlt es sich um Lichtjahre besser an als im Vorjahr."

Haug stochert noch im Nebel

Rosberg fehlten zuerst nur 0,185 Sekunden auf Hamilton. Im zweiten Durchgang lag der Silberpfeil-Pilot aus Wiesbaden 0,268 Sekunden zurück. "Wir haben unser Programm planmäßig durchgezogen und stetige Fortschritte gemacht", sagte er. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sagte derweil: "Wo wir stehen, ist heute schwer abzuschätzen, wir sind sicher noch nicht ganz gut."

Vettel: Kein einfacher Tag

Vettel unterstrich, dass er beim dritten Saisonlauf am Sonntag wieder zu den Favoriten zählt. Wegen "ein paar kleinerer Sachen" sprach der 22 Jahre alte Vize-Weltmeister allerdings von einem "nicht einfachen Tag". Für Nervosität sorgte der Motorendefekt bei Teamkollege Mark Webber. Schließlich hatten Vettel in beiden bisherigen WM-Läufen technische Schäden jeweils den scheinbar sicheren Sieg gekostet. Der Pechvogel versicherte aber, er mache sich keine Sorgen.

Beim ersten Training mit vollem Tank

Vettel hatte bei seinem zweiten Platz im zweiten Training nur zwei Tausendstelsekunden Vorsprung auf Rosberg. In der ersten Übungseinheit testete er mit vollem Tank und begnügte sich mit Rang neun. "Die McLaren waren relativ leicht unterwegs. Mercedes ist bei der Musik dabei. Und Ferrari darf man nicht unterschätzen", warnte Vettel vor den drei anderen Top-Teams.

Sutil Siebter

Gut unterwegs war erneut Adrian Sutil. Der Force-India-Pilot belegte die Plätze sieben und zehn. Neuling Nico Hülkenberg bewies im Williams-Cosworth als zweimaliger 17. Konstanz. Timo Glock wurde im Virgin 20. und 21.

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