Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Formel-1-Kolumne: "Aller guten Dinge sind drei"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Formel-1-Kolumne zum Großen Preis von Malaysia  

"Aller guten Dinge sind drei"

05.04.2010, 10:22 Uhr | t-online.de, t-online.de

Formel-1-Kolumne: "Aller guten Dinge sind drei". Siegestrunkenheit bei Sebastian Vettel nach dem Triumph beim Grand Prix von Malaysia. (Foto: ap)

Siegestrunkenheit bei Sebastian Vettel nach dem Triumph beim Grand Prix von Malaysia. (Foto: ap)

Von Elmar Brümmer, Sepang

Einmal Regen an einem Formel-1-Wochenende sollte zur Reglementspflicht gemacht werden. Der Monsun in der Qualifikation zum Großen Preis von Malaysia hat jedenfalls zur neuerlichen großen Abwechslung auf der Piste beigetragen und die Startaufstellung fürs Rennen durchgemischt. Die Ostervorstellung des Rennzirkus war – nicht nur aus deutscher Sicht – deshalb ziemlich bunt. Mit drei von vier Weltmeistern, die von ganz hinten kommen mussten, und einer Menge furchtloser Jungstars im Mittelfeld ergab sich wieder so etwas wie richtiges Racing – Überholmanöver, Verbremser, Rad-an-Rad-Duelle.

Kapriolen in den ersten drei Rennen

Nicht zu vergessen das ganz große Comeback. Nein, nicht das von Michael Schumacher, das musste erneut vertagt werden. Sebastian Vettel meldete sich nach einem Red-Bull-internen Startduell erfolgreich an der Spitze des Feldes zurück. Diesmal hielt der Rennwagen, was sein Konstrukteur Adrian Newey Vettel versprochen hat, und der Lohn für den Heppenheimer ist der Sprung auf Platz zwei der Fahrer-WM. Die Kapriolen der bisherigen drei Rennen sorgen für eine Verdichtung der Favoritenschaft, Fernando Alonsos Motorplatzer kurz vor Schluss ist das jüngste Beispiel dafür, dass sich niemand sicher sein darf.

Vettel verstößt gegen Dienstanweisung

Nur Vettel jetzt, zumindest ein bisschen. Selbst-sicher nämlich. Er hat die Gewissheit, dass er bei normalem technischen Verlauf von keinem zu stoppen ist: "Ich bin glücklich, dass es endlich geklappt hat. Aller guten Dinge sind doch drei, oder? Es war der schönste Weg, wieder zurückzukommen..." Mit der Zeit gewöhnt er sich auch wieder an den Champagner auf dem Podium: "Ich war ein bisschen beschwipst. Ich habe mir wohl einen zu großen Schluck aus der Flasche genehmigt." Siegestrunkenheit nennt man das wohl. Red-Bull-Teamchef Christian Horner gesteht, dass er in den letzten 30 Runden von Sepang etwa drei Jahr gealtert sei und dass Vettel derjenige in der Rennmannschaft gewesen sei, der auch die negativen Erlebnisse der letzten beiden Rennen völlig cool genommen habe. Weshalb es auch keine Disziplinarstrafe gäbe, dass er am Ende gegen die Dienstanweisung verstoßen habe, es langsamer angehen zu lassen. Die Zufriedenheit der Bullen rührt vor allem daher, dass der RB6 auf allen drei unterschiedlichen Rennstrecken seine Siegfähigkeit unter Beweis gestellt hat.

Schumacher hat "riesigen Spaß"

Das hat Michael Schumacher noch vor sich. Der Rekord-Weltmeister macht sein Erfahrungsdefizit mit der neuen Rennwagen-Generation zwar im altbekannten Tempo wett, aber gegen die Erwartungshaltung von außen kommt er mit aller eigenen Gelassenheit nicht an. "Es macht mir riesigen Spaß", wiederholt der Kerpener gebetsmühlenhaft, und selbst eine abgesprungene Radmutter am Silberpfeil kann ihm da nichts anhaben. Vor der Aufholjagd, auch gegenüber seinem direkten Konkurrenten Nico Rosberg, der alle drei Qualifikationsduelle für sich entschieden und mit dem dritten Rang in Malaysia den ersten Mercedes-Podiumsplatz errungen hat, ist ihm nicht bange: "Da bin ich voll in meinem Element."

Haug: "Nico ist kein Nasenbohrer"

Mercedes-Sportchef Norbert Haug sieht sich in der glücklichen Lage, seine Sympathien auf beide Silber-Fahrer verteilen zu können. "Der Nico ist kein Nasenbohrer", ist seine Standardantwort auf die Standardfrage nach der Rangordnung im Team. Die Frage nach der Schumacher-Form beantwortet er perspektivisch: "Wir werden auch mit Michael noch jede Menge Spaß haben, da bin ich mir sicher." Mit der Sicherheit ist es in dieser Formel-1-Saison allerdings so eine Sache. Aber zur Not kann Mercedes noch darauf verweisen, dass alle in den Punkten gelandeten deutschen Rennfahrer – von Nico Rosberg über Adrian Sutil (Platz fünf) bis Nico Hülkenberg (Rang zehn) in irgendeiner Form einen Mercedes-Bezug in ihrer Karriere haben. Die Sterne stehen gut, vor allem für die Zuschauer. „Was gerade passiert, ist doch großartig für diese Weltmeisterschaft", souffliert Christian Horner. Bullenstark, sozusagen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal