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Briatore darf zurück in die Formel 1

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Briatore darf zurück in die Formel 1

12.04.2010, 19:14 Uhr | dpa, dpa

Briatore darf zurück in die Formel 1. Hat gut Lachen: Briatores lebenslanges Formel-1-Verbot ist Geschichte. (Foto: imago)

Hat gut Lachen: Briatores lebenslanges Formel-1-Verbot ist Geschichte. (Foto: imago)


Flavio Briatore hat an seinem 60. Geburtstag den Streit mit dem Automobil-Weltverband FIA beigelegt und darf im Jahr 2013 in die Formel 1 zurückkehren. Die FIA hob die unbefristete Sperre gegen den früheren Renault-Teamchef wegen dessen Beteiligung am Unfall-Skandal von Singapur auf. Der Verband hatte den Italiener verurteilt, weil er 2008 den damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet jr. zu einem absichtlichen Crash angestiftet haben soll.

Ein französisches Gericht hatte den lebenslangen Bann jedoch zu Jahresbeginn für ungültig befunden. Im Zuge der Einigung mit Briatore und dem früheren Renault-Chefingenieur Pat Symonds verzichtet die FIA auch auf die angekündigte Berufung. Beide hätten Verantwortung für den fingierten Unfall übernommen, ihre Rolle bedauert und um Entschuldigung gebeten, teilte der Verband mit.

"Damit beenden wir diese Affäre"

Briatore und Symonds dürfen nun bis Ende 2012 keine verantwortliche Position in der Königsklasse übernehmen. Bis Ende kommenden Jahres bleiben sie auch von allen anderen Rennserien der FIA ausgeschlossen. Ihre Anwälte hatten der FIA den Deal vorgeschlagen. Das Duo will nun auch alle rechtlichen Bemühungen um Schadenersatz einstellen. "Damit beenden wir diese Affäre", erklärte der Weltverband.

Safety-Car-Phase provoziert

Nach seinem Rauswurf bei Renault im Juli 2009 hatte Rennfahrer Piquet Jr. der FIA den absichtlichen Crash gestanden. Beim ersten Nachtrennen der Formel-1-Geschichte war der Brasilianer in eine Mauer gefahren und hatte so eine Safety-Car-Phase provoziert, die seinem damaligen Teamgefährten Fernando Alonso zum Sieg verhalf.

Formfehler durch ein Pariser Gericht erkannt

Briatore wies die Vorwürfe lange Zeit zurück, wurde jedoch von der FIA als Drahtzieher verurteilt. Ein Pariser Gericht monierte allerdings Formfehler, zumal der frühere FIA-Chef Max Mosley zugleich als Kläger und Richter aufgetreten sei. Dies zeige ein "ungenügendes Verständnis der sportrechtlichen Verfahrensweise des Welt-Motorsportrats", rügte die FIA nun in ihrer Mitteilung. Dennoch kündigte der Verband eine Strukturreform an, um bei künftigen Verfahren "Missverständnisse zu vermeiden".

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