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Jenson Button: "Acht Fahrer haben eine Chance auf den Titel"

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McLaren-Mercedes  

Button: "Acht Fahrer haben eine Chance auf den Titel"

13.04.2010, 11:16 Uhr | dpa, dpa

Jenson Button: "Acht Fahrer haben eine Chance auf den Titel". Will seinen Titel verteidigen: Jenson Button (Foto: xpb.cc)

Will seinen Titel verteidigen: Jenson Button (Foto: xpb.cc)

Für Weltmeister Jenson Button ist der von zahlreichen Formel-1-Experten favorisierte Sebastian Vettel nur einer von vielen Titelanwärtern. "Meiner Meinung nach hat jeder Fahrer von McLaren-Mercedes, Mercedes GP, Red Bull Racing und Ferrari eine gute Chance auf den WM-Gewinn", sagte der Brite im Interview der Deutschen Presse-Agentur, "aber es ist noch zu früh zu sagen, um einen als den speziellen Favoriten zu benennen".

Der WM-Kampf sei extrem eng. Er wolle aber natürlich den Titel behalten. Rückkehrer Michael Schumacher bescheinigte der McLaren-Pilot trotz dessen Anlaufschwierigkeiten, einen "sehr guten Job" zu machen.

Sie hatten das Image, ein Playboy zu sein. Trifft das noch zu oder sind Sie jetzt ausschließlich auf den Motorsport fokussiert?
Ich habe mich immer voll dem Motorsport und meiner Karriere gewidmet. Mein Vater hat unglaublich hart gearbeitet und selbst alles darauf ausgerichtet, meine Karriere zu fördern, als ich jünger war. Das habe ich niemals leicht genommen - weil ich ihn nie im Stich lassen will. Aber auch, weil Motorsport und Formel 1 Dinge sind, an die ich leidenschaftlich glaube. Ich denke, ich habe letztes Jahr gezeigt, dass ich mich voll reingehängt habe. Und ich glaube, meine Entscheidung, zu Vodafone McLaren Mercedes zu wechseln und eine größere Herausforderung anzunehmen zeigt, dass ich immer noch in der Formel 1 erfolgreich sein will. Für mich ging es nie um einen bestimmten Lebensstil - es geht darum, Rennen zu gewinnen, sich selbst an die Grenzen zu treiben und neue Wege durch Höhen und Tiefen zu finden. Das ist das Wesen des Sports und der Formel 1 - und das treibt mich an.

Was hat Ihr erster Sieg mit McLaren in Australien für Sie bedeutet?
Das war extrem wichtig für mich. Es war auch sehr bewegend. Es war nicht nur der Sieg, der mich gefreut hat - obwohl ich glaube, dass ich einen wirklich tollen Job unter diesen wechselhaften Bedingungen gemacht habe und mit meinem Renntempo zufrieden war -, es war die Bedeutung dieses Siegs, sowohl bezüglich dieser Saison als auch meiner Karriere insgesamt. Nach sieben Jahren bei anderen Teams bedeutete mein Wechsel zu Vodafone McLaren Mercedes eine neue persönliche Herausforderung und den Antrieb, noch höhere Ziele anzustreben. Ich denke, der Sieg in Melbourne hat das vollständig bestätigt. Ich hoffe, er hat gezeigt, dass es eine gute Entscheidung war, zu Vodafone McLaren Mercedes zu gehen. Auch aus persönlicher Sicht bedeutet es viel für mich, einen Grand Prix mit McLaren gewonnen zu haben. Im McLaren Technology Center stehen viele Weltmeister-Wagen, mit denen ich als Zuschauer aufgewachsen bin, berühmte Autos, die von Champions wie Senna und Prost gefahren wurden. In einem McLaren zu gewinnen, für ein Team, das seit über 40 Jahren zur Formel 1 gehört, ist unglaublich wichtig für mich.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, den Titel zu verteidigen?
Nach drei Rennen muss man sagen, dass der WM-Kampf extrem eng ist - und ich denke, das ist sehr gut für den Sport. Natürlich will ich den Titel behalten - ich wäre liebend gern der erste britische Fahrer, dem dies gelingt - und die ersten drei Rennen machen das möglich, was gut ist. Der Schlüssel für den WM-Titel wird wohl die Konstanz sein. Jedes der großen Teams hat sich schon in mindestens einem Rennen einen Klops geleistet, ich denke, wir müssen anfangen, weniger Fehler zu machen. So wird die WM gewonnen. Wir bei Vodafone McLaren Mercedes haben Glück, weil unser Auto eine phänomenale Zuverlässigkeit während der letzten Jahre bewiesen hat - die Jungs machen einen tollen Job. Zudem ist der Mercedes-Benz-Motor einer der zuverlässigsten im Feld - ich hab diesen Vorteil im letzten Jahr gesehen und hoffe, das wird auch dieses Jahr so sein.

Viele Experten sagen, dass Sebastian Vettel der große Favorit ist. Welche Fahrer kämpfen Ihrer Meinung nach um den Titel und weshalb?
Ich denke, Sebastian ist in dieser Saison bislang sehr gut gefahren, und er ist einer der Favoriten. Aber wir haben auch gesehen, dass es einige Fahrer gibt, die aussichtsreich im Titelrennen liegen. Meiner Meinung nach hat jeder Fahrer von McLaren-Mercedes, Mercedes GP, Red Bull Racing und Ferrari eine gute Chance auf den WM-Gewinn, aber es ist noch zu früh, einen als den speziellen Favoriten zu benennen. Deshalb glaube ich, dass dieses WM-Jahr ein ganz besonderes werden könnte, weil so viele gute Teams und Fahrer darum kämpfen.

Was ist Ihr Mindestziel für den Großen Preis von China?
Wir lernen immer noch viel über den MP4-25, und ich mache mich immer noch mit dem Auto vertraut. Aber ich glaube, wir haben so gute Chancen wie in Australien und Malaysia. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir an der Spitze mitkämpfen aber um an vorderster Front konkurrenzfähig sein zu können, muss man ein perfektes Wochenende haben, um gewinnen zu können.

Wie beurteilen Sie Michael Schumachers Vorstellung seit seinem Comeback?
Ich denke, er macht einen sehr guten Job. Leute neigen dazu zu übersehen, dass er drei Jahre lang nicht im Cockpit gesessen ist, aber seine Geschwindigkeit war extrem gut. Und er wird schneller, wenn er sich an die moderne Formel-1-Technik gewöhnt. In Malaysia war er bislang am schnellsten und es ist schade, dass im Rennen so früh das Aus für ihn gekommen war. Ich kenne sein Team natürlich sehr gut. Sie sind ein Titelanwärter und wissen, was man braucht, um zu gewinnen. Ich habe keine Zweifel, dass Michael bald an der Spitze zurück ist. (Teamchef) Ross (Brawn) und Michael kennen sich sehr gut, sie wissen, wie man zusammenarbeitet und das Beste aus dem Auto holt. Deshalb ist es nur eine Frage des 'wann' und nicht des 'ob'.

Glauben Sie, dass Schumacher noch die Nummer 1 ist oder dass ihn - sogar in Deutschland - Vettel inzwischen abgelöst hat?
Das sind zwei verschiedene Sachen: Statistisch gesehen ist Michael der beste Formel-1-Fahrer der Geschichte und es ist sehr unwahrscheinlich, dass sein Rekord an Siegen in absehbarer Zeit gebrochen wird. Aber Sebastian hat eines der besten Autos und er macht großartige Sachen damit. Wenn ich ein deutscher Fan wäre, wäre ich hocherfreut über die Qualität der aktuellen deutschen Fahrer in der Formel 1. Da sind natürlich Michael und Sebastian, aber Nico (Rosberg) und Adrian (Sutil) sind ein sehr starkes Rennen in Malaysia gefahren. Und Timo (Glock) und Nico Hülkenberg liefern auch gute Arbeit. Das zeigt wirklich die Stärke und Hingabe im deutschen Motorsport.

Nach Ihrem Wechsel von BrawnGP zu McLaren haben Ihnen viele prophezeit, dass das Team Lewis Hamilton bevorzugen werde. Wie sehen Sie das und hat Ihr Sieg in Melbourne das Leben für Sie dort einfacher gemacht?
Eine meiner ersten Fragen, sogar bevor ich mich dem Team anschloss, war, ob das Lewis Team sei. Die Antwort war voller Nachdruck: Es ist nicht nur nicht Lewis Team, es ist auch ein Team das leidenschaftlich daran glaubt, beiden Fahrern die gleichen Chancen zu geben, ohne Bevorzugung. Das war sehr wichtig für mich - und alles, was ich hier gesehen habe, lässt mich glauben, dass das wahr ist. Deshalb macht mein Sieg in Australien in vielerlei Hinsicht keinen Unterschied, weil ich wusste, dass mir das Team die gleichen Möglichkeiten einräumt und dass es nicht darum geht, dass ich mich hier behaupten muss. Tatsächlich sind die ersten Monate hier so reibungslos verlaufen, dass ich dachte, ich sei schon viel länger hier, weil ich mich so wohlfühle. Und ich glaube, wenn Sie Lewis fragen würden, ob McLaren-Mercedes 'sein' Team sei, würde er Ihnen die gleiche Antwort wie ich geben.

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